Rainers Horen
Donnerstag, den 11.03.2010 [13:18]
Letztes Jahr wurde diese wundervolle Anwendung für das moderne Tanztheater Kampnagel gebaut und heute kommt der Gedanke, wie man das noch verbessern kann. Die hübsche Grafik, die den Gewinn der Photovoltaikanlage so ansprechend darstellt, könnte auch in Flash sein. Daraus ergäben sich einige Vorteile: es geht alles viel schneller, der Server wird entlastet und der Endnutzer könnte so wie bei GoogleAnalytics mit der Maus rumspielen.

Da sich das ganze Drama in der TYPO3-Welt abspielt, wäre es nur allzu natürlich, wenn darus eine Extension erwächst. Dann haben andere Coder auch etwas davon. Als Lösungsansatz fällt ¬Open Flash Chart ins Auge. Das ist so eine generische Flashanwendung, die sich über externe Daten (JSON) füttert. Ich liebe es!

Alternativen wäre vielleicht die Google-API, mit der auch EINIGES geht, allerdings ist Google der Teufel und die Chausse liefert doch auch nur Pixelbildchen. Ernst zu nehmen ist noch SVG, aber leider wird das nicht von allen internetanguckprogrammen unterstützt. So bleibt der andere Teufel namens Adobe. Da aber OFC frei daherkommt, ist das wohl das kleinste Übel. Vorteil einer Flash-Lösung: es werden wenig Daten übertragen, die Darstellung kann skaliert werden und mit Mausover lassen sich bemerkenswerte Dinge veranstalten. Wer GoogleAnal kennt, weiß was ich meine. Wen es ernsthaft interessiert: es gibt da eine wunderbare Übersicht über all diese ¬Chartbaumaschinen.

Jetzt wird es wieder total technisch. Schade, die Welt könnte so schön sein. Es geht jedenfalls um eine neue TYPO3-Extension, die gestern schlichtweg „EXT::OpenFlashChart“ getauft wurde. Sie soll es dem Redakteur ermöglichen, solche netten Erfolgsdiagramme ins Netz stellen zu können. Nachdem er seine Zuständigkeit zum Thema überprüft hat, sollte er zuerst den Typ des Charts wählen können, danach kann er die Oberfläche gestalten (Größe, Farbe, Titel, Achsen) und dann sollte er die Daten reinkippen können. Vielleicht kann er auch ein Script angeben, was dann in Echtzeit (wieder dieses wichtige Wort) Daten von irgendeinem Prozess oder Sensor abholt.

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Mittwoch, den 10.03.2010 [13:13]
Bevor wir wieder in Technik schwelgen kommt erstmal eine kurze Abschweifung. in Hamburg gibt es eine sehr ambitionierte Märchenerzählerin, die sogar (wie wir hier rechts sehen können) im Fernsehen war. Es muss mohl ein Privatsender sein, denn die nette, anmoderierende Sprecherin bildet den Satz: „Wer erinnert nicht die schönen Stunden …“. Ganz oberlehrerhaft heißt das im Germanistendeutsch: „sich erinnern an “. Aber nicht so, das ist englische Grammatik. Das ist ebenso ein Stuss wie „ … in 1989 fiel die Mauer …“. Tatsächlich „fiel sie im Jahre 1989“ oder „sie fiel 1989“. Nun mag das ein völlig überflüssiger Gedankenfluss sein und Deutschland hat andere Probleme als den richtigen Gebrauch intransitiver Verben. Aber dennoch ist das einfach eine kulturelle Errungenschaft und richtige Sprache trägt auch zur unmissverständlichen Kommunikation bei. Schade für Alexandra. Wird doch ihre Sprachgewalt so schludrig eingepackt. Das macht keinen Sinn ;-))

Gerade im Netz gefunden: „In der deutschen Sprache haben viele Abstrakta einen männlichen Artikel. Artikel werden hier ausschließlich grammatikalisch verwandt und bevorzugen kein biologisches Geschlecht, schon gar nicht bei Berufsbezeichnungen oder Funktionen im Organigramm. Wo möglich werden trotzdem indifferente Pluralformen oder weibliche Abstrakta gewählt.“ – auch nicht schlecht.

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