Rainers Horen
Sonntag, den 30.05.2004
Das waren Zeiten als man solche menschenverrachtende Pädagik ablichten durfte. Heute können Kinder ihre Eltern anzeigen -- wegen eines kleines Klappses. Wo sind wir hingekommen?
Man beachte mal die Kraft, die aus dem Bild spricht. Aber auch die Angst, die aus den Augen des Knaben sprincht, welch Entsetzen!

Nicht umsonst hat Uwe Timm in seinem Roman «Der Mann auf dem Hochrad» seinen Protagonisten Tierpräparator werden lassen, weil er als Junge das Muskelspiel seines Vaters beim Prügeln sehr faszinierend betrachtete. Später stopfte er also Tiere mit einer neuen Technologie aus, die daran bestand, die Muskeln natürlich nachzubilden - übrigens sehr zum Leidweisen des Fleischers (=Schlachters, =Metzgeres) in der gleichen Strasse. Als gerade mal Auftragsflaute war, musste seine Frau die Töle des Großherzogs vergiften.

Zurück zum Bild: Der Bursche brachte wohl schlechte Noten mit nach Hause. Die Lehrer wissen oft nicht, was sie da auslösen...
Oder sie wissen es genau und wollen die schwarze Pädagogik den Erziehungsberechtigten überlassen.
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Freitag, den 28.05.2004
Gestern hat mir Ralf den sowjetischen Film «Der gewöhnliche Faschismus» rübergeschoben. Einfach köstlich. Eindlich mal eine Zeitdoku, wo nicht nach einem kurzen Originalschnipsel irgendein Zeitzeuge vor einer Bücherschrankwand sitzend in seine Erinnerungen kramt. Der ganze Film (ca. zwei Stunden) besteht nur aus oft ungesehenen Originalfilmen mit einem sarkastischen Kommentar. Sollte in der Schule gezeigt werden! Obwohl er aus der Zeit des kalten Krieges stammt, ist er erfrischend "neutral".
Es geht auch um den Duce und da sagt der Kommentator, dass der Duce die Fackelzüge nicht so perfekt inszenierte wie Hitler, weil es immer so rauchte und qualmte.
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Donnerstag, den 27.05.2004
Ein heftiger gestrigen Nachmittag hat - so hoffe ich - alle Probleme gefixt. Ist echt übel.

Nun ist eine neuer Tag und neue Hoffnungen können sich Bahn brechen, was mich einen Gedankengang lenkt, der bemerkennstweert ist:
Das Wort «Ablehnung» ist eigentlich fies, weil es doch offenbar von «Lehne» und «anlehnen» kommt. Und das sind Begrifflichkeiten, die man gemeiniglich mit was Angenehmen verbindet. Also das Wort «Ablehnung» erzeugt in mir unangenehme Gefühle, wobei der Psychonaut sagen würde, dass sie die Chance für einen Neubeginn birgt. Hat nicht auch Rudi Dutschke sowas wie "Lernen heisst Scheitern lernen"

Der Hund: er ist ein Erbstück und bellte früher eine kupferne Fliege an. War gewissermaßen ein Metapher auf unsere Bemühungen im Leben.
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Mittwoch, den 26.05.2004
Wieder mal pfuschen falsche Hände rein. Auf dem Server hat sich die Bedeutung der Umgebungsvariablen geändert:
Die SCRIPT_URL steht jetzt auf "system-bin/php4exe/...". Prima! Jetzt darf ich alle Scripts nochmal anfassen und austesten.
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Dienstag, den 25.05.2004
Meinen langsam auslaufenden Schaffensrausch noch dazu benutzt das Voting aufzuräumen.
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Montag, den 24.05.2004
Langeweile kann auch ein Motiv sein: Heute habe ich mal in der Schmiede ein paar nette onMouseOver und onFocus-Spielchen eingebaut. Übrigens auch hier.
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