Rainers Horen
Sonntag, den 18.06.2006 [23:48]
Die Straßen gehören uns – na ganz so war es nicht. Zumindest war die Köhlbrandbrücke halbseitig gesperrt und es war schon ein besonderes Erlebnis über dieses Wahrzeichen von Hamburg zu fahren. Überhaupt war es mal aufschlussreich, wer sich alles Radler nennt. Ist schon ein buntes Völkchen. Da gibt es die Spannweite vom braven Hollandradfahrer mit Ständer bis zum neonbekleideten, stromlinienförmigen, behelmten Freak. Dann gab es noch die attac-Leute, die gut beschildert, gerne mit Polizisten diskutierten.
Als kleines Bonbon wurde ein Betrunkener gesichtet, der, mit einem halbvollen Bierglas bewaffnet, plötzlich bei den Landungsbrücken lächelnd in den Fluten der Elbe versinkt. Ist die Welt nicht schön! Da stören auch nicht die Männer, die Straßenpizzen generierend über die Reeperbahn torkeln. Nur gut, dass Penny während der tollen Tage täglich von 7:00 bis 24:00 Uhr geöffnet hat und für Nachschub sorgt.
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Sonnabend, den 17.06.2006 [23:27]
Es gibt so Schrecksekunden im Leben: gestern Nacht auf einen kurzen Sprung ins ¬Edenhall bricht der Wohnungschlüssel ab und in der verwirrten Hand verbleibt der Schlüsselgriff und der Bart steckt.
Klar: es ist kalt, nur ein dünnes Hemd an, das Händy in der Wohnung und was noch schlimmer ist, das: das iBook ist im bezahlten Netz und kostet 60¢ pro Stunde. Das Schlimmste trat nicht ein, da der Mac vom Stromnetzt getrennt war und daher nach einiger Zeit offenbar offline ging…
Außerdem hat der Schlüsseldienst um die Ecke nichts verdient: der polytechnisch Gebildete nimmt einen fetten Schlitzschraubenzieherschlüssel und dreht heute morgen einfach auf. Da der Schlüssel nicht bündig abbracht, war noch genügend Platz, um das nötige Drehmoment zu übertragen – und schwupps war die Türe auf und es kann weiter im Text gehen.

Das von der Webmasterei gebaute MuLi*CMS-Redaktionssystem wird ständig weitereintwickelt. Klar, es gibt immer wieder neue Wünsche. Ein (Irr-)Weg war mal die wysiwig-Funktionalität. Das heißt, die Texte können wie im unseeligen M$-Word mit Formatierungen (Textgröße, - farbe und -style) geändert werden. Es gibt Kunden, die drängen da sehr, aber nach einer gewissen Lernzeit kommt das Einsehen.
In einem Redaktionssystem soll eben Text und Layout getrennt sein. Nur so ist eine zentrale Steuerung des Erscheinungsbildes möglich. Möchte der Webseitenbetreiber beispielsweise später einmal Texthervorhebungen nicht mehr fett sonder eben mit roten Glyphen hervorheben, dann müsste er (wenn wir dem kindischen Drängen nachgäben) an tausenden Stellen Formatierungen ändern.

Nun ist ein Mittelweg zwischen rohem Text und „gemalter” Schrift möglich: die Wikitechnik. Da wird mit minimalistischer Kodierung die Möglichkeit eröffnet, doch vieles zu gestalten.

Jetzt kommt das Beste: die Klassen sind über ¬PEAR beziehbar. Es gibt eine Basisklasse Text_Wiki. Sie bildet quasi das Grundgerüst. Nach Einsatz dieser Klasse kann dann nach Wunsch der Text nach BBCode, Cowiki, Dokuwiki, Mediawiki oder Tikiwiki gerendert werden. Text_Wiki, was auch gut dokumentiert ist, generiert aus dem Rohtext XHTML. Daraus bauen dann die entsprechenden Subklassen den HTML-Code. Das ist ein tolles Konzept, da damit auch leicht Erweiterungen möglich sind. Leider ist bisher keine Doku oder ein Beispiel für Text_Wiki_Mediawiki auffindbar.

Der nachbarschaftliche Biologe ruft nach Hilfe. Er möchte sein Notebook mit ins Netz zu hiefen. Ging natürlich. Jetzt soll das Notebook auf einen Transferordner auf dem Hauptrechner zugreifen. Peng! Die Norton-„Firewall” schlägt zu. Prima an dem Produkt ist, daß man das IP-Filter nur generell abschalten kann. Also muss wohl doch das kostenlose ZoneAlarm herhalten…

Es geschehen schon seltsame Dinge: heute bei der Fahrt durch den Mühlenkamp kamen innerhalb kurzer Zeit sieben Leute mit Toilettenpapier in der Hand tragend entgegen.
Da ergeben sich verschiedene Erklärungsmodelle. Einer wäre Zufall. Ok, kann sein. Dann wäre die selektive Wahrnehmung, ein Sonderangebot bei Budni oder eben doch das ¬morphogenetische Feld, eine Art von ¬Äther, der alles durchdringt und die Menschen dazu motiviert, Unmengen von Klopapier zu horten. Kommt eine Durchfallwelle auf Deutschland zu?
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Donnerstag, den 15.06.2006 [16:44]
„Vom Turm des Michels aus habe ich gesehen wie riesig Hamburg ist. Das hätte ich nie gedacht.”. Das legte gestern die MOPO einer begeisterten Hamburgbesucherin, Keiko Kazamaki aus ¬Saitama, in den Mund. Da stutzt doch schon er Laie, schon weil es in diesem Blättchen steht und überhaupt. Näheres Hindenken lässt Zweifel aufkommen und an fernöstliche Strategeme denken. Da fällt uns doch ein: „Den Dolch im Gewande verbergen.”.?Immerhin ist Saitama (?????) selbst eine Millionenstadt und liegt nur 15 Minuten von Tokio entfernt. Lebt man also quasi in der größten Stadt der bekannten Welt, was kann dann eine Japanerin noch erschüttern, kann dann Hamburg noch riesig erscheinen?

Auch der Herr Stoiber, der heute im Klangarchiv in einer historischen Aufnahme für den transrapidischen Flughafenanschluß für München wirbt, setzt (unbewußt?) Strategeme ein. Es scheint eine Mischung aus:
(7) einen dürren Baum mit Blüten schmücken,
(21) die Zikade entschlüpft ihrer goldglänzenden Hülle und
(27) sich selber tölpelhaft darstellen
zu

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Mittwoch, den 14.06.2006 [11:35]
„Muss nur alles so kompliziert sein?” -
schallt es vom Nachbartisch aus den Mündern zweier Frauenzimmern, die sich gerade ihr Leid klagen.
Es ist anzunehmen, dass es um die Liebe geht.
Offenbar ist das ein globales Problem – zumindest was Hamburg betrifft.
Leider dringt nun bis auf dem Seufzer nichts weiter rüber. Es wäre mal schön zu erfahren, was noch so geht. Ein kurzer Blick in die Runde im Schumachers: acht Frauenrunden, zwei Liebespaare, ein Männerpaar und der einsame Horist. Liegt wohl an er Besonderheit dieses Abends, an dem Deutschland einen Kampf mit Polen austrägt.
Muß man sich Gedanken um den Fortbestand der Hamburger machen? Es ist schon erstaunlich, wie viel mehr über Beziehungen gequatscht als ausgelebt werden.
Hamburg sollja die Stadt mit der höchsten Psychologen- und Singledichte zu sein. Was ist das wohl die Ursache und was ist die Wirkung? Jedenfalls gilt immer noch der Spruch: „ Viel Arzt, viel Fehl.”

Heute also begann der kleine Japanischkurs bei Katja Himstedt. Als Einführung gab es die fünf Vokale:
? [k?i] Baum
? [ke] Haar
? [ka] Mücke
? [ko?] Kind
? [ku??] Phrase
a und i sind wie im Standarddeutschen, o und e sind öffener und das u ist ungerundet, fast wie im Vietnamesischen. Witzig war die Erkenntnis, dass viele japanische Lehnworte (Nippon, Futon, Toyota, Sushi, Okinawa und Origami) im Deutschen völlig verstümmelt ausgesprochen werden. Das wird neben dem anderen Lautsystem auch an dem Hepburn-System liegen. Dieses System zur Darstellung des Japanischen mit lateinischen Buchstaben ist schon sehr alt und phonologisch nicht ganz stimmig Da es eine Transliteration (buchstabentreu) ist, werden Allophonien nicht beachtet. Beispielsweise wird der H-Laut in Abhängigkeit vom Folgevokal auf drei verschiedene Arten lautiert. Es ist jedenfalls ein weites Feld.
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Dienstag, den 13.06.2006 [14:02]
Auch wir wachsen mit den Aufgaben. Ein Begräbnisinstitut aus Hamburg möchte dynamisch PDFs mit der ¬pdflib von Thomas Merz bauen. Die Herausforderung besteht nun im Einbau der PDF-Funktionalität in ein vorhandenes PHP5. Klingt einfach.
Es gibt da laut der Merzschen Webseite zwei Möglichkeiten.
1. Das PHP5 unangefasst lassen und in der php.ini eintragen „extension=pdf.so”. Vorher muss man natürlich das Shared Object besorgen und hinkopieren. Sollte gehen. Wird allerdings nicht gefunden.
2. Das PHP neu bauen und den PDF-Teil hinzufügen. Dafür muss man zuerst ein fertiges ¬ runterladen. In den Paket gibt es eine Pfad /bind/c, den man im configure angibt. Zusätzlich sollte man noch in der php-Source im Pfad ext das Verzeichnis pdf anlegen und dort die PECL-Sachen hineinkopieren. Dann der übliche Weg configure;make install;/etc/int.d/httpd2 restart. Et voilà - wird nicht gefunden.
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