Passend zum Wochenende sollen heute Glocken aus deutschen Gauen erschallen und die Stimmung, die das miese Regenwetter machen könnte, aufhellen. Jetzt aber mal nicht den Revanchisten vermuten. Nein, nur Gau ist ein schönes deutsches Wort und bezeichnet wohl ein Teil eines Landes, das gemeinsamen geografische (nichtpolitische) Eigenschaften hat. Thüringen als endpleistozänes Gebilde und der Toscana des Nordens könnte gerade noch so als Gau durchgehen. Also – viel Spaß am Geläute: Glocken werden immer noch vor Ort in als Familienbetrieb geführten Glockengießereien gefertigt. Die Chinaglocke ist noch nicht am Markt. Obwohl, wie wir wissen, auch die Russen hervorragende Teile gießen können. Das wissen wir spätestens nach dm Film Andrej Rublëv von Тарковский.
Dank also den Firmen: A. Bachert in Karlsruhe, Antonius Cobelenz in Köln, der Eifeler Glockengiesserei C. Mark-Maas in Brockscheid, F.W. Schilling in Heidelberg, Franz Otto in Hemelingen, Fa. J. G. Große in Dresden, Gießerei Junker in Brilon, Heinrich Ulrich in Apolda, Johannes (Hoerken) de Vechel in Köln, Joseph Beduwe in Aachen und der Kunstgießerei Lauchhammer.
Wer aus dem Klang der Geläute die Gießerei raushört, darf sich ein Bienchen ins Sputnikheft malen ;-))
Seit sechszehn Jahren leben wir nun in dieser Leistungs- oder auch Übertrumpfungsgesellschaft. So konsequent scheint es wohl nicht zu sein. Das zeigen immer wieder Erlebnisse des Alltages. Jeden Morgen, auf dem Weg ins Büro, wird in einem kleinen Backladen an der Kuhmühle eingekehrt. Die etwas betagtere, aber dennoch sehr engagierte Verkäuferin quatscht die ganze Zeit am Telefon mit einer Freundin und lässt auch mal Kunden minutenlang warten. Privat geht eben vor. Da wird geschnackt und geschnackt und irgendwann sagt sie zu ihrer Freundin: „Du, ich muss mal in den Laden, rufe aber gleich zurück.“ und zum Kunden „Ich bin gleich bei Ihnen.“
Chefchen Bašič trägt es mit Fassung, er toleriert ja auch die falsche deutsche Aussprache, die dann so wie Basik klingt.
Aber: sie macht es wieder wett, indem sie ständig Gerne! von sich gibt. Das macht sie so häufig – und auch anderenorts schallt das Versprechen inflationär ins Ohr –, dass man es privat nicht mehr verwenden mag.
Vielleicht ist mit dem allergrößten Vergnügen, Gnädigste eine Steigerung?
Das Projekt Videojukebox hat sich über Nacht gemausert und sieht jetzt so aus:
Bisher ist nur das Menü fertig. Schauen wir mal, wie es weitergeht. Grundlage ist wieder einmal das wunderbare Tool von ¬Jeroen.
Nun läuft es so mit einigen Tricks.
Auf der inhaltlichen Ebene gab es einige Überraschungen. All die in Deutschland lebenden Sсhlееvоigts (in den verschiedensten Schreibweisen) stammen aus der Gegend südlich von Weimar, genauer gesagt aus Possendorf und Daasdorf. Im 16./17. Jahrhundert gab es eine Jenaer Professorendynastie, die aus Possendorf kam und Slevogt hieß. Wikipedia erzählt da einiges davon. Der bekannteste Vertreter war Paul Slevogt, der hunderte von Texten veröffentlicht hat, die leider seit dem Brand des Amalienarchives größtenteils verschollen sind.
Letzten Herbst fand anlässlich des 50. Jubiläums der Städtepartnerschaft Hamburg/St. Petersburg in der Handelkammer eine Handelsmesse statt.
Auf der ¬entsprechenden Webseite sind auch Filme abrufbar. Ist erstmal eine gute Idee. Nur leider mehr gewollt als gekonnt. Es gibt sehr viele Videoformate. Fatalerweise heißen die Dateien trotzdem immer .avi oder .mpg. Der Webdilettant hat zufällig auf seinem Rechner den richtigen Codec (Abspielsprogramm) installiert und freut sich, dass der Film auf seinem, persönlichen Rechner abspielbar ist. Das ist der sprichwörtliche Tunnelblick. Also Guru fragen und mieten oder sich weiterhin blamieren. Kleiner Tipp: das Flash-Videoformat hat die weiteste Verbreitung. Youtube arbeitet auch damit…
Noch vorteilhafter erscheint diese Lösung, bei der man einzelne Fime wählen kann:
Die Bildqualität ist hoffentlich verzeihlich.

