Rainers Horen
Sonntag, den 30.04.2006 [23:33]
Walpurgis 2006
In Jena wird es heute wieder hoch hergehen. In den thüringer ¬Gauen wird heute Abend wieder legal der Gartenabfall verbrannt, der noch vom Herbst übrig ist. Im alten Regime gab es da keine Beschränkungen – gleich nach der „Wende” kam dann das Verbot. Ein Schrei der Empörung ließ die Ausnahmeregelung entstehen, dass zu kultischen Zwecken das doch erlaubt ist. Plötzlich gab es viele Heiden…
Letztes Jahr am frühen Abend auf dem Westbahnhof ankommend brannte lichterloh auf der Zeiss-Poliklinik-Kreuzung ein Auto. Ich dachte wirklich, das gehört zum Kult – aber es war wohl doch ein Autounfall, der dann am 2. Mai in der Zeitung stand. Also doch kein kultisches Autoverbrennen!
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Freitag, den 28.04.2006 [16:51]
Typo3 - noch ein Tag
Bevor wieder Typo3 gelernt wurde, hatte ich die wunderschöne Aufgabe ein ¬Wiki zu installieren. Nach einigen Anfangsproblemen (uralte mySQL-Version) lief alles wie geschmiert. Diesmal ist das Thema das ¬Schicksal der gefiederten Kreatur, die uns regelmäßig Frühstückseier beschert. Udo Pollmer hat da auch so seine Meinung. Das heutige Klangarchiv klärt darüber auf, ob Stalleier schlechter als Freilandeier sind.

Die gestrige Mailingaktion hatte noch das Nachspiel, dass ein Empfänger behauptete, wir verschickten Trojaner. Nette Meinung. Nach Nachfrage konnte er unsere Mail nicht lesen – alles wäre „zerschossen” und überhaupt wäre ab dem Zeitpunkt alles auf dem PC zerschosen. Vielleicht funktioniert ja die Kaffeemaschine nicht mehr. Jedenfalls ist für Nutzer der Software aus Redmont alles möglich. Vielleicht kaufen die mal ein Fahrrad und drei Tage später bekommen sie Durchfall und denken da an einen Zusammenhang.

Das heutige Hebräischseminar hat wieder mal die Sinnfreiheit deutschen Studiums vpr die Augen geführt. Da sitzen nun zwei Dutzend blutjunge Maiden im stickigen Seminarraum und buchstabieren die ersten Zeilen der Genesis: ??????? ????? ?????? (am Angang schuf Gott…), mit der Hausaufgabe, das bis nächste Woche auswendig zu lernen. Il professore konnte sogar ein Beispiel nennen, wo die ¬Kenntnis dieser ersten Zeile hilfreich sein kann.

Was Typo3 betrifft, bin ich heute weit über das Lernziel hinausgeschossen. Nun wissen wir, wie Navigationen automatisch aus dem Backend gesteuert werden könne. In TypoScript gibt es ein Objekt HMENU, deren Elemente wie beispilesweise ACTIV man css-Klassen zuweisen kann. Das Geniale ist nun die Möglichkeit rein über die externen Stylesheets das Navigationsmenü beeinflussen zu können. Das ist also im Kasten. Wie ist es nun möglich, Inhalt einzupflegen? Laut Typo3-Fibel brauchts nun die Extension „css_styled_content”. Damit ist es nun möglich (ähnlich wie bei dem Navimenü) mit CSS das komlette Rendering der Inhaltselemente zu steuern. Die Installation des Modules war jetzt wirklich leicht. Jetzt noch die Bearbeitung des Template-Records. Ist echt schwierig, da der versprochene link nicht auffindbar ist. Im Template-Modul soll es was geben wie „edit whole template record”. Nun doch gefunden – es ist eben hilfreich über die ganze Fläche zu gehen und auf das Händchen zu achten. Sind wir schon auf Seite 41 der Fibel.
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Donnerstag, den 27.04.2006 [22:07]
Der tägliche Radweg ins Büro führt mich durch die Hohe Weide, vorbei an der polizeilichen Bewachung. Dort steht am Giebel der ¬Synagoge:
????????????? ???????? ?????? ??? ??????? .
Lange grübelte ich – im letzten Hebräischseminar kam die Klärung. Ohne Vokalisierung ist es halt schwierig. Nun ist es klar: „Es sei Friede im Haus und innerhalb der Stadtmauern” – also segnen die Hamburger Juden ihre Stadt. Ist doch ein feiner Zug.
Was soll das mit dem grillenden Horisten? Es ist der Abschluss des ¬DC-Test. Das Profil Malamud mit dem Photo eines tollen Mannes, der aus der TV-Werbung zu entsteigen scheint, brachte über zwanzig spontane Zuschriften, die voller Begehrlichkeiten waren. OK. Nun ist gibt es das Grillerbild und ein neuer Name. Also bisher scheint das niemandem zu interessieren – also nicht so wie letzten Freitag, als nach der Profilfreigabe innerhalb einer Minute drei Frauenzimmer anbissen. Wie soll man da als ¬Mann Respekt vor dem weiblichen Geschlecht erlangen? Sind die nur alle so ¬flach in ihrem Geiste und gehen nur nach einem schönen Bild? Oder ist das allgemeineres Problem?
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Mittwoch, den 26.04.2006 [17:04]
Mittwoch ist immer der Tag der Technik. Da wird also besprochen, wie der Schall in der Kehle physikalisch entsteht und sich auch mal das Spektrogramm angeschaut. Das ist so ein Ding wir hier daneben. Vielleicht sollte man mal so was zum Phonemlernen einsetzen. Links ist das Sollspektrogramm und im rechten Fenster die aktuelle Mikrofonaufnahme. Dann wäre es möglich, über Biorückkopplung die Aussprache im Selbststudium zu verbessern. Heute - während des Vietnamesischseminars - wäre es sehr nützlich gewesen. Im Vietnamesischen gibt es drei ungerundete, hintere Vokale, die es in europäischen Sprachen selten gibt und die deshalb große Problem bereiten. Es sind dies [?], [?] und [?], die in der Orthographie als ? , ? und â geschrieben werden. Für die Ausprache des letzten Vokales haben Sachsen und Sprecher des Zentralthüringischen eine echten Wettbewerbsvorteil, weil dort der a-Laut so realisiert wird. Lautsprecheransage im Jenaer Westbahnhof: „je:n? je:n? a?ng?f?n? ind???o f?:d…”
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Dienstag, den 25.04.2006 [16:48]
Viel Spaß gab es heute beim Tonsprachenseminar mit unserer chinesischen Kommilitonin, die einfach nur mal verschieden Silben vorsprechen sollte und wir sollten das mitschreiben. Am Anfang wackelte sie mit dem Kopf, dann ruderte sie mit den Armen – schließlich hüpfte sie die ganze Strecke vor der Tafel. Der akustische Eindruck hier unten im Tonarchiv: (Man hört auch unter welchen unsäglichen Bedingungen die Linguisten in Hamburg arbeiten müssen)
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Montag, den 24.04.2006 [16:46]
Geburtstage und speziell ihre unvermeidlichen Feiern – besonders anregend sind sie, wenn man nur das ¬Geburtstagskind kennt. Leider kann man nicht unbemerkt photographieren – soundscapen schon, wie unser Tonarchiv beweist. Das beste Bild waren zwei etwas mollige Zeitgenossen. Sie hatte den ganzen Abend ihre linke Hand auf seiner Innenseite seines Oberschenkels beziehungsweise in seinem Schritt und er simste selbstvergessen mit seinem goldberändertem Händi.
Ist das die ¬Leitkultur?
Auch ¬Telepolis hat sich wieder mal des Themas der Zeitschelte angenommen.

Schade ist schon „dass fast 5 Mio. Leute beim Exportweltmeister keine Arbeit haben und damit ihre Familien und Kinder bis auf Bußgottesdienste und ¬9Live-Gucken vom gesellschaftlichen Leben in unserer abendländisch-christlich-deutschen Wertegemeinschaft ausgeschlossen bleiben … Für dieses Ziel lässt man sich die politische Agenda gerne von ein paar durchgeknallten ¬Hauptschülern diktieren, die mit Schlagringen in der Luft herumwedeln und in die Kameras rappen: 'Respekt. Ich fick deine Mutter.'”

Apropos Mutter: Hier kann man von ¬Ana Arakeljan lernen, was wir als Männer immer falsch sprechen. Ist es nicht grausam, wenn wir immer noch „Opfer, Häftling, Flüchtling oder Vorbild” sagen und damit unserer Männerzentriert apostrophieren. Ich glaube die Welt wäre gerettet, wenn wir alle die richtigen Worte verwenden. Bei Hannes Zerbes Blechband gab es mal ein vertontes Lied. Das so oder ähnlich: Schlachtet alle Häßlichen und die Welt wird schön, schlachtet alle Dummen und die Welt wird schlau, usw. Scheint wir eine verbreitete Meinung zu sein. Hat ja auch schon Eric Bern in seiner Transaktionsanalyse thematisiert. Er prägte den Sätze: Ich bin OK und Du bist nicht OK. Das führt zu Narzissmus und mannchmal zu Schlimmerem. Oder Ich bin nicht OK, Du bist OK. Das scheint eine Einstellung vieler Weltretter zu sein. Hörte ich doch neulich im Chat: Die Menschen sind Scheiße. Ok, das Sprachniveau ist etwas ¬parterre, aber es zeigt eine ¬bedrohliche Tendenz. Da hilft auch kein ¬Licht mehr im Darm mehr.
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