Rainers Horen
Sonntag, den 02.04.2006 [21:46]
TYPO3 - Dritter Tag:
Heute am 5. Fastensonntag kommen so die Gedanken zum Thema Lernprozess. Hilfreich wäre es, wenn das Buchbeispiel im eigenen System nachzuvollziehen wäre. Es gibt da wohl ein ZIP-File passend zum Buch auf dem
typo3.org-Server.
Mittlerweile habe ich das Testsystem auf dem iBook installiert. Das Rechteproblem kostet doch zuviel Zeit.
Das sind meine liebsten Kunden: wollen eine Webseite und sagen, sie hätten da was bei Hansenet. Prima — ein Produkt ohne ernsthaften Support, wo es keine Datenbankanschluss gibt. Das immer wieder zu erklären... Das das eben nicht geht. Selbst Webspaceangebote (strato, 1und1..) sind problematisch, da irgendwas eben nicht geht, und wenn es nur ein Rechteproblem gibt. Oder wenn wie im Falle strato .htaccess-Dateien nicht erlaubt sind.Die meisten Kapriolen habe ich bei 1und1 erlebt, wo ohne Ankündigung die Konfiguration des Servers geändert wird und sich die Bedeutung der Serverumgebungsvariablen ändert oder sich in der gd-Bibliothek die Interpretation der Parameter ändert. Die haben es ja drauf, was Eigenes, Gepatchtes zu kompilieren.
Hat nun mal Petrus mit uns Gnade und beendet endlich mal den Hamburger Dauerregen? Schlägt schon stark auf die Stimmung. Da ist noch nebenstehendes Design gutlauniger - gefunden auf css-zengarden. Eine wirklich gute Inspirationsquelle.
Mittlerweile kommt schon das erste Motivationsloch. Auf der ¬Testseite gelingt mirs einfach nicht, das Logo links oben auszutauschen. Nach erfolgtem Upload ändert sich einfach nichts, obwohl der Cache gelöscht wurde. Nachschauen im Filesystem zeigt, dass dort nichts hochgeladen wurde, weder unter /fileadmin noch unter /uploads liegt die Datei, die ich hochgeladen habe. Fehlermeldung kommt auch nicht. ;-))
Zitat aus Wikipedia: Bei vielen (insbesondere preiswerten) Webspace-Providern ist TYPO3 nicht einsetzbar, weil z. B. keine Datenbank vorhanden ist, oder die Einstellungen der Webserver zu restriktiv sind.
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Sonnabend, den 01.04.2006 [18:25]
TYPO3 - Zweiter Tag:
Die Netzinstallation unter zuckerhunde.de lässt sich nicht weiter verfolgen, da immer wieder Schreibberechtigungsprobleme auftauchen. Dateien und Verzeichnisse, die der FTP-User angelegt hat, kann runwww nicht bearbeiten. Ein Versuch wäre ja, das Paket über einen System-Befehl, der von php aufgerufen wird, auszupacken. Dann allerdings gibt es offenbar die reziproken Probeme: dann kann ich die Dateien per FTP nicht bearbeiten.

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Freitag, den 31.03.2006 [16:56]
Die wirklich gute Nachricht unter den vielen guten Nachrichten: ein Nachbar betreibt ein offenes Netz: so kann ich meine Gebühren sparen und muss jetzt nicht 0.009 EURO pro Minute zahlen und kann ruhiger schlafen, da ich den Router nicht ständig ausschalten muss.
Das Greenpeace-Eisberg-Projekt wird mit TYPO3 realisiert. So habe ich einen Grund, meinen inneren Schweinehund zu überreden und mich ernsthaft mit dem Thema zu beschäftigen. Außerdem steht als Aufgabe die Errichtung eines Videostreamingservers (DNA-Helix) an. Heute aber nicht mehr.
Gestern schon mal eine Test-Installation für das Projekt ¬zuckerhunde.de gewagt und schon auf das erste Problem gestoßen. Leider habe ich auf dem Webspace nur FTP-Zugang, so dass ich durch ein Lock operieren muss. Der FTP-User legt ein Verzeichnis /typo3temp/ an, das dann diesem User gehört. Danach legt die TYPO3-Installroutine darunter ein Verzeichnis an, worin dann was geschrieben werden soll. Peng! da meldet sich der SAFEMODE von php. Also beim ISP angerufen, der dann per su den Eigentümer geradezieht...
Die Backendoberfläche ist wirklich beeindruckend komplex. ¬wikipedia:typo3 spricht von wochenlanger Einarbeitungszeit. Gilt das auch für Webgötter? Also nach zwei Stunden konnte ich schon mal einen Redakteur mit beschränkten Rechten einräumen. Der größte Brocken scheint das Erstellen eigener Templates zu sein — und darum geht es wohl hauptsächlich im professionellen Bereich. Ansonsten artet das zu einem Webbaukasten aus.
Eine gute Inspirationsquelle scheint da der ¬TYPO3Wizard zu sein. "Leider" gibt es da den Link "Template dieser Seite", der mich stark beeindruckt hat. Hat echt Respekt eingeflößt.
Offenbar muss ein Typ3Neuling tatsächlich "nur" seine Hausaufgaben machen und das Buch TYP3 (opensourcespress) durchlesen und vor allem verstehen und nach einer Woche immer noch verstehen.
Da kommt doch schon das erste Missverständnis: im Buch gibt es im Bereich WEB die Bereiche Schnelleinage|Spalten|Sprachen|Seiteninformationen. Tatsächlich fehlt in der Testinstallation der Punkte "Sprachen" und das ist genau das, was interessiert. Eine Abhängigkeit von einem zu installierendem Modul wird leider nicht erwähnt. in der zentralen Konfigurationsdatei gibt auch keine Eintrag, der nach 'language' riecht.
Morgen weiß man bestimmt mehr.
So ist das wohl auch mit dem chinesischen Satzspiegel. Im Deutschen (und das gilt wohl für alle Buchstaben- und Silbenschriften) kann ein Übersetzer sein Werk tun und dann kann der DTPler den Text nehmen und in seine Boxen (Quark oder Indesign) laufen lassen. Da zwischen den Worten Leerzeichen bestehen, kann das dann prima umgebrochen werden.
So wohl nicht in China. Ein Wort besteht aus einem Zeichen oder eben aus einer Gruppe von Zeichen. So heisst eben China selber "land der Mittte" = ??. Da haben wir jetzt zwei Zeichen. Wie bricht nun ein Renderer um? Er weiss ja nicht, was zusanmengehört. Laut unmaßgeblicher Meinung treibt eben genau das die Kosten in die Höhe, da der Übersetzer in das fertige Layout texten muss.
Klingt in meinen Ohren nicht ganz ausgegohren. Könnten in chinesischen Texten nicht Sollbruchstellen markiert sein? Das ist doch sicherlich eine Eigenschaft von TTF. Immerhin klappt ja auch arabische Typographie mit seine komplizierten Ligaturen und Kaschidas


Im Klangbeispiel heute wieder das Gespann Wildgruber/Sander mit einem dadaistischem Stück zum Thema "Verhaftung/..."
Flash wird benötigt!
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Dienstag, den 28.03.2006 [13:43]
Stanis?aw Lem ist tot. Einem der größten Denker und Schreiber des letzten Jahrhunderts ist nun hochbetagt von Gevatter Tod die Tastatur aus der Hand geschlagen worden. Wer erinnert sich die an das »Absolute Vakuum« - eine Sammlung von nichtexistenten, fiktiven Büchern. Mit diesem Kniff gelingt es Lem viele Romane zu schreiben, ohne sie ausformulieren zu müssen.
In einem Interview mit Florian Rötzer von ¬te/epo/is sagt er mal: »Meineserachtens hat die DDR damals etwas Kluges gemacht. Sie hat die Propagandamaschine so gut entwickelt und so gut lügen können, daß alle glaubten, sie sei wirklich ein blühendes Land. Nach dem Fall der Mauer zeigte sich, daß die DDR ein grundloser Brunnen war, in den man Milliarden um Milliarden hineinwerfen kann..«.
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