Rainers Horen
Sonntag, den 09.04.2006 [16:44]
TYPO3 - 10.Tag
Nachträge von gestern abend: »Elbschloßkeller« und »Goldener Handschuh« auf dem Kiez sind ja schon megaherb und können gut als Hamburgbesucherschreck eingesetzt werden. Gestern wurde der Horist in den »Fliegenden Holländer« eingeführt. Das ist ja wohl nicht wahr! Schon am Eingang wird man als braver Bürger von irgendwelchen Frauenzimmern angegrapscht, danach hat eine Dame einen Herren eine runtergehauen, der Drogendialer lächelte milde im Hintergrund...
Alle fünf Minuten eskalierte die Stimmung und es kommt zu irgendwelchen Raufereien. Es erinnert an die Szene im Runden Eck in Schulzens »¬Morbus Fonticuli«. Die Stimmung war bombig, zumal das Bier (Holsten oder Astra) nur 1,50 € kostet. Aus begreiflichen Gründen kann man da leider keine Bilder machen.

Heute mal den ersten Nichtregentag genutzt, um eine Radtour durch den Hamburger Hafen zu machen. Im Eingangsbereich einer Veddeler Schule, in die 85% Muslime gehen, ist noch eine herrliche Inschrift im Eingangsbereich. Hier nebenan in ein Photo.

Seit gestern läuft hier auch ein Feed, bei den meisten Browsern (außer beispielsweise Camino) müsste im Internetadresseneinagbefeld rechts so ein orangenes Zeichen auftauchen, was einen animieren kann, ein Bookmark zu setzen.
Realisiert war das schnell — allerdings liegt die Teufel im Detail. Diese Feeds, egal ob nun RDF, Atom oder RSS setzen auf XML auf und das muss zwingend UTF8 sein, nix mit HTML-Entities. Da die Datenquellen teilweise sehr verschieden sein können, braucht man also einen Reinigungsgang. Das größte Problem ist erstmal die automatische Erkennung, ob der Text westeuropäisches Latin-1 oder UTF8 ist. Die Detektierung weitere Codepages ist nicht seriös möglich. Schon die Unterscheidung zwischen latin1 und UTF8 ist wackelig. Klappt aber fast immer, da ja Zeichenfolgen wie 'äöü' selten tatsächlich vorkommen - sei denn in dieser Demo. Das Skript ¬seems_utf8() würde das sofort nach 'äöü' wandeln.

Durch die Presse wabert gerade die Welle »Hauptschule«. Auch die ¬TAZ macht natürlich mit. Im Moment haben die Jounallien ja fast zuviel Futter: da gibt es die zweite Jahrhundertflut, mit der sich schon weiland unser Schill unmöglich geamcht hat, als er die Wasserflut mit der Ausländerrflut verglich, die Vogelgrippe und die Rütlischule. Wenn jetzt nochwas passiert, hat das nun wirklich keine Chance mehr.

Das TYPO3-Projekt ruht nicht. Mittlerweile wird es konkret und nach dem Radausflug zum Hafen wird die Template-Datei in das Backend kopiert und dann schauen wir mal.

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Sonnabend, den 08.04.2006 [00:03]
TYPO3 - 9.Tag
Das Problem mit dem fehlenden Objektbrowser im TYPO3 besteht immer noch. Vielleicht fehlt irgendeine Installation, da doch nur das Dummy-Paket installiert ist.
Nach einigen Stunden dämmert es, dass es so einfach offenbar nicht ist. Im Moment sehe ich noch keinen Stich und werde jetzt zum dritten Mal das Kapitel "TypoScript" lesen.

Allerdings faseln die schon wieder auf der dritten Seite was vom Objektbrowser, den ich einfach nicht sehe. Also muss man offenbar irgendwas vorher anlegen — ich weiß nur nicht was. Einen Hilferuf an die PHPUG ist schon abgesetzt…

Geht doch: mal eine Seite angelegt — und schon kommt der Browser. Plötzlich kann man feinen TypoScript eintippen. Wenn man mag.

Ein kleines Erfolgserlebnis muss auch mal sein: im Intranet der Eisberggruppe von Greenpeace gibt es jetzt eine neue Mediawikiextension. Spielend leicht kann man jetzt Googlemaps einbinden: Einfach
<googlemap gps="53.587;10.01" zoom="8"></googlemap>
eintragen und schon erscheint im Wiki ein Satellitenbild von Hamburg.

Heute hören die guten Nachrichten nicht auf so macht heute die ¬TAZ mit dem Trost auf »Scheiden tut nicht so weh«. Und meint eigentlich, dass die Folgen preiswerter werden. Denn die Scheidung kostet immer noch ca. 5000 EURO pro Nase — und getrennt muss man schon rechnen. Es sei denn, es wird eine ¬Mediatorin wird einbezogen, dann kommt man mit weniger als einem Tausender weg. Der Schreiber weiss, wovon er weise schreibt — schöne ¬Alliteration.

Überneulich begann das neue Semester, für die Sprachwissenschaft das Vorletzte.
Donnerstags ist nun Seminar "Vergleichende Linguistik". In dem Fach geht es im Vergleiche zwischen Sprachen auf phonetischen, grammatikalischen und semantischer Ebene. Eine recht junge Wissenschaft, die es seit den Siebzigern in der westlichen Welt gibt. Da hatte der Horenschreiber wohl einen sehr fortschrittlichen Sprachunterricht an der ¬Mathespezialklasse in Halle, wurde doch dort der Englischunterricht genau so abgehalten. Grammatikalische Phänomene wurden immer sprachvergleichend (Russsich/Französisch/Englisch) erklärt. Der Unterricht hatte als Basis IPA. Vorne hing immer eine IPA-Tafel mit dem englischen (bezifferten) Phonemsystem. Bei Auspracheproblemen mussten wir immer die Ziffern aufsagen, die den Phonemen entsprechen. Also besser geht es nicht! Wer hatte da das bessere Bildungssystem? Ist natürlich keine echte Frage, da doch die zwei Spezialklassen (Halle und Berlin) nicht Margot Honnecker und ihrem Volksbildungsministerium unterstanden. Als Wehrunterricht anlag, sagten unsere Lehrkräfte zu den Organen, dass sie diese wichtige Lebensphase in der Jugend selbst gestalten wollten. Also - wir haben nichts von vormilitärischer Ausbildung mitbekommen, das war gut getarnt.
Während der Frühjahrsmesse waren wir immer im erzgebirge zum Winterlage, weil unsere Internatszimmer für die Messe gebraucht wurden.
Die beste Szene, die noch erinnerlich ist, war folgende: in der Physikvorlesung, in der ich döste, wurde ich wach, sah an die Tafel und fand einen Fehler in einem Faltungsintegral. Während meines Sekundenschlafes hatten zwei Mitschüler das uch schon thematisiert. Davon konnte ich nichts wissen. Der Dozent, der ein Glasauge hatte, rastete völlig aus und riss mit einer unwirschen Bewegung seine brille aus dem Gesicht. Sie zerbrach und er setze sie tatsächlich halbiert auf. Das machte nichts, da vor dem Glasauge ja keine Optik nötig war. Überhaupt tränte das Glasauge häufig und der Lehrer hatte in den vielen Jahren eine gewisse artistische Schnelligkeit im Vorgang: "Brille runter, wischen, Brille drauf" entwickelt. Das ging fast unsichtbar man hörte nur immer das quieschende Geräusch, wenn das Glasauge gerieben wurde.
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Freitag, den 07.04.2006 [20:13]
TYPO3 - 8.Tag
Gerade als ich mich im ise-café bei mehreren Milchkaffees bis zum 4. Typo-Lehrfilm durchgekämpft habe, bemerke ich das Erscheinen der brandneuen Version 4.0.
Flugs das Paket gezogen und gleich mal das "Massenhoster"-Prinzip realisiert. Das heisst, das Source-Paket kommt eine Stufe höher und das kundenspezifische in das richtige Fach. Bis auf die üblichen Verdächtigen (Dateisystemzugriffsrechte) ging alles sofort glatt. Nun gibt es also eine leere Installation auf dem iBook. Jetzt kommt der Template Auto-Parser. Mit dem Plugin kann man supereinfach aus HTML-Dateien Templates bauen. Alle Blockelemente (div, span, td, p) erhalten eine css-id. Damit ist dann die Referenz zu TypoScript hergestellt.
Soweit die Theorie — in der Praxis kommt im Buch der Satz: "...gehen Sie in den Object Browser und ...". Ich sehe hier keinen Objektbrowser!
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Donnerstag, den 06.04.2006 [23:24]
TYPO3 - Siebenter Tag
Da hat sich in der PHPUGHH doch jemand gefunden, der Guru ist. Ein wichtiger Wissenzuwachs war die Erklärung, wie mehrere Kunden die gleiche Typo3 nutzen.
Die Lösung: Wenn alle Kunden ihre Dokumentenwurzeln unter /hausweb/ zu liegen haben, dann muss TYPO3s Quellenversion dort (quasi als n+1ter Kundee) ausgepackt werden.
Dann installiert man das Dummypaket in jedes Kundenverzeichnis und startet dort die Installroutine. Dadurch bekommt jeder Kunde eine eigene Adminoberfläche und Datenbank.

Andere Baustelle: dieser Blog soll einen Feed bekommen. Da er noch auf 1&1 läuft, kommt jetzt wieder das alte Problem: irgendwas pfuscht rein. In der .htacces steht

AddHandler x-mapp-php4 .rdf
AddType text/xml .pdf

Und siehe da — die rdf-datei wird zwar als PHP4 ausgeführt, aber es wird stumpf text/html als Header gesendet.

Nun läufts. Vielleicht liegts daran, dass ich die PHPUG gefragt habe. So eine Drohung hilft manchmal.
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Mittwoch, den 05.04.2006 [20:15]
TYPO3 - Sechster Tag
Heute war mal TYPO3-Pause. Ersatzweise wurde ein Mediawiki-Installation versucht. Und das, was vor 14 Tagen auf dem gleichen Rechner problemlos ging, ging plötzlich nicht mehr. Die Lösung: gerade gestern gab es eine neue Version, die zwingend InnoDB statt MyISAM nutzt. Also Betreiber von mySQL4.0 aufgepasst!
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Dienstag, den 04.04.2006 [21:07]
TYPO3 - Fünfter Tag
Heute waren die Videos dran. Sie sind ganz gut, um schnell mal sich einen Eindruck zu verschaffen. Abends trafen wir uns im Kick & Company in Altona zu einem spontanen Stammtisch zum Thema. Ein Mitkämpfer hat sich schon 14 Tage mit TYPO3 beschäftigt und hatte damit einen gewissen Vorsprung. So hatten fast alle was davon. Und es kamen ca. zehn Leute.

Stimme aus dem Netz zu mir: "...siehst Du richtig fertig, fett und dumm aus.". Soweit sind wir jetzt schon mit der Netzkutur. Kann ich ja froh sein, nicht mit Worten bedacht zu sein, die gestern gerade die Halbstarken der Rütlischule in die geilen Kameras gesagt habne.
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Montag, den 03.04.2006 [22:25]
TYPO3 - Vierter Tag:
Heute nichts im sine des CMS geschafft - aber schon vier Leute von der PHPUG Hamburg aktiviert, die am Thema interessiert sind.
Es gibt auch Sachen, die dringender als TYPO3 sind — tatsächlich. Beispielsweise Webseiten auf Barrierefreiheit umstellen. Leider gibt es da immer wieder Grenzen, wenn der Kunde seine Lieblingsschrift haben möchte und man damit gezwungen ist, vom hehren Weg abzuweichen. Aber selbst dafür gibt es ¬Lösungen. Es geht um grafische Textelemente (die Grafiker fordern), die ja eigentlich wegen SEO und AAA unmöglich sind. Der Trick ist grobgesagt der, dass die Grafik als Hintergrund eingeblendet wird und der Text als normaler Text, wobei er über CSS ausgeblendet wird. Dann sehen Suchmaschinen und Blinde den Kram textuell und der "Normalnutzer" sieht die gewünschte Grafik.
Nochmals das Thema TYP3 aufgreifend wünschte ich mir ein Buch, in dem einfach kochbuchartig ein "normales Projekt" abgebildet wird. Also ein Layout und ein Storyboard als Input und dann Schritt für Schritt zum Erfolg führen. Entweder habe ich so ein Buch noch nicht entdeckt oder sowas gibt es systembedingt nicht.
Was sollen die Affen? Gut, sie sind erstmal Deko. Sie sind im Leipziger Zoo im Pongoland aufgenommen. Sie strahlen viel Ruhe aus, aber auch Langeweile, als ob sie uns was sagen wollen.
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