Rainers Horen
Sonntag, den 15.04.2007 [09:48]
Nun denn, auch die Freunde Israels sollen ihre Freude haben und so gibt es heute eine sehr kurze Einführung in das Ivrith. Das ist die Sprache, die im modernen Israel gesprochen wird. Da wäre schon mal die hebräische Schrift… Sie wird für Ivrith, das talmudische Hebräisch, das Ladino und das Jiddisch genutzt. Die Vorstellung der Schreibschrift ist schon wichtig, da kein Israeli irgend etwas handschriftlich mit der Druckschrift aufschreiben würde. Das ist im Web natürlich schwierig, weil man ja den Font nicht vorgeben kann und so ist das hier mit kleinen Grafiken realisiert, die via <span class="cursive">????</span> eingebunden wurden. Diese Konstrukte werden dann nach dem Laden der Seite durch entsprechende Javascriptschnipsel durch den IMG-Aufruf ersetzt. Leider ist der TrueType-Font sehr unvollständig, es fehlen schon mal die Konsonanten mit dem Dagesh. Das ist der kleine Punkt in den Buchstaben, der aus dem Reibelaut ein Verschlußlaut macht. Offenbar muß FontForge mal ran, um den Font zu ergänzen. Die am Ende angefügten Textbeispiel entbehren nicht einer gewissen Komik. aber das ist nun mal so, wenn eine Sprache nur wenig Buchstaben hat und so sitzt dann Barbara am Abhang.

Nun ist der späte Familien-)Sonntagnachmittag angebrochen wieder einmal strömt alles in den Stadtpark — die andere Hälfte ist auf dem Dom. Die Wiese ist krachend voll und der Grillrauch zieht in blauen Schwaden bis zum Biergarten Schumachers. Hier sitzen sie nun wieder – die Männer, die sich geegnseitig erzählen, wie cool sie sind und die Frauenzimmer, die sich gegenseitig die Welt erklären. Dazwischen sitzen versprengt die Hagestolze und Fräuleins, die sich im mitgebrachten Buch vertiefen. Es ist schon eine Muße.
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Donnerstag, den 12.04.2007 [19:08]
Das Wetter will zwar was anderes, aber heute ist Refactoringtag. Jede Woche gibt es etwas neues zu entdecken und eine gewisse Scham gegenüber alten Projekten kommt hoch. Es ist der ewige innere Streit, ob man einfach virtuelle Deckel verteilt und weiterwurstelt oder Nachhaltigkeit produziert. Wie schon erwähnt wird heute dennoch ausgemistet und der ganze Javascriptcode im Theaterprojekt herausgezogen und in eine zentrale Observer-Datei ausgelagert. Es ist schon ein beruhigendens Gefühl, die gesamte Logik einer Website zentral zu wissen.

Da steht residiert sie nun: die einsame und doch souveräne Yucca im bürgerlichen Treppenhaus der autofreien Wohnwarft. Es ist zwar keine Hess'sche Araucarie, aber als Metapher kann sie doch dienen. Da steht sie nun als stilles Zeichen deutscher Gemütlichkeit und mag nicht jedes Jahr umgetopft werden.
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Mittwoch, den 11.04.2007 [10:06]
Gestern war nun wieder das Herrentreffen in Altona. Sogar auf ¬php.net wird das Treffen monatlich angekündigt. Dort trifft sich im Kick&Company immer so ein Häufchen Aufrechter, die sich über Technik und Geschäft rund um die Webprogrammierung gerne mal austauschen wollen. Es hat natürlich auch immer etwas vom gegenseitigen Übertrumpfen – Männer sind nun mal so sozialisiert und es gehört zur Mannwerdung, sich diese Frotzeleien anzueignen. Schön war besonders der Satz: „Bei dem Projekt sehe ich besonders die Nachhaltigkeit; ich möchte Ihnen auch noch in zwei Jahren in die Augen schauen könne.“. Und gewiss hat immer jeder das mächtigste, professionellste Framework.

Apropos: der Chinakurs scrollt immer noch nicht richtig sanft. Die Mootools sind dafür wie geschaffen, die Dokumentation ist eben wirklich nur eine API-Doku und es gibt keine Beispiele. Wie so oft gibt es gute Beschreibungen bei ¬Drittanbietern. c|net hat sich liebenswerterweise des Themas der Effekte angenommen. Also wieder einmal eine halbe Stunde geopfert ;-)

Die Stunde hat sich gelohnt und die Doku ist wirklich hervorragend. Der Wissenzuwachs war enorm – leider gibt es auch einen Hungerzuwachs. Für technisch Interessierte hier der Code, der das sanfte Gleiten auslöst: '.softscroll':function(el){el.onmouseover=function(){new Fx.Scroll('main').scrollTo(0,new $(el.getAttribute('link')).getTop());}}
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Montag, den 09.04.2007 [20:31]
Heute nun der höchste Feiertag der Christenheit, so zumindest die Pastorin in der Kreuzkirche. Aber war nicht auch in der DDR jedes Dokument das Wichtigste? So stand es zumindest in jedem Ausweis – und es gab viele von diesen A7-großen Heftchen.

Nachdem nun das niedrigschwellige Angebot (den Kurzfilm um den Kampf am Buffet im Kirchenschiff möchten wir aus ethischen Gründen hier nicht zeigen) der nordelbischen Kirche absolviert war, gab es als Höhepunkt des Tages den Kulturflohmarkt am Arbeitsmuseum, der sichtbar immer mehr wächst. Neben dem unvermeidlichen Riesenpendelgrill mit schmorenden Thüringern (zumindest was der Hamburger darunter versteht) war auch wieder die massiven Kindergesichtsverschönererinnen am Werke. Zeitgemäß war heute das Walgesicht angesagt und so hat die Tochter eines Ghanaesen und einer Sinti ihr Meisterinstück abgelegt. Und so sieht es aus, wenn es fertig ist:



Nun aber zu ersthafteren Dingen: nachfolgend ein kleiner Einführungskurs ins Mandarin. Das ist die Sprache, die gewissermaßen die Standardsprache in China darstellt. Im Süden gibt es dann beispielesweise noch Kantonesisch oder Schanghaiïsch.

Das ist schon ganz nett. Als besonderes Bonbon ist am Ende des kleinen Schnupperkurses ein Werkzeug angefügt, das chinesische Texte in Lautschrift umsetzt – nennen wir es einmal Hànzì2P?ny?n. Hat man alle Silben als Soundschnipsel vorrätig (und wer hat das nicht), könnte man auch vorlesen lassen.

Allerdings müsste die interne Navigation etwas sanfter ablaufen – so erschrickt man ja regelrecht. In der Besucherliste ist nun GoogleMap eingebaut. Ein leichtes Überfahren der Orte zeigt rechts davon nach ein paar Sekunden den entsprechenden Ausschnitt aus der Weltkarte.
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