Rainers Horen
Sonntag, den 07.05.2006 [14:13]
Welt-Lachtag
Mit dieser Ansage meldete sich heute früh das Deuschlandradio zu Wort. Näher ist das nicht themamtisiert worden. Offenbar geht es nicht um Lächeln, sondern mehr um das befreiende, fast schon ¬therapeutische Lachen, für das es in Ottensen tatsächlich Kursangebote gibt. Armes Hamburg?!
Gestern im ¬Schumachers gab es wieder viel zu lachen und zu lernen. Unfreiwilig wird man dort mitunter Ohrenzeuge von geäußerten Gedanken von beispielsweise Frauen, wie sie über Partnerwahl und angrenzende Themen doziere. Schon das lohnt die Radfahrt in den Stadtpark. Die gestrige Dozentin (nennen wir sie mal die Sozialpädagogin Siegmunda) verdeutlichte ihre persönliche Heransgehensweise, die (O-Ton) eine reine Kopfentscheidung ist. Das sei ein guter Selbstschutz vor negativen Erfahrungen. — offenbar vor jedweden Erfahrungen.
Der arme Kerl, der gegennüber saß! Er hörte sich alles geduldig an und dachte sich sicher sein Teil. Ob er Schmidbauers ”Angst vor Nähe” kennt? Die Dame scheint diesem Buch direkt entsprungen zu sein. Schreibt er doch, dass gerade Angehöriger sozialpädagogischer Berufe große Probleme bei der „Partnerwahl” haben. Thema ist bei ihm wohl der überoptimale Partner, der von Authentizität strotzt. Danach in der Problemskala sind bei ihm die ¬Orthorexer – also überwiegend Frauen, die genau wissen, wie man/frau sich richtig ernährt und nun missionarisch die Welt retten wollen. Man muss ja sagen, dass in Internet-Liebesbörsen überproportional viele Angehöriger solcher Berufsgruppen bzw. Krankheitsbilder anzutreffen sind.

Die heutige Abschiedsmusik ist eine ADD-Aufnahme unseres Umzugssymphoniums. Das ist so eine flache, quadratische Kiste, in die man Blechscheiben einlegen kann. Oben ist eine kleine messingne Kurbel und schon hat man die Urform des iPods – Musik für unterwegs. Warum „Umzugs-Symphonium”? Nach jedem Umzug der Familie wurde nach getaner Arbeit sich auf einen Sessel oder Stuhl gesetzt und eine Musi aufgespielt. Dann muss das musikalische Kästchen schon eine weite Reise seit ca. 1880 mitgemacht haben, war also schon in Jena ? ¬Cincinnati ? Jena ? ¬Steinach ? ¬Lauscha ? Saalfeld ? Jena ? Hannover ? Hamburg.
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Donnerstag, den 04.05.2006 [11:55]
Was nun das Typo-Projekt betrifft, ist das Pilot gut auszuwählen. Das mit den Zuckerhunden entfällt ja nun.
Leider sind von Greenpeace weder Grafiken noch ein Drehbuch verfügbar.
Dann darf also Rainer wieder einmal selbst Hand anlegen. Eine Ideenvorschau liegt ja schon vor, so dass es schon eine Idee gibt. Im Kopf soll symbolisch die Floßstrecke dargestellt sein. Das ist schon mal ein Anfang.
Der Eisblock wandert dann täglich von Links nach Rechts. Sollte er für unsere Bürger mit mittelmeeranrainerischem Migrationshintergrund von rechts nach Links schippern?

Es ist schon sehr entspannend, mit dem iBook bei Schumacher im Stadtpark zu sitzen und das Leben an sich vorbeirauschen zu lassen. Im Klangarchiv ein Eindruck.

Heute wurde bei Fix die Sessionverwaltung auf PHP-Sessioncookies umgestellt. Dank des genialen Programmierstils ging das sehr rasch und schmerzfrei vonstatten. Es mussten lediglich wenige Zeilen ausgetauscht werden. Leider war die Kompilation der ¬swftools nicht so schmerzarm, da irgendein Konflikt beim Kompilieren der benötigten Library 'avifiles' misslang. Solche Meldungen wie „The most common case: Some users seems to be downgrading their compiler without thinking about consequencies...” sind dann nicht allzu hilfreich — es sei denn man beschäftige sich ausschließlich mit Sysadmin.

Eine kleine Neuerung in diesen Horen: IPA-Sequenzen werden sicherer dargestellt. Das heisst, IPA-Sequenzen werden mit einer anderen Schrift wiedergegeben als der Resttext. Falls man die Zeichenketten in <ipa>-Klammern einschließt. dann werden nämlich über Stylesheets andere Schriftfamilien eingebunden. Die Idee ist ein wenig von Wikipedia geklaut.

Gerade fällt der Satz: „Die Anglisierung der Welt führt zur Diskriminierung der Sprachen und zu einem Feierabenddialekt.”. Aber auch das Englisch leidet unter dieser Vereinfachung. Es stellt sich die Frage, ob das nicht auch das Denken beeinflusst, da es doch die enge Verzahnung zwischen Denken und Sprache gibt. Das Euroenglisch, wie es in multinationalen Firmen und Behörden gesprochen wird, ist eben doch nur Pidgin, da ein Nichtmuttersprachler nicht die stilistische und lexigraphische Vielfalt zur Verfügung hat. Im Deutschen hat sich unter Neuländern der Begriff „Kaputtdeutsch” eingebürgert.
Das klingt dann so wie: „Du fikken mein schwester, du scheise, holen grose bruder - hauen in fresse.”.

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Mittwoch, den 03.05.2006 [11:38]
Typo3 - 16.Tag
Wie hieß das Gedicht vom Arbeiterdichter Otto Schramm: „Sonne lacht – Sowjetmacht.” — jedenfalls war das heute der erste Sonnentag in Hamburg. Also Sportcheckliegestuihl raus und sich im Garten die Typofibel vornehmen. Scheint jetzt alles klar zu sein und das erste Projekt kann starten. Eigene Extension lassen wir mal später auf uns zukommen.

Heute nun die Konsonanten im Vietnamesischen. Die stimmhaften Plosive sind tatsächlich voll stimmhaft - also nicht nur eine Lenisierung wie vielleicht im Sächsischen.
Es gibt alles in dieser Sprache quasi alle Varianten [da d?a ta t?a]. Im Mandarin (Standartchinesisch) beispielsweise gibt es nur den Unterschied zwischen aspiriert und unaspiriert.
Ach: es gibt auch noch retroflexe (?) und palatale (?) Konsonanten. Genauer gesagt, es gibt jeweils einen. Also der Palatale fast wie im Ungarischen und der Retroflexe wie in vielen indischen Sprachen. Es sind die Laute, die man oft im Balutshistan hört. Ein Blick zur ¬Wikipedia zeigt dessen Unvollkommenheit. Dort sind diese Konsonanten völlig falsch beschrieben. Die Aussprache von <ch> wird nicht als [c], sondern als [t?] wiedergeben.
Ok, wenn man also sagt dieser Laut klingt so wie im deutschen Worte <Rutsche>, dann ist das schon gewissermaßen richtig: es ist dann die Art, wie phonetisch ungeschulte Vietnamesen das deutsche Wort <Rutsche> aussprechen würden.
Diesen Laut gibt es nicht im Entferntesten bei den Teutonen. Die nächstliegende europäische Sprache, in der der stimmlose palatale Plosive vorkommt, wäre Ungarisch. So entstehen Missverständnisse bei der Völkerverständigung und dann klapps auch nicht mit dem Nachbarn.

Nächste Woche wird Südostasien verlassen und es beginnt das Seminar in Hausa, einer Handelssprache in West-Zentral-Afrika.

Im heutigen Klangarchiv residieren Telefonanrufe, die schwyzer Bauern bei einer Grünen Aktion hinterlassen haben, um ihrem Unmut Raum zu geben.
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