Rainers Horen
Sonntag, den 25.06.2006 [20:35]
Der gestrige Nachmittag war wieder ein großer Erfolg für unsere fußballspielenden Racker. Zum erstenmal vernahm ich, wie Fans in der Schanzen-Kneipe (Pamukkale) unsere Hymne mitsangen. Noch etwas holprig und die falsche Strophe – aber die WM ist ja wohl auch noch nicht zu Ende.

Das Theaterspielplanprojekt ist doch komplexer als es den ersten Anschein hatte. Mittlerweile brauchts schon 16 SQL-Tabellen, um das Phänomen des Spielplans abzubilden. An ein Ticketsystem ist da noch nicht gedacht…
In solchen Verwaltungssystemen gelten etwas andere Gestaltungsprinzipien als auf öffentlichen Präsentationen. Da muss es sich möglichst wie eine Desktopanwendung „anfühlen”
Der konsequente Weg wäre ¬Ajax. Aber wie das immer so ist, besteht so eine gewisse Scheu vor neuen Paketen.
Damals beim Heise-Verlag als ¬c't-Webmaster (ganz nach unter scrollen) war der Umstieg von C auf Perl auch so ein Kampf mit sich selbst. Als der Geschäftsführer ein Perl-Buch auf meinen Schreibtisch legte, war das mehr als ein Wink mit dem Zaunspfahl. Seit dem Tag war ich Perl-Freund, einfach weil ich mich viel mehr auf inhaltliche
Probeme stürzen konnte und nicht ewig mit der Speicherverwaltung wie unter C beschäftigt war.
Diesmal ist der Leidensdruck noch nicht groß genug und außerdem gibt es enormen Zeitdruck, so dass wir uns mal die ¬Dynamischen Optionslisten reinziehen werden.
Wozu braucht mna das? In dem Formular, was den Spielplan baut, muss zu jeder Veranstaltung ein Spielort und das zugehörige Preisschema ausgewählt werden. Die Liste der Preisschemata muss sich also in Abhängigkeit der Wahl des Spielortes verändern.
Daß solche einfachen Tricks fast 600 Javascriptzeilen verbrauchen müssen, ist schon verwunderlich. Ein ähnliches Darstellungsproblem sind die ¬Multilisten, bei denen man zwischen zwei Listen hin- und herschieben kann. Eine Anwendung fällt uns da bestimmt auch noch ein.
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Freitag, den 23.06.2006 [11:38]
Da wohnt man nun seit Jahren in Hamburg und wusste bisher nichts von der Weltmarktführerschaft einer Hamburger Firma, die in Bergedorf Cigarettenmaschinen herstellt.
Seit uns heute Vormittag der angehende Wirtschaftsingenieur André unter der Ägide seines Ausbildungsleiters, des Herrn Schlicht, multimedial aufgeklärt haben, wissen wir es.
Wie wir in einem teuer aussehnden Imagefilm (Damenmodell schiebt sinnlich die lasernen Firmenringe zusammen) und in der obligatorischen Kraftpunktvorführung erfuhren, gelten auch bei der Hauni die üblichen Prinzipien der Selbstdarstellung. Anders als vielleicht in anderen Firmen wird hier ein globaler Zukunftsmarkt mit
gemeinsamer Innovationskraft bearbeitet. Es gilt der Grundsatz, dass hier innovative Technik für Menschen, in höchster Güte, mit fähigen Mitarbeiter, für leistungsbereite Menschen wirkt. Selbstverständlich bestimmen die
Zukunftstrategien der Kunden das Handeln der Firma. Man versteht sich als Partner der Tabakindustrie…

Nun aber genug der goldenen Worte.
Spannend wurde es, als wir auf das Thema der gesünderen Cigarette kamen. Es ist schon erstaunlich, zu welchen akrobatischen Leistungen das menschliche Gehirn fähig ist! Der geniale Erfinder und Firmengründer Körber, der übrigens die Filterzigarette und andere Segnungen für die Menschheit erfand, grübelte und grübelt ständig darüber, wie die Cigaretten noch gesünder werden könnten. So gibt es bald Merlin, den Multisegmentfilter. Das ist eine ganze Batterie von Spezialfiltern, die ganz gezielt eventuelle Schadstoffe (und leider auch Aroma) dem Raucher vorenthält – allerdings nicht dem Passivraucher. Seit einiger Zeit werden in den Korpus des Glimmstängels zig Löcher per Laser eingebrannt. Der paffende Genießer atmet also weniger Rauch sondern mehr frische Luft ein. Als netter Nebeneffekt sinkt die Brenntemperatur und damit steigt dramatisch die Gefährlichkeit der Schadstoffe.
Außerdem messen die Rauchmaschinen, die den Gehalt an Schadstoffen messen, wesentlich weniger. Und: der Raucher saugt instinktiv mehr und raucht eben mehr Glimmstängel, was Beides der Meßautomat nicht tut. Ein Schalk, der Böses dabei denkt.

Es gibt aber auch gute Nachrichten:
vor einigen Jahren wurde der Tabalgehalt auf 80% gesenkt. Der Tabak wird einfach „aufgeschäumz” und erzeugt damit mehr Volumen – natürlich alles nur, um den Raucher zu einem gesunden, langen Leben zu verhelfen.

Es fiehl auch das Wort Raucherdiskriminierung. Jetzt war es raus. Was ist darauf noch zu sagen?

Aus technischer Sicht kann es schon faszinieren: immerhin spuckt die Protos 16.000 Cigaretten pro Minute aus. Das heisst im Umkehrschluss, dass die Herstellung einer Cigarette 5 ms benötigt – also pro Sekunde kommen zehn Genießer-Schachteln aus der Maschine.

Natürlich müssen die Maschinen justiert und getestet werden. Wir durften dabei sein: Faszinierend für einen problembewußten Ingenieur ist die Flexibilität der Geschwindigkeit. Die Protos könnte innerhalb einer Sekunde auf doppelt Geschwindigkeit beschleunigen.

Apropos Test: da muss nun echter Tabak verwendet werden. Der Kram wird vorher und und vor der beaufsichtigen, für Raucher schmerzlichen Vernichtung ausgewogem – und wehe, da fehlt was! Deshalb sind überall die Verbotsschilder des Zollamtes angebracht.
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Donnerstag, den 22.06.2006 [22:57]
Subalterne „beschwerten” sich ob der Tatsache, dass es hier Inhaltlöcher gäbe. Mag schon sein. Ist es nicht ein gutes Zeichen, keine Zeit zu haben? Gut bleibt es wohl nur, wenn es zeitlich beschränkt ist.
Zur (Fifa-WM-)Zeit ist es schon klar. Es gibt Wichtigeres, als ich hier auszulassen. Die unmittelbare Nähe zu einem der Brennpunkte des Fußballenthusiasmus, nämlich der Sternschanze, kann schon gut ablenken.
Was da alles so geht: Es scheint jeden Tag heftiger zu werden.
Nun gibt es aber auch konstruktive Ablenkungen. Das können auch mal neue Aufträge sein.
So richtig Spaß macht eine Sache für ein Hamburger Theaterhaus. Da macht es wirklich Laune, das sogenannte Programmieren. Es geht um eine Intranet/Internet-Lösung zu Verwaltung des Spielplanes, der Stücke, Aufführungen, Spielorte, Preise, Beteiligten usw.
Parallel dazu noch ein Projekt für das Hamburger Bestattungswesen und für eine alten Seebären, der sich als Nautiker und als Buddelschiff- und Weinverkäufer verkaufen möchte…
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