Rainers Horen
Sonntag, den 27.08.2006 [18:19]
Nichts. Schon der 100×-fache Zeitrafferfilm aus dem Fenster zeigt es. Es passiert nichts. Nicht mal Nachbarn schauen innerhalb von zwei Stunden aus dem Fenster. Was würden sie auch sehen? Nichts. Nur den Baum, wie er seine Äste, Ästchen und die an ihnen befestigten Blätter im Winde wiegt.

Das mit der Konvertierung innhalb der ¬Transilerationsmaschine zu Bopomofo hat sich geklärt. Dank der Hilfe aus Taipeh ist es klar – es kommt auf die Reihenfolge innerhalb der Übersetzungstabelle an.
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Sonnabend, den 26.08.2006 [14:29]
Kürzlich bei einem Gang durch St. Pauli (von den Hamburgern liebevoll „Kiez“ genannt) wurden wir bei Burger King eingekehrt. Ist ja nun nicht unser Ding mit dem Schnellimbis. Witzig ist ja der Gedanke, daß das Wort Bistro tatsächlich vom russischen Wort ?????? entlehnt wurde. ?????? wird gemäß IPA 'b?str? ausgesprochen und meint wohl „schnell“. Teilnehmer von russischen Kriegsgefangenlagern kennen das Wort. ;-))

Zu Hause in Ermanglung anderer Lektüre (der Schlüssel zum Bücherschrank war nicht auffindbar) fiel der Kassenbon in die Hand und verschaffte durch Gedankenexperimente Kurzweil:

Beobachtung a: Das Wort „Whopper“ ist falsch geschrieben.
Vermutung a.1: Niemand hat den Irrtum bisher bemerkt.
Vermutung a.2: Der Betrieb spart, indem er nur sechs Spalten für Buchstaben zuläßt.
Beobachtung b: Das „X“ in „TAX“ in der siebenten Spalte.
Vermutung b: Der Drucker kann nicht jeden Buchstaben in jeder Spalte drucken – eine Sparmaßnahme: In Spalte 5 könnte kein „P“ verfügbar sein und kein „R“ in Spalte 7. Jedoch steht in Spalte 6 ein „E“ zur Verfügung. Dieser Sachverhalt erfordert weitere Untersuchungen. Das wäre mit sehr vielen verschiedenen Bestellungen möglich, die nach der Schreibweise der jeweiligen Posten ausgewählt werden müssten.
Beobachtung c: Obwohl sie für den Verzicht auf Mayonaise („NO M“) nichts berechnen, wie auch für zusätzlich Zwiebeln („AD O“) –, zeigt der Kassenbon klar, daß sie das eines Tages tun könnten, weil sie Platz für den Preis dafür gelassen haben.
Beobachtung d: Man kann eigentlich keine Milch („AD MILK“) zum Kaffee bekommen; sie müssen es mit der Hand draufschreiben.
Vermutung d.1: Aus Beobachtung c folgt, daß sie nicht beabsichtigen, die Milch zum Kaffee zu berechnen oder
Vermutung d.2: Niemand in der Geschäftsleitung nimmt Milch zum Kaffee – sie ziehen Sahne vor, sitzen zu lange am Schreibtisch, haben Probleme mit ihrem Cholesterinspiegel und sterben jung. Oder
Vermutung d.3: „AD MILK“ war an dem Tag, an dem wir da waren, gerade kaputt.
Beobachtung e: „AD“ ist das Gegenteil von „NO“. Sie reden sogar miteinander und mit dem Kunden: „Hier ist ihr Whopper, no Mayo, ad Zwiebeln, mein Herr.“
Beobachtung f: 3040 ist eine große Zahl.
Vermutung f: aus a.1 und a.2 ergibt sich, daß sie sparen, indem sie in den ersten vier Spalten Ziffern benutzen. Übersetzt heißt „3040 THANKS“ dann „Vielen Dank“.
Beobachtung g: Ein Kaffee ist etwas anderes als ein Hamburger. Das sieht man daran, daß die Mengenangabe auf der linken Seite des Bons in verschiedenen Spalten erscheinen.
Vermutung g1: Es ist wahrscheinlich nicht möglich, 100 Whopper zu bestellen, weil auf der linken Seite des Bons kein Platz ist, um eine solche Mengenangabe zu drucken.
Vermutung g2: Die Spalten verschieben sich bei mehrstelligen Zahlen nach rechts. 99 Kaffee sind dann die Obergrenze.
Beobachtung h: Es ist unklar, was „NV“ bedeutet Keine Lust mehr. Jetzt doch wieder die diesseitigen Themen:

Das mit dem ¬Pinyin erweist sich als doch etwas komplizierter als angenommen. Ein Phänomen was nebbich auch für den Umgang mit dem anderen Geschlechte gilt. Wo liegt hier das spezifische Problem? Es gibt gewisse Regeln, auf welche Vokale das Tonzeichen kommt. Ist das nicht wieder so eine nette Aufgabe für reguläre Ausdrücke und einen verregneten Sonnabendnachmittag? Man gönnt sich ja sonst nichts.
Mittlerweile ist dieses kleine Problem gelöst und in der Transliterationsmaschine zu bewundern.
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Freitag, den 25.08.2006 [23:13]
Heute nun der chinesische Tag für die ¬Transliterationsmaschine: es soll chinesisches Hanji, wie beispielsweise das ????? in europäische Schriftzeichen „übersetzt“ werden.

Dank der Skriptsprache Perl, in der es ja nun fast alles gibt, ist der erste Schritt recht einfach. Natürlich braucht man einen eigenen Server, um solche Spezialmodule wie das Modul Lingua::Han::PinYin
zu installieren. Wenn das Teil via cpan installiert ist, bracht man nurnoch einen kurzen Dreizeiler, um obige Schriftzeichen in tai4ping2yang2xi1an4
zu übertragen.

Das ganze heißt Pinyin und lernen schon kleinste chinesische Kinder. Obige Wiedergabe mit den Tonziffern ist aber nur eine Wiedergabemöglichkeit für Leute, die keine richtige Tastatur haben. Für die Plietschen sieht das dann so tài ping yáng xi àn aus. In Taiwan gibt eine andere Lautschrift, die nennt sich Bopomofo und dann sieht es so aus: ??????. Leider klappt die Konvertierung nicht einhundertprozentig. Das liegt wohl an den verschiedenen „Dialekten“ des Pinyin und der von uns erzeugte Code passt nicht zur Konvertierungstabelle. Also eine der fünf Varianten (¬Wade-Giles, MPS-2, Hanyu, Yale, und Tongyong) wird schon passen.
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Donnerstag, den 24.08.2006 [17:02]
Die gestrige Transliterationsmaschine hat doch einige unvorhergesehene Probleme aufpoppen lassen. Die Grundannahme, dass ein UTF-8-Teil zwar aus mehreren Bytes bestehen kann, aber doch genau einem Glyphen (Zeichen) entspricht, ist fast immer richtig.

Schwerpunkt der Ausnahmen liegt dabei im hebräischen/jiddischen Bereich. So wird das jiddische 'E' (??) nicht als ein Zeichen dargestellt, sondern aus Kombination eines Aleph und eines Qamats.

Um das also alles richtig zu machen, ist dieses kleine Analysewerkzeug entstanden.

Obige Dame hat wohl andere Probleme, wenn überhaupt…
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Mittwoch, den 23.08.2006 [21:09]
Der Umgang mit den Sprachen und Schriften dieser Welt schärft die Sinne. Speziell die Kodierungen, nämlich wie das dann konkret gespeichert wird, ist eine Welt für sich. Nur wer da ganz genau den Durchblick hat, den überrrascht nichts mehr. Gerade gestern, als wir eine Webseite auf Chinesisch umstellten, kamen wieder die üblichen Fallstricke…

Hier nun, quasi als „Abfallprodukt“ unserer Klassenbibliothek eine kleine Transliterationsmaschine, die Fremdes romanisiert:

Man kann beispielsweise in das linke Feld eine russischen oder arabischen Text abwerfen, der dann rechts in Umschrift erscheint. Leider ist im Moment noch nicht alles fertig. Wiederkommen lohnt sich!
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Dienstag, den 22.08.2006 [17:24]
Da wir alle zuviel Zeit haben und nicht wissen wohin mit unseren tollen Ideen, war heute Thema Erweiterung der Getriebeberechnung. Immerhin ist morgen Messe in Leipzig und es ist immer gut, was zum Vorführen zu haben. Zur erinnerung: jeder Punkt auf dem Fußabdruck entspricht einem Getriebemotor.

So richtig neu ist die Projektierungshilfe mit der Berechnung des Betriebsfaktor. Also einfach mal ran – Rechenhilfe ist der richtige Einstieg:

Schon auf dem ersten Blick erkennt der Ingenieur (und hoffentlich nicht nur der), dass es bei größeren Leistungen keine niedrigen Drehzahlen gibt. Ab 20 kWatt Leistung ist das Getriebe nur noch einstufig. Klickt man auf Rechenhilfe und ändert beispielsweise die Betriebsstunden, sieht man sofort, wie sich das Produktspektrum ändert. Danach kann sich getrost durch Klick auf das Spektrum eine Liste von Antrieben zeigen lassen, die im gewählten Arbeitspunkt arbeiten.
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