Rainers Horen
Sonnabend, den 08.07.2006 [19:00]
Was ist von der DDR geblieben – nur diese Tischflagge aus der Kantine des Forschungszentrums für Bodenfruchtbarkeit?
Die „Betroffenen”, die eine bewußte Sicht auf das ancient-regime haben, sind mittlerweile über 40 und spielen in unserem Leben nicht mehr die ansagende Rolle. Unsere Kinder kaufen ihre Klamotten nicht mehr im Kontakt-Kaufhaus, sondern bei H&M oder wo auch immer.
Ja, wie war das im Herbst 1989 im Jenaer Institut der Akademie der Landwirtschaftswissenschaften?
Als die Zeit der Protest- bzw. Betroffenheitsresolutionen kam, verschwand der Institutsdirektor zu einem „Englischkurs” und wurde nicht gesehen. Als dann die Unumkehrbarkeit der Wende klar war, kam er wieder und erklärte sich als Triebfeder der neuen Bewegung.
Es kam zu einer denkwürdigen Versammlung in der Weintraube – unserem Kulturhaus, wo auch immer die Partys stattfanden. Nachdem er die Fronten klärte, waren auch Fragen zugelassen. Eine war wohl, ob er Kontakte zur Stasi hatte. Seine Antwort kann man sich denken.
Bemerkenswert die Frage unserer Zeichnerin, ob die Arbeitsplätze sicher seien. Die Fragestellerin war die Erste, die die neue Freiheit genießen durfte.…

Die letzten Tage war angenehm stressig. Das Greenpeaceprojekt hat uns beflügelt. Das MuLi*CMS ist jetzt um wesentliche Funktionen erweitert. An jeder beliebigen Stelle auf einer Webseite können Bilder und Flashfilme eingefügt werden. Für das Abspielen der Flashfilme *.flv gibt es verschiedene fertige Player. Der wohl optimale ist der von ¬Jeroen Wijering. Ein Test ergab die erschreckende Tatsache, dass unter dem unsäglichen MSIE das Abspielen von FLVs, die nicht auf dem selben Server liegen unterbunden ist. Das führt leider zur Notwendigkeit, die Filme und damit den Traffic auf dem Contentwebserver zu ziehen. Aber was soll es – so spannend ist Greenpeace nicht.
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Dienstag, den 04.07.2006 [00:05]
Heute also entscheidet sich also das Schicksal unseres teutschen Vaterlandes: das Halbfinalspiel der Fußball-WM gegen Italien.
In was für einer großartigen Zeit leben wir nur?

Heute früh gab es inTonsprachenvorlesung wieder diese tollen, wichtigen Erkenntnisse:
Elmar (Bild), der Indologo, erzählte was von der lhasa-tibetischen Sprache und ihren Besonderheiten. Ist es nicht gut zu wissen, dass es im Tibetischen wie auch im Türkischen zwei Erzählformen gibt, die die Wahrheit feiner differenzieren als beispielsweise im Deutschen? Bestellt man also in einem Restaurant in Lhasa ein Yaksteak und der Kellner kommt nach einiger Zeit zurück und würde in einem gehobenem, deutschen Restaurant sagen: „Yak ist leider aus.”, so kann das in Tibel zweierlei bedeuten: Zum ersten könnte er meinen, er wäre selber in der Küche gewesen, den Topfdeckel gelüftet und sich selbst vom leeren Topf überzeugt, dann ist das die Erfahrungsform. Würde er aber die Info nur über das Küchenpersonal oder über eine interne Anzeigetafel erfahren haben, dann wäre es die Behauptungsform und der Gast wüsste Bescheid.
Nun ist es klar – die Deutschen kommen nicht ins Finale und die deutsche Frau kann ihren Mann gut trösten…
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