Rainers Horen
Sonntag, den 16.04.2006 [08:28]
Der Segen aus Rom ist erteilt
und das Fußballgewinnspiel ist endgültig fertig und freigeschaltet. Nun gibt es keine interne Ausrede mehr, um mit Typo3 nicht fortzufahren. Doch — da ist noch etwas: morgen wird gegrillt und da müssen die ¬Rostbrätchen noch eingelegt werden. Es ist schon schwierig genug in Hamburg diese Fleischsorte zu kaufen. Hier heißt das wohl
„Nackenkarbonade“. Also diese Dinger werden geklopft, gesalzen, gepfeffert, gesenft und dann in eine Marinade aus Pilsner und Zwiebeln gelegt. Das wird wohl beim morgigen ¬Grillfest bei ¬Greenpeace etwas Widerspruch hervorrufen, aber dafür sollte die vielgepriesene Toleranz ausreichen genau das auszuhalten. „Tolerieren” heisst ja „Aushalten”.
Veit, der heute dreizehnjährige Sohn des Schreibers, hatte als ersten Berufswunsch das Bedürfnis, Bratwurstbrater an der B7 zu werden. Offenbar hat ihm dieser Job immens gefallen, da der Brater so exponiert im Mittelpunkt steht. Das menschliche Vorbild war ein offenbares Wendeopfer, das eigentlich immer auf dem verlassenen Parkplatz im Jenaer Mühltal stand und Reisende aber auch Touristenbusse bediente. Nun ist das so, dass man die Würste nicht zu lange grillen darf, ansonsten werden sie trocken. Kam aber ein vollbeladener Reisebus, dann warf er alte Würste wieder auf den Rost, was natürlich ein großer Frevel ist und nicht gerade zum positiven Ansehen des netten Ländchens zwischen Sachsen, Bayern und Hessen beiträgt.
Das sommerliche Grillen hat in Thüringen auch eine wichtige Funktion für junge Burschen. Man ist dann als Mann in der Sippe anerkannt, wenn man als Sprößling das Feuer anmachen darf. Es stellt gewissermassen einen ¬Initiationsritus dar. Es gibt wohl sehr erwachsene Söhne, die bis heute nicht die Oberhoheit über den Rost von ihrem Vater übertragen bekommen.

Typo3 - 11. Tag
Es scheint einfach zu sein. Das Modul template_autoparser installieren und dann das eigene, mit Identifikatoren ausgezeichnete Template dem Modul bekanntgeben und schon klappts mit der Nachbarin. Ich kann schon mal vorwegnehmen: so einfach ist es nicht. Die Fehlermeldung lautet: No template found!
17:58 Uhr die erste Seite! Sieht zwar ganz anders aus, aber schon mal ein Erfolg.
Alles klar - da fehlen die Assets im richtigen Pfad.
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Sonnabend, den 15.04.2006 [17:30]
normaler Samstag zwischen Karfreitag und Ostern
Die Bücherhalle am Hühnerposten macht wegen „Ostern“ geschlossen. Ein vorbeikommender Türke (politisch korrekt = „Deutscher mit türkischem Migrationshintergrund“) wusste mehr als wir — nämlich, dass Ostern am Montag ist. So deutlich war das unsereins nicht bewusst.
Der Matratzenverkäufer bei ¬Traumstation war überhaupt nicht auf die christlichen Festtage eingestellt. Er spulte munter seine ¬Schlaf- und Liegewissenschaft ab. In der Ecke stand beinahe drohend ein Plastikmodell eines Rückens. Das ist offenbar die letzte Waffe für Beratungsresistente so wie unsereins.
Plötzlich hätte ich ¬Probleme haben müssen, die ich vorher nicht hatte. Letztlich bin ich dann noch beschimpft worden und mir ist das ewige Fegefeuer angedroht worden, wenn ich nicht bald einsichtig werden. Kauft man nicht auch passende Schuhe in der richtigen Größe un dnicht irgendwelche? Das sind wirklich Argumente, die überzeugen.
Die ganze Zeit während des Monologes überlegt ich, was passieren würde, wenn ich mit dem Kunden so oberlehrerhaft umgehen würde.
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Freitag, den 14.04.2006 [11:34]
Karfreitag 2006
Eines hat der Karfreitag Gutes: es kommen im Fernsehen immer diese tollen Filme. Eigentlich möchte man ja den Frühling im Stadtpark oder in Planten Blomen begrüßen, aber da gibt es nun diese aufwendig gemachten Schmachtschinken. Auch die neue Infotaimentkultur macht vor diesem Tage nicht halt. Es wird stundenlang von ¬Kreuzigungsforschern berichtet, die mit modernsten Mitteln wier Infrarotkamera und Dehnungsmeßstreifen (OK das war alte Rechtschreibung, aber doch bessser lesbar als Messstriefen) überprüfen wolen, wie das damals auf Golgatha war. Wurden die Füße mit einem Nagel vorne oder beidseitig mit Riesenreißzwecken befestigt.
Selbst der Deutschlandfunkt bleibt im Thema lädt am Nachmittag den Kurator des Museums für Sepulkralkultur in Kassel ein und läßt über ¬Friedwald und ¬Ruheforst dozieren.
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Mittwoch, den 12.04.2006 [17:39]
Moin, heute mal kein Typo3. Soll nichts bedeuten. Das ¬Fussballgewinnspiel ist nun fast fertig. Fehlt noch das ganz Entscheidende: die Abfrage der Nutzerdaten. Das Projekt für den Golfverband neigt sich auch dem Ende zu. Da wird wieder das von mir entwickelte grafische Inputtool eingesetzt, wie es auch beider ¬Glockenseite eingesetzt wird. Ist schon ganz pfiffig: in einem stino Webformular kann der Nutzer ein- oder zweidimensional Parameter auswählen. Das erweitert die Funktionalität solcher Webformulare ungeheuer.

Heute begann der Vietnamischkurs, der die Sensibilität auf Tonalitäten verstärken soll. Ist kostet schon viel Konzentration, die Suprasegmentalia zu treffen. Es gab dann auch noch Diktate und Sprechübungen. Das Diktat war gleich in vietnamesischer Orthographie, zumal ja die IPA-Unterstützung für Tonalitäten nur fragmentarisch ist. Leider sind die Tonauszeichnungen nicht kompatibel zu Pinyin des Chinesischen. Ist schon deswegen, weil es im Vietnamesichen wesentlich mehr Töne als im Mandarin gibt. Letzteres ist ja eine reine Kontursprache, während es im Vietnamesichen auch Register gibt.
ma - gleichbleibend hoch
má - ansteigender Ton
mà - fallender, tiefer Ton
m? - leicht fallender Ton, der "knarzt"
mả - tiefer, steigender Ton
Am schwierigsten war der fünfte Ton, der bedarf voller Konzentration. Wille Brandt sprach so. Man nennt es phonetisch »Glottarisierung«. Diese Knartz laute gibt es übrigens auch im Dänischen und heißt dort "Stød".
Wie kommen die lustigen Zeichen ins Web?
Also, entweder man nutzt einen Unicode-Editor wie beispielsweise TextWrangler auf dem Apple oder man nutzt eine Unicodetabelle und schreibt für den 4. Ton: ả und auch dem Schirm erscheint ả.
Flash wird benötigt!
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Montag, den 10.04.2006 [21:34]
Kleine Sünden bestraft der Herr sofort: Für einen Kunden wollte ich mir die Mühe eines eigenen Webfrontends sparen und habe mir die Texte zuschicken lassen. Nun sind sie weder UTF8 noch Latin1. Da der Kunde Word nutzt, wird es also UTF16 sein. Jedenfalls hat sich das Problem mit den Mac-Bordmitteln (BBedit) lösen lassen — hat aber trotzdem 15 ungeplante Minuten gekostet.
Dafür war der Rest dank Objektorientierung und Sessionverwaltung rasch durch. Nun geht es um die Heirat mit der Grafik.
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