Rainers Horen
Sonnabend, den 01.07.2006 [21:33]
Grandioses Wetter für einen Radausflug mit dem Hamburger ADFC. Vierzig Kilometer sind dann auch nicht zuviel für Leute, die ihr teures, stylisches Rad für den Ausflug aus dem Keller holen. Die Tour hat nur ein Sternchen im Tourenplaner – was soviel heisst, dass der oder vielmehr die Langsamste das Tempo bestimmt.
Es ging also ganz gemächlich ab Berner U-Bahnhalte in Richtung Gut Wulfsdorf zu den Bredenbeker Teichen und zum Jersbeker Park. An der Endstation Ohlstedt gab es das berühmte Eis. Die junge Eis-Verkäuferin hat uns gleich wiedererkannt – eine Mitstudentin im Hebräischkurs.
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Freitag, den 30.06.2006 [20:21]
Hat ja nun doch geklappt mit dem Halbfinale. Gut für die deutschen Ehefrauen.
Und unsere Kanzlerin zerbarst nicht, wie sie so nett sagte.
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Donnerstag, den 29.06.2006 [08:28]
Morgen wird es fußballmäßig ernst in Deutschland. Aber heute fand sich in der MOPO ein Artikel über einen ehemaligen Arbeitgeber aus Schwanau. Es findet sich wirklich kein sachlicher Grund für die Veröffentlichung. Wahrscheinlich ist ein Werbekunde abgesprungen und da musste eine Pressemitteilung vom Herrenknecht „herhalten”. Der einzige Bezug ist die Tatsache, dass die Trude irgendwann mal in Hamburg bohrte.
Stimmt schon, das mit der ehemaligen Garagenfirma. Zumindest der Umgangston hat sich gehalten. Betriebsrundgönge für potentielle Auftragsgeber endeten allfällig im sogenannten „Elektrobüro”. Dort saß dann immer der S?hl??v?igt und schrieb Visualisierungs- und SPS-Software. Häufig kam dann der Spruch vom Alten: „Na, S?hl??v?igt – heute schon Dein Gehalt verdient? Wenn das Projekt nicht klappt – Rübe ab!”. Die Wirtschaftsminister oder Bürgermeistern waren schon etwas pikiert. Na, sein allemannischer Dialekt hat wohl Einiges entschuldigt…
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Dienstag, den 27.06.2006 [23:09]
„Wir wünschen grundätzlich keine MAIL-Werbung, die wir nicht ausdrücklich angefordert haben. Im Wiederholungsfalle sehen wir uns gezwungen, Sie über unsere Rechtsanwälte kostenpflichtig abmahnen zu lassen. Ausserdem werden wir wettbewerbsrechtlich gegen Ihr Unternehmen vorgehen.
Wir erwarten Ihre umgehende Bestätigung, dass Sie uns nicht mehr mit Mail-Werbung belästigen werden und unsere Daten vollständig gelöschten haben.
Liegt uns diese Bestätigung nicht bis zum 28.06.2006, 18.00 Uhr, vor, werden wir die vorgenannten Schritte einleiten.”


Da unterstützt man nun eine Firma bei der Kommunikation und versendet mehrfach wertvolle Informationen und schon gibt es nette Zeitgenossen, die ihr Mütchen daran kühlen, Angst und Schrecken zu verbreiten.

Klar die Texte sind allgemein bekannt und der Absender hat weder Kosten noch geht er ein Risiko ein. Er hat nur sein Ego befriedigt. Trotzdem kann er Unruhe auslösen – und genau das ist wohl auch gewollt.
Da sitzt so ein Sysadmin mit dem angeborenen Misstrauen gegenüber von Marketingleuten in seiner Kammer und bekommt täglich Hunderte von anonymen Spammails. Kommt nun eine Infopost mit echtem Absender, wird schnell der Textbaustein rausgeholt und losgeschickt.
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Montag, den 26.06.2006 [23:37]
Anatomisch nicht ganz korrekt, aber dennoch stilsicher hat ein unbekannter „Künstler” neben dem Eckladen eines türkischen oder kurdischen Grünhökers in der Bellaliancestraße in Eimsbüttel seinen Ambitionen freien Lauf gelassen.
Irgendwie erinnert es an die urgeschichtlichen Malereien aus der Chauvet-Höhle in Südfrankreich. Wie auch bei diesen werden in der Eimsbüttler Arbeit – wohl mit ähnlicher Technik – mit wenigen Strichen die volle Dynamik der Situation dargestellt. Es stören keine Hintergrundinformationen und keine Perspektive. Das dramatische Geschehen einer liebevollen Vereinigung von Mann und Frau steht im Vordergrund.
Wenn auch politisch nicht ganz korrekt (immerhin wir der Mann deutlich dominant dargestellt) wird doch ein beredtes Zeitzeugnis des Lebens im 21. Jahrhundert abgelegt. Ein Dankeschön an den unbekannten Hamburger Künstler!
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