Rainers Horen
Sonnabend, den 14.10.2006 [11:21]

Das ist es doch!

Nach diesem kurzen Ausflug in die erfrischende Welt der Getränke und Einschlafhilfen sind wir beim Thema Webshopssteme angelangt.

Nun bestehen solche Systeme leider nicht nur aus solchen Gimmicks. Mittlerweile haben sie eine sehr hohe Komplexität erreicht und der Endkunde erwartet es. Amazon, eBay und das Intershopsystem, das von Otto, Quelle und baur eingesetzt wird, setzen Maßstäbe. Da gibt es Sonderaktionen, Hat-auch-gekauft, Verkaufsschlager, beliebigtiefe Kategorisierungen, Wiederverkäuferbereiche, Rabattsysteme, FSK18 … Außerdem sind dann verschiedenste Zahl und Liefersystem sowie Ankopplung an B2B, eBay und SAP möglich.

„Normale“ Kunden, deren Budget im oberen vierstelligen Bereich sich ansiedelt, haben dann berechtigterweise solche Ansprüche. Für ein vierstelliges Budget ist es leider in Deutschland unmöglich, solche komplexen Gebilde zu bauen – also muss etwas aus der Schachtel her. Genug „freie“ Shopsysteme gibt es ja. Als Weiterentwicklung von osCommerce soll ¬xt:Commerce ganz praxistauglich sein. Das Lizenzmodell ist nur sehr diskussionswürdig. Das Ganze soll GPL sein und doch soll der Entwickler 98,- € pro Jahr abdrücken. Bei Galileo gibt es ein Buch zur Software und das hat eine CD an Bord. ;-)) Zum Austesten sollte das ausreichen.

Bei obigem Schiebeeinkauftswagen tut sich wieder ein Explorerproblem auf: der MSIE kann mit transaprenten Bilder nichts anfangen. Und die wären nett, damit die Teile schön im Wagen liegen. Entweder sind dei Bilder transoarent, dann ist der Hintergrund unter dem Explorer quitschbunt oder der Hintergrund ist weiß, das sieht es unprofesionell aus – so wie jetzt. Leider ist es mit dem GraphicConverter nicht möglich, die Bilder so transparent zu bauen, dass sie im MSIE zumindest weiß erscheinen.
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Freitag, den 13.10.2006 [09:05]
Heutige Tagesaufgabe: wie sollte man Qualifizierungsprofile von Übersetzern und Dolmetschern datenbankmäßig modellieren?
Ziel ist es ein System zu schaffen, mit dem es möglich ist, sehr rasch bei Kundenanfragen aus einem riesigen Pool von Sprachspezialisten den passenden rauszusuchen. Offenbar ist eine Sprachqualifikation gekennzeichnet durch eine Quell- und eine Zielsprache. Beispielsweise könnte das Mandarinisch/Macedonisch sein. Dies ist also oo-gedacht ein Basisobjekt. Ein Übersetzer enthält eine Liste solcher Qualifikationsobjekte. Weitere Eigenschaften sind: konsekutives und/oder simultanes Dolmetschen, beglaubigtes (ja/nein) Übersetzen. Weiterhin ist der Qualifikation eine Liste von Fachgebieten zuzuordnen. Offenbar ist das keine Eigenschaft des Übersetzters, sondern der Qualifikation. Max Mustermann ist vereidigt auf juristischem Gebiet für die Sprachkombo Xhosa/Lhasa-Tibetisch – Computerhandbücher kann der Hottentotte mit seiner Schnalzsprache aber nur unvereidigt ins Französiche übersetzen. Dazu kommt dann noch eine Zuordung wie „Bewerber“, „Anfänger“ oder „Profi“. Da müsste eine Zurordnung zu Herrn Mustermann ausreichen. Nun hat ein Übersetzer auch noch eine gewisse technische Ausstattung. Kann er nur Rohtexte übersetzen oder kann er auch direkt in Microsoft- oder Adobe-Dokumenten arbeiten?
Schon haben wir wieder ein sehr komplexes Datenmodell. Das ist eine Tatsache, die nicht weiter Kummer bereitet. Sondern es ist die Frage, wie wir dafür eine grafische Bedienoberfläche bauen, die der Nutzer sofort versteht und bedienen kann.

Jedenfalls wird das jetzt eine schöne Ajax/DHTML/Javascript-Orgie.
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Donnerstag, den 12.10.2006 [11:56]
Zu welchen akrobatischen Leistungen das menschliche Gehirn doch fähig ist! Nicht nur dass das Schicksal Einzelner von der scheinbaren Konstellation von riesigen Gesteinsbrocken und Feuerbällen, die sich in „unendlichem&ldquo, Entfernung von uns befinden (oder die es schon lange nicht mehr gibt) abhängen soll und dass eine sorgfältige Mülltrennung in Hamburg die Welt vor ihrem apokalyptischen Ende bewahrt — nein: es gibt auch nachdenkenswerte Phänomene. Beispielsweise kann man ab sofort dieses Textfeld, auf dem dieser plietsche Text steht, mit der Maus bewegen und dadurch mal erfahren, wie sich das Affenbild fortsetzt.

Das soll aber heute nicht das Thema sein. Nein, es geht um Selbstähnlichkeit. Da gibt es hier diese Sammlung von Lettern. Ist schon komisch, wie die Buchstaben sowohl in der waagerechten, als auch im Vertikalen in sich ähnlich sind. Jedes Zeichen lässt sich sofort in diesem Koordinatensystem verorten. Daran würde wohl jeder Computer scheitern. Gut – bei diesen maschinellen Kunstschriften gäbe es vielleicht eine Chance …

Kleine Ablenkung und Zeitverschwendung am Rande: das kleine Holzschnittkomoränchen darf gestreichelt werden. Dank der Tooltippbibliothek von ¬Walter Zorn geht das ganz komfortabel von der Hackerhand.

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Dienstag, den 10.10.2006 [23:42]
Ist wirklich schon Dienstag? Wahnsinn! Auf der Schanze kann man immer noch draußen sitzen.
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Montag, den 09.10.2006 [23:13]
Seit kurzem gibt es Nassrasierer mit Batteriebetrieb. Damit verbindet man zwei Nachteile beim Rasieren: einmal die Nassheit und die Abhängigkeit von Energie. Besser wäre es doch die Vorteile zu bündeln. Also trocken und doch ohne Strom. Na gut, seitdem es das Wort cool gibt, scheint Zweckmäßigkeit und Sinn an Wert verloren haben — oder ist es cool, an einem Fahrrad Schutzbleche und Ständer zu haben? Diese beide Teile senken den Kuhlnissfaktor immens.

Auf der ¬Homepage des neuen Turborasieres sind zwar nette Grafiken, aber meine Frage nach dem Sinn dieses neuen Features wird nicht beantwortet. Aber eine neue Grauenhaftigkeit des Netzes tritt zutage. Nach dem unseeligen Blink-Tag, dem waagerechten Scrollbalken und dem Popup, kommt ein neuer Quatsch in die Welt, bei der wohl wieder die verspielten Grafiker gesiegt haben.

Man nehme einen Text in möglichst kleiner Schriftgröße (Kolonel), die man nicht vergrößern kann, schreibe in Versalien, coloriere es hell auf schwarzem, gestaltetem Hintergrund und jetzt kommt das Eutektikum: wenn die Maus über den Text geht, verschiebt sich die Zeile nach rechts. Da kommt entweder sofort Migräne oder ein epileptischer Anfall hoch. Oder soll diese Innovation an die die Mikroimpulse erinnern, die von diesen neuartigen Rasieren ausgehen?

Nebige Grafik aus dem Buch ¬Metamagical Themas kann zu vielerlei Überlegungen hinhalten. Das Thema ist Eigenähnlichkeit von Mustern und Strukturen. Und das ist schon ein fetter Brocken.

Der Gedanke, der sich aufdrängt ist doch, wie geht das Bild nach oben und nach unten weiter. Und die nächste Frage: geht es noch einfacher und/oder geht es noch verwinkelter? Wo stehen wir als Menschen in diesem Kontinuum? Alles kann heute nicht mehr geklärt werden. Dazu ist es heute schon zu spät.

Übrigens geht ab heute die Volltextsuche auch etwas komfortabler: man kann einstelllen, ob der Suchtext überall, am Wortanfang oder am Wortende auftreten darf.
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