Rainers Horen
Sonntag, den 25.03.2007 [12:09]
Nach diesen Tagen des tiefschürfenden Denkens über das Gezapple der Wirks — aus mehr besteht unsere Welt laut Aussage von Physikern nicht — war es heute Zeit und auch das rechte Wetter, um mit dem Rad ins grüne Umland von Hamburg zu fahren. Also gleich nach dem Frühstück aufs Velo und ab die Wandse über Farmsen gen Volkstedt. Doch die Gedanken über die mangelnde Aufklärung der Masse zu wichtigen Fragen der Zeit bleibt. Dürr hat schon recht, wer die Welt so sieht, wie sie uns von Anderen versimplifiziert (nicht ganz motivlos) dargestellt wird, endet in der geistigen Sklaverei. Der kauft dann nur noch überteuerte Markenklamotten und glaubt an den Weihnachtsmann usw.

Nun müsste gerade ein Physiker etwas wissen vom II. Hauptsatz der Wärmelehre, nämlich dem Gesetze, nachdem jedes System (so auch der Mensch) bemüht ist, die Menge der abgebenden Energie zu minimieren. Schlicht gesagt, das System ist faul. Das trifft natürlich insbesondere für die unbelebte Natur zu. Ein Stein rollt nicht vorsätzlich eine Kante hoch, weil er „weiß“, ab der Kante kann er noch schön viel tiefer fallen. Dieses Kunststück bringt nur die belebte Natur fertig. Ein Tier hat beispielsweise weniger Nahrung oder es ist zu kalt und dem Tier fehlt nun Energie zu leben. Jetzt passiert das Wunder und der Organismus setzt noch mehr Energie ein, um einen Heilungsprozess zu starten. Prinzipell arbeitet so die Homöopathie oder auch Plazebo. Der Körper wird „überredet“ gegen jedem physikalischen Gesetz zu handeln. Immerhin könnte er ja auch abwarten, bis es wieder wärmer wird oder sich das Nahrungsangebot im Selbstlauf verbessert.

Der polnische Physiker und Romancier Stanis?aw Lem hat da so eine eigene Theorie entwickelt. Gut – er ist ein Born von Eingebungen, leider hat das Hirn aufgehört zu dênken. Nach ihr besteht der Sinn des Lebens in der Existenz der Gene, also nur in Software. Die Fleischklopse drumherum verbessern nur die Kopierchancen der Information. Als besonderes Schmankerl hat sich das Selbtstbewusstsein entwickelt, das die Hülle der Gene dazu motiviert, nochmehr Energie zu investieren, um Feinden zu widerstehen. Letztlich ist das nun eiun typischer Verschiebebahnhof: was haben nun die Gene von ihrem Fortbestand? Diese Strukturinformation braucht materielle Schlacke, um fortzubestehen, so wie Computersoftware zumindest ein Zwischenlager braucht (Festplatte oder Flash), um für die nächste Laufzeit zur Verfügung zu stehen. So ist es eventuell auch mit den uns innewohnenden Genen. Die „lebende Natur“ ist nur eine Interimslösung für etwas Höheres, das wir nicht einmal ahnen können.

Der Mensch geht noch viel weiter: der studiert, vielleicht weil er dann nicht schwer körperlich arbeiten muss oder eine feschere Frau abbekommt. Aber seltsamerweise macht ist er nicht konsquent „vernünftig“: er raucht, säuft und ist ungesund.
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Freitag, den 23.03.2007 [14:48]
Prof. HaPe Dürr kommt mit einer wichtigen Botschaft. Er ermuntert die Menschen. Er gibt ihnen Mut aktiv zu werden. Nun hat er schon an der der TU Clausthal, der Universität ohne Bahnanschluss, seine Ideen verbreitet. Und was geht in Hamburg? Da spricht er vor einem guten Schock Rentnern in der Katholischen Akademie und fordert sie auf, die Zapfen rauszunehmen!

Die Zapfen sind natürlich metaphorisch gemeint. Es geht nicht um Zapfhähne für Bier (auch nicht für Clausthaler), sondern um Dinge, die uns davon abhalten, richtige Dinge zu tun. Um mit Herrmann Hesse zu reden, ist es es auch ein wenig der Steppenwolf, dem wir mehr Raum geben sollten. Oder wie es Stefan Heim 1989 ist Ostberlin auf dem Alex sagte: „macht die Fenster und Türen auf“. Sicherheiten aufzugeben erscheint schwer. Gerade heute hat ein U-Bahn-Passagier den Schutz der Anonymität verlassen, einer angepöbelten Frau helfen wollen und bekam ein Messer in den Rücken. Das soll jetzt mal nicht den Mut sinken lassen. er wird nicht jeder abgestochen. ;-))

Nun mal ernst: Hans-Peter erwartet von den normalen Menschen eine ganze Menge. Sie sollen sich nicht auf
Marken verlassen, sondern sich mündig ich Wertesystem bewegen. Muss man 77 Jahre alt sein, um daran zu glauben? Das Lieblingssteckenpferd des Physikphilosophen ist dieses oder ein ähnliches Vexierbild. Je nach Sichtweise sieht man zwei Physiker, die sich anschauen oder eben eine antike Vase. Beides gleichzeitig kann man nicht sehen… Das „normale“ Hirn kann immer nur eine Betrachtungsweise realisieren. Was die Zapfen betrifft besteht beim Dürr der Glaube an die Entwicklungsfähigkeit des menschlichen Hirns. Das erinnert an das Zeitalter der Aufklärung, in der man glaubte, es würde reichen, den Herrschenden die Verwerflichkeit ihres Handelns vor Augen zu führen und sie dann geläutert werden. Das hat, wie wir wissen, nicht recht geklappt. Und auch Lenin glaubte daran, dass jeder Schrankenwärter Minister werden könne. Alle diese Träumer wissen nichts von der Verschiedenheit der Mensche und diese Tatsache lässt sich gut merkbar in
? = e?j
abbilden.
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Donnerstag, den 22.03.2007 [18:08]
Schon im Eingangsbereich der Vortragsveranstaltung erkennt man die ganze Achtsamkeit der christlichen (katholischen) Hausherren: ältere Damen, denen man nun wirklich mit gesundem Verstande ihr Lebensalter ansieht, werden wegen der möglichen Eintrittsermäßigung nach ihrem staatlichen Rentenausweise gefragt. Ein wohlwollender Schalk der annimmt, dies solle eine Schmeichelei sein.
Das Durchschnittsalter der erkenntnis- und wissensdurstigen Besucher wird durch unser Eintreten radikal gesenkt. In Weimar wird diese Zielgruppe liebevoll (speziell des altehrwürdigen Deutschen Nationaltheaters) als Silberkrückengeschwader apostrophiert. Das ist die Abonnentengruppe, die immer im ersten Parkett sitzend (jetzt fehlt dem Deutschen im Gegensatz zum Russischen die Vergangenheitsform), sich über jährlich neue Bennewitzsche Ideen zum Thema Faust echauffiert. Was haben wir da nicht alles in den Achtzigern ertragen müssen!

Und nun sitzen sie (knapp der Eingangskontrolle entronnen) an den großen Weißbuchenimitat-)Holztischen und schauen zu, wie mit lautem Getöse ein aufgeräumtes XP hochfährt. Ein romantisches Hintergrundbild (palmenbestandene Südseeinsel, drappiert mit einem Segelboot) stimmt ein.

Aus einem Minizauberstick, der quasi das ganze Lebenswerk des Schülers von Heisenberg enthält und doch nur aus Nullen und Einsen besteht, kommt nun auch heute der Vortrag. Nebenan ist der Mitschnitt zum Mithören und deswegen nur ein paar persönliche Eindrücke.

Die Materie ist schwierig. Schon die Relativitätstheorie Einsteins hat damals wohl der Mann auf der Straße nicht wirklich verstanden – und Planck, Schrödinger und Heisenberg mit ihren quantenphysikalischen Überlegen, hatten und haben es nicht einfacher. Offenbar hatte Einstein ein besseres Gefühl für Marketing. Relativitätstheorie ist besser in den Gehirnen verankert als die Heisenbergsche Unschärfe. Duerr nahm nun einen ganz anderen Weg, um das neue Denken an den Mann zu bringen. Es ist natürlich auch eine Herausforderung, solch ein immenses Gedankengebäude in sechzig Minuten einem durchschnittlichem Publikum näher zu bringen. So wie auch Marken (Brands) die Welt für einfache Menschen einfacher zu machen scheint, so ist auch die Formel E=m*c2 leicht einprägbar.

Dürr geht nicht den Weg der allumfassenden Theorie (viele Physiker träumen zumindest im reiferen Alter von „ihrer“ Theorie), auch will er Gott nicht beweise (was in sinnfreies Unterfangen darstellen sollte), sondern kommt aus der philosophischen, erkenntnistheoretischen Ecke. Geistes- und Naturwissenschaftler nähern sich an, wobei nach Dürrs Meinung nur die Annäherung der Physik an geisteswissenschaftliche Herangehneswseisen sinnvoll ist. Der umgekehrte Weg mache alles kaputt.

Wir erleben mehr, als wir begreifen. Vieles bleibt unerklärlich. Materialisten stellen die These auf, da fehlen noch Erkenntnisse. Das ist nicht unbedingt richtig. Zwischen Wissen und Glauben gibt es eine Menge Unterschiede, die man in etwas so beschreiben kann: Wissen= mittelbare und reflektiete Wahrnehmung, Erfahrung, Wissen Fakten, Begriffliche Sprache.
Glauben= ahnen, inspiriert werden, mystische erleben, glauben.
Nicht ohne Grund ist Glauben mit Verben beschrieben. Jetzt kommt in Dürrs Vortrag ein etwas folkloristisches Element. Es ist ein Bild, das jeder versteht, aber wirklich nichts beweist, nämlich die Bemerkung, dass wir als Normalnutzer von einem PC überhaupt nichts verstehen. Das trifft natürlich auf offene Ohren.

Alles kann leider nur angerissen werden, so wird in wenigen Minuten der Unterschied zwischen Materialistisch-mechanische-klassischem Weltbild und Quantenphysikalisch-holistischem Weltbild
aufgezeigt. Dann fällt noch der Begriff der Nicht-positiv-definite Wahrscheinlichkeitsamplitude. Nun denn.

Was nun für einen Informatiker völlig neu war, das sind komplexe Wahrheitswerte. So gibt es nicht nur true und false, sondern unendlich viele Werte, die eben auch noch einen Phasenwinkel haben.

Von Pendeln geht von jeher eine große Faszination aus. So brachte er auch ein ¬ Tripelpendel mit. Stellt man bei einem gewöhnlichen Pendel den Ausleger senkrecht nach oben, und das eben endlos genau, dann reicht es quasi aus etwas zu denken, damit sich das Pendel in die andere Richtung beginnt auszuschwingen. In dem Tripelpendel ist dieser Effekt aus didaktisch/demagogischen Gründen verstärkt. Das Phänomen ist das gleiche. Es sieht nur beëindruckender aus.

Eine Erkenntnis ist sehr tröstlich. „Ein gefällter Baum macht mehr Krach als 1000 wachsende Bäume“. Bei allem Zukunftsfatalismus (fallender Baum) gibt es doch einen grundsätzlichen Optimismus. Und nun wieder der männliche Feminist: „Die Arbeit des Bäumepflanzens und -hegens haben fast immer nur Frauen übernommen.“

Und nun kommt die Diskussion. Das ist wirklich der Langmut des Münchners zu bewundern. Letztlich sind die Fragen voraussehbar. Jeder möchte etwas für sein Weltbild mit nach Hause nehmen. Da gibt es die Esoterikerin, die neue Sprüche für ihre Patientinnen sucht. Klar, dass da wieder die Begrifflichkeiten Schwingungen, Energie, Wellen und Strahlen wahlfrei durcheinander gewürfelt wurden…
Hier könnte der Film ablaufen.
Das nebige Interview zum Thema Macht der Marken ist auf seiner Webseite nur als QuickTime-Film abgelegt. Da die wenigsten Webnutzer diese Apple-Software installiert haben dürften, ist Flash die bessere Wahl. Hier nun einmal das Interview in diesem Format. So ist die Reichweite wesentlich höher und mehr Leute haben was davon ;-))
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Mittwoch, den 21.03.2007 [09:44]
Als ob es gestern nicht schon hirnsatt war, geht es heute gleich weiter. Professor Dürr, wiss. Mitarbeiter von Heisenberg , Träger des Alternativen Nobelpreises und Chef zweier akademischer Denkfabriken in München kommt heute in die Katholische Akademie in Hamburg und redet über Dialog Natur und Geist. Ob das wieder so eine Abhandlunge wird, wie das schon seit ewigen Zeiten durch das Geistesleben wabert: Die Bibel hat doch recht? Da wies doch schon Herr Schleichert in seinem Buch Wie man mit Fundamentalisten diskutiert ohne den Verstand zu verlieren. Oder: Anleitung zu subversiven Denken die Unmöglichkeit nach, überhaupt „Diskussionen (mit Dogmatikern)“ zu führen. Ohne schon was gehört zu haben, riecht das auf dem Waschzettel sehr nach esoterischer Wissenschaft. Sehr oft und gerne wird ja von den VertreterInnen dieser Zunft Heisenberg oder auch Tesla als Beweis der prinzipiellen Unerklärbarkeit dieser Welt herangezogen. Im atomaren Bereich stimmt's. OK.

Das waren die laienhaften Vorabgedanken. Schauen wir mal was uns der große Physiker zu sagen hat.
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Dienstag, den 20.03.2007 [23:41]
Nach langer Abstinenz war heute die Neugier auf das Thema bei GrauSIG größer als die üblichen Dismotivatoren. Intelligenz ist tatsächlich ein soziales Handycap. Diese aufgesetzte Unhöflichkeit, getarnt als offene, freie Kommunikation, kann schon nervig sein. Thema am Rande war Linguistik. Da werden Erkenntnisse der letzten 100 Jahre Linguistik auf Grund von persönlichen Beobachtungen in Bausch und Bogen – es ist tatsächlich ein Problem der Experten/Laien-Kommunikation.
Also Thema bei Mensa war Versicherungsmathematik. So wie es dargestellt wurde, war es weniger Mathematik als manipulatives Vorrechnen, wie man es eben so kennt, wenn ein Vertreter dieser Gilde sein Rechenbrett rausholt.

Trotzdem gab es einen Erkenntniszuwachs. Also: jemand schließt tatsächlich eine Kapitallebensversicherung ab. Er hat ein gewisses Alter und will 20 Jahre später 50000 € ausgezahlt haben. Wie rechnet sich das (offiziell)?

Als Eingangsgröße geht seine Lebenserwartung (sagen wir mal 98%), der geplante Wertzuwachs des Kapitals (2,75%) und die Diskontierung der Prämie ein, da sie ja nicht sofort, sondern später mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit (siehe oben) gezahlt wird. Daraus ergibt sich eine Summe, die das Opfer jeden Monat zahlen muss. Soweit so gut. Jetzt kommen 4% für der Vermittler (Alpha-Kosten), ca. 3% Inkassokosten (aus der Zeit, als noch händisch das Geld eingetrieben wurde; entfällt eigentlich, aber Geld stinkt nicht=Betakosten), ein gewisser Prozentsatz für die Verwaltung (=Gammakosten) und ein fester Satz (egal wie er er jetzt begründet wird = Stückkosten) dazu. In der Summe kommen zu der Prämie ca. 10% drauf.
Die Versicherungen erwirtschaften mehr als die 2.75%. Der Überschuss muss zu 90% an die Versicherten ausgezahlt werden. Wie man sich arm rechnet, weiß fast jeder. Kosten lassen sich immer begründen. Fazit: es gibt bessere Kapitalanlagen. Versicherungen haben zumal den Nachteil, sehr unflexibel zu sein.

Das war also der Abend, der uns eine kleine Apfelschorle gekostet hat.

Es gibt aber auch handfestere Ergebnisse. Unser Dienstrad verriet uns bei einer zufälligen Inspektion im Stadtpark, daß der Holm zwischen Sattelstütze und Hinterachse gebrochen ist. Das kann böse Folgen haben. Eine neue Selbsthilfewerkstatt Ecke Wendenstraße/Auschläger Weg hat es für 20 € geschweißt, geflext und lackiert. Prima, daß es so etwas noch gibt. Dem jungen Team kann man nur viel Glück wünschen. Ist natürlich nicht in deutschen Händen…
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Montag, den 19.03.2007 [20:00]
Der Webwahnsinn geht weiter! Nicht nur daß sich Texte und Bildchen selbständig bewegen und wackeln – jetzt hält auch noch der ¬WebSound massiv Einzug. Jetzt könnte es bald ächzen, stöhnen, wispern und quietschen, sobald man die Maus im Netz bewegt.

Um dieses Gebiet hat sich sehr rührig ¬Scott Schiller verdient gemacht. Da hat er eine Javascript-API auf die Beine gestellt… Wo manche nur ihre Energie hernehmen. Das ist schon fast pathologisch. Seine Webseite ¬Schillmania liefert er in zig graphischen Ausführungen aus. Das muss ja erst einmal erstellt werden. Und das Schlimme ist, offenbar bezahlt es niemand. Es ist nur so wunderbar einfach kreativ zu sein.

Nun hat uns der Mozart mit vielen schönen Sinfonien und Sonaten beglückt. Die musste Amadeus alle noch aufpinseln – oder vielleicht aufpinseln lassen. Man stelle sich nur mal vor, es hätte schon MIDI gegeben. Dann hätte das musikalische Genie den ganzen Tag am Keyboard gesessen und pausenlos komponiert. Wenn eine Sinfonie dreißig Minuten dauert, hätte er locker pro Woche 120 Stück komponieren können. Das Köchelverzeichnis wäre wohl sechsstellig geworden.

Die moderne Technik hat nicht nur eine Beliebigkeit und Inflation der künstlerischen Äußerungen ermöglicht, sondern auch Gedanken und Wissen befördert. So gibt es viele Suizidforen, in denen sich Lebensmüde über Techniken austauschen. Ist nur die Frage, ob es dadurch zum Anstieg dieser Zahl kommt. Gestern, am langweiligen, verregneten Sonntag, tauchte plötzlich über eine heise-Meldung das Thema „Schlossbruch“ auf. Also geschwind mal das Wort Lockpicking in eine Videoplattform eingegeben und schon ist es mental mit dem Sicherheitsgefühl in der warmen Stube dahin. Wie einfach das Knacken doch geht! Der eine Blechstreifen (Spanner) steckt schon mal drin und drückt in die richtige Richtung und der zweite, kleinere Harken giekelt so lange rum, bis das Schloß eben aufspringt. Bedenklich, wie schnell das geht. Noch schneller geht es mit einem ¬BumpKey, das ist quasi ein Art Dietrich für eine Schlüsselfamilie. Damit muss man nicht mehr nesteln und fummeln, die Tür springt sofort auf. Bedenklich ist nicht die kurze Öffnungszeit sondern vielmehr der unangenehme Dialog mit Versicherern, die nicht zahlen wollen und vorgeben, das Schloß sei mit einem legalen Öffnungswerkzeug geöffnet worden. In solchen Fällen kehrt sich die Beweislast um und der Kunde hat große Mühe zu beweisen, dass überhaupt ein Einbruch vorliegt. Die Versicherungsexperten von der Gegenseite unterstellen Betrug und stellen sich allfällig dumm, was den ¬allgemeinen Kenntnisstand auf dem Gebiete betrifft. Dabei ist es so einfach: die nötigen Werkzeuge kann man aus Straßenkehrerborsten, Radspeichen oder (verpackungs-)Metallbändern herstellen. Wie das geht steht im Netz. Und wer Legastheniker ist, wird bei youTube fündig.

Zukunftsfatalisten wurden heute beim Kulturradiogrpgramm hr2 fündig:
Erst stirbt die Biene, dann der Mensch. Auf diese alarmierende Formel lässt sich bringen, was derzeit um uns herum geschieht: das stille Sterben der Honigbienen. In Europa sind die Völker durch eingeschleppte Parasiten dezimiert, in den USA schlagen jetzt Wissenschaftler Alarm: die Bienen sterben aus! Ohne ihre unermüdliche Bestäubungsarbeit aber bricht den Menschen die Nahrungsversorgung zusammen...“

Was denn nun?
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