Rainers Horen
Sonnabend, den 28.04.2007 [08:36]
Immer noch ist das Boxenmodell im Web designbestimmend.
Der Textfluß ist auf genau einen Container beschränkt
und dieser Container muss immer noch rechteckig sein.

Welch tolle neue Webseiten wären wohl möglich,
wenn dieses Prinzip durchbrochen werden könnte!

Hier ist das mit einem kleinen Trick realisiert, der
nicht wirklich professionell ist. Unser Fotomodell
Birgit und Throntesterin bildet ledigleich ein
Hintergrundbild, über das „vorsichtig“ getextet wurde.
Jedwede Veränderung
an der
Schriftgröße
würde die Anicht
zerstören. Das ist
nun gewiss keine
barrierefreie
Lösung!
So Fräulein, Sie
können die
unbequeme, aber
lässig
erscheinende
Sitzhaltung
verlassen.

Uns überrascht das Wetter wieder einmal mit grandiosem Sommerwetter.
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Mittwoch, den 25.04.2007 [15:28]
Der Rausch der gefüllten Plastikschläuche ist verflogen und nun ist Mut gefasst, neue Abenteuer in dieser ¬besten aller möglichen Welten zu bestehen. Das ist wahrer Lebensluxus: sich an diesen kleinen Dingen des Lebens zu erfreuen. So wie an der Blüte der Apfelbäume im Alten Land in der Nähe von Jork. Das strahlt solch eine Ruhe  und Natürlichkeit aus, dass man glauben könnte, hier ist der Mensch noch im Einklang mit der Natur.

Aber halt! Schon wieder kommt der kleine Widerspruchsteufel. Was Bild und Ton nicht zeigen kann: es riecht dort durchdringend nach scharfen Insektiziden. Obsthändler auf den Hamburger Märkten betreiten vehement, solch Teufelszeug einzusetzen. Die Äpfel wären wurmfrei, weil das nun mal so sei. Im Norden Deutschlands ist es nun mal kälter als beispielsweise in südlicheren Gauen und so kann man in Jork gänzlich auf den Einsatz von Chemie verzichten.

Ach, wo bleibst Du heile Welt, gerne würde ich an Dich glauben. Oder ist es gar so, dass die Äpfel es gelernt haben, diesen Geruch zu erzeugen, um die Maden abzuschrecken. Der große sowjetische Biologe Iwan Wladimirowitsch Mitschurin und Wegbereiter des Lyssenkoismus hätte seine Freude an dieser besonders durchtriebenen Form des Mimikry.
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Dienstag, den 24.04.2007 [13:02]
Darf man jüdische Witze erzählen? Ja klar! Und wie ist das mit Judenwitzen? Oh, da gibt es Bedenken. Ist das nicht jüdische Spitzfindigkeit? Nein. Der Unterschied besteht in der Feinheit, dass sich jüdische Witze Juden gegenseitig erzählen und die Judenwitze (so wie Ostfriesenwitze u.ä.) einfach nur diskriminierend sind und Vorurteile bestätigen helfen sollen. Treffen sich zwei Juden vor dem Badehause. Sagt Schmul zu Cohn: „Jaja, wie schnell so ein Jahr vergeht.“. Klar, das ist nicht in Ordnung, zielt die kleine Episode doch auf ein gewissen Mängel an Individualhygiene ab.

Was sind nun jüdische Witze? Zwei Dinge sind völlig unerklärlich und rätselhaft, nein – es sind drei Dinge: Warum schwimmt ein Fisch im Wasser (ohnje sichtbare Schwimmbewegung), warum fliegt ein Vogel in der Luft (ist er doch schwerer als Luft) und wie können Mann und Frau zusammenleben…. Das ist nun wahrhaft das größte Rätsel und hat schon Heerscharen von Literaten, Eheberatern und Betreiber von Kontaktbörsen im Netz ernährt.

Da lernt eine Frau aus der ostdeutschen Provinz einen Mann aus Berlin kennen. Nennen wir die Beiden mal „Andrea“ und „Andreas“. Das kommt dann schon hin. Andrea fährt hochmotiviert von Schwarzensee nach Berlin und trifft dort ihre Bekanntschaft aus dem Netz. Andreas zeigt ihr stolz unsere Hauptstadt, er weiß auch viel zu erzählen und hält damit auch nicht hinter dem Dinges. Er doziert mit wachsender Begeisterung über die moderne Architektur… Andrea findet ihn trotzdem oder auch gerade deswegen sehr sympatisch. Natürlich will sie mit ihm an diesem Wochenende nicht in die Kiste (wäre ja noch schöner), wundert sich aber schon, warum er auch nicht einmal andeutungsweise einen gewissen körperlichen Kontakt sucht. Da haben wir wieder das Problem der Unüberbrückbarkeit.

Denke wir einmal darüber nach, warum das so ist und was das auslöst. Lasst uns doch einmal die verschiedenen Interpretationsmöglichkeiten durchspieldenken:

These 1: Andreas hat an Frauen aus grundsätzlichen Erwägungen kein Interesse. Ist naheliegend, aber unwahrscheinlich. Warum der ganze Aufwand sich im Vorhinein den Bædecker reinzuziehen? Könnte aber ein Erwachsenenspiel sein.

These 2: Andreas hat vor vielen Jahren einen ähnlichen Versuch gestartet. Er hat damals noch nicht Gedanken lesen können, das Timing nicht eingehalten und furchtbar was auf die Finger bekommen. In Zukunft – so Andreas – gehe ich kein Risiko mehr ein, wäre doch gelacht!

These 3: Andreas steht unter riesigem Leistungsdruck. Eine Frau hat zu ihm mal nach einem allzuraschen Abschluss gesagt: „Wenn Du nochmal zu mir kommen willst, bist Du besser vorbereitet. Das war wohl jetzt nichts.“. Oh. das macht Angst.

These 4: Andreas hat zu viele Anzeigen in Netzkontaktbörsen gelesen und glaubt nun tatsächlich, Frauen wollen nur spaziergehen, Rotwein trinken und über Beziehungsprobleme reden.

These 5 Andreas' Mutti hatte ein etwas schräges Bild von Sex, er wohnt auch noch im mütterlichen Haushalt (Modell „Hotel Mama“) O-Ton von Mutti: „Andreas, Du weisst doch, Frauen lassen das nur mit sich geschehen, weil Männer nun mal so törícht sind, und immer das EINE wollen. Und mein Kleiner: heute Abend kommst Du wieder zu mir. Wir müssen wieder wegen der Phimose das Vorhäutchen hochziehen. Du weißt doch, was damals Dr. Festerling gesagt hat?“

These 6: Andreas hat was ganz Großes mit Andrea vor, er macht keine halben Sachen und hält Enthaltsamkeit für einen Liebesbeweis.

These 7: Andreas hat sich zeitlich verplant und es nicht mehr geschafft, Maßnahmen der persönlichen Körperpflege vorzubereiten, einzuleiten und durchzuführen. Sein hygienischer Zustand entspricht nicht dem gesellschaftlichen Normativ. Und nun möchte er aus olfaktorischen Gründen Andrea nicht allzunah kommen.

These 8: Andreas hat in Andreas Augen eine gewisse Lüsterheit wahrgenommen und er möchte sich vorerst dem vermeintlichen Leistungsdruck nicht stellen.

Wir fassen zusammen: wenn Mann und Frau zusammenpassen würden, wären die Biergärten und Straßencafés nicht voll mit schnatternden Liebespaaren, die würden schon längst ihrer staatsbürgerlichen Pflicht nachkommen.

Gerade kommt im Radio, dass der Herr Klar, der gerade seine lebenslängliche Strafe abgerissen hat, als Praktikant beim Berliner Ensemble arbeiten darf. Das ist ja nun superplusgenial vom Intendaten des B.E. eingefädelt. Könnte von uns sein. Da bieten wir auch so einen Praktikantenplatz in der Webmasterei an. Das könnten wir sogar noch wunderbar begründen: beispielsweise könnte sich Frau Meinhof bei uns mit den modernen Medien vertraut machen, sich eine eigene (Web2.0)-Plattform bauen, wo sie ihre Vergangenheit aufarbeiten kann. Und ganz nebenbei ist die kleine, feine Webmasterei in aller Munde. Weil: es wird zur DPA-Meldung, kommt in die Medien und dann geschieht das Übliche. Der eine findet es git, der andere weniger und schon wabert es wieder durch den Äther. Genialer Streich, Sapperlot!

Und was das beste ist; wenn es mal zu Problemen mit der Zahlungsmoral der Kunden kommen sollte, Ulrike weiß bestimmt, wie man mit solchen Säumigen spricht, der macht man nichts vor. Nach dem zweijährigen Praktikum (koffeinhaltige Heißgetränke und Wasser werden gestellt) bekommt sie ein schönes Arbeitszeugnis ;-)) Leider ist Ulrike freiwillig von uns gegangen und steht als Werbeträger nicht zur Verfügung. Zu dumm.

Selbstexperiment „BUM - Pocket Drink®“
Eigentlich wollten wir frische Milch und Ehehygenieartikel kaufen, da fällt der Blick auf Beutel in der Größe einer DVD (für Leser späterer Generationen: so etwa handtellergroß) in schwabbeliger Anmutung. Oh, jetzt wäre der Moment über den Niedergang von allem zu lamentieren: da wird extra etwas entwickelt, produziert und natürlich auch verkauft, damit unsere zukünftigen Leistungsträger und Rentenverdiener an jeder Kontrolle vorbei Alc trinken können. So ist das Kapital. immer wieder schlau und überhaupt. Vorurteile und Erhabenheit zählen nicht. Immerhin könnte ja sein…

Gut, also die Packung in den Kelvinator gelegt. Nach einer Stunde raus ans Tageslicht und die Hüller aufgebrochen, da purzeln einem sieben Plastikschläuchchen entgegen. So müssen die Dinger aussehen, die die Drogenkuriere schlucken und dann oft auskacken müssen. Testen wir mal Wodka/Lemon. Geht so. Ist das wirklich vergärtes Getreide und Zitrone?? Schmeckt mehr so wie aus der Chemiefabrik in Holzminden. Und nun Wodka/Blutorange. Sollbruchstelle ist gut ertastbar. Kann man also auch im Dunkeln einer Disco applizieren. Schmeckt vor allem nach Plastik der Wurst. Warum nicht gleich subkutan oder intravenös? So muss sich bewaffneter Fellatio anschmecken. ;-))

Ich kann noch gut tippen und schreiben. Ola! Und nun Wodka/Energy, was das auch immer bedeuten mag. Wieder die Einrißstelle. Aha. Igittigitt! Ist das süüüß. Und davon gibt es jetzt noch zwei in der Packung. Das spenden wir morgen dem Kolpingwerk.

Als wir noch in Dreifachschicht im Zeißkombinat Leiterplatten in Saalfeld prüften, da gab es unvergällten Alc für die Leiterplattenreinigung. Nach einigen Tagen war der von Lack und Kolophonium verunreinigt. Die ganz Harten mischten das Zeug mit ClubCola auf Trinkstärke. Das muss so geschmeckt haben.

Übrigens schlechtes Marketing: Suche nach dem Produkt bei einer marktführerischen Suchmaschine bringt keinen Treffer. Das heiß ja wohl im Umkehrschluß, dass mir in einigen Tagen ganz oben stehen.
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Montag, den 23.04.2007 [12:36]
Viele Dinge machen so richtig Spaß. Dazu gehören auch Dialoge zwischen Frau C. Rice und ihrem Chef, dem Noch-Präsidenten der mächtigen USA und Fastnamensvetter, der durch das Zeichnen von Lausbubenstreichen berühmt wurde.

Er ist zwar nicht Muttersprache der Deutschen geführt, aber das Sprachniveau ist aus begreiflichen Gründen recht niedrig gehalten. Es erinnert zumindest inhaltlich etwas an Erich Mühsams „¬Unterhaltung bei Königsberger Klopsen“,

Dieses illustre Pärchen aus dem fernen Lande „regiert“ die Welt mit Kaffee, Milch und zwei Stückchen Zucker. Welch fabelhafte Konstellation!


Heute starb der ehemalige russiche „Fürst“ ????? ?????????? ??????. Schon fast vergessen, war er heute wieder einmal Thema des politischen Feuilletons. Dafür sind Jubiläen und andere Wechselfälle des Lebens nun einmal da… Nachdem nun eine gewisse diplomatische Schamgrenze überschritten ist, darf offenbar gelästert werden. Erstaunlich ist nur, dass gerade an seinem Todestag solch freche Kommentare (uns das im deutschen Staatsradio) abgegeben werden. Es gibt eben Menschen, die selbst zum Zeitpunkt ihres Todes dazu provozieren. Als mal ein Altvorderer des Horisten verschied, wurden schon auf dem Gottesacker Witze gerissen und eine dem Verstorbenen nahestehende Dame bemerkte (offenbar auf die übergroße Vitalkraft des Verschiedene abzielend), dass man den Schwanz extra totschlagen müsste, sonst wüchste er aus dem Grabe. Ein schönes Bild – fürwar, das den damalig im Knabenzorne befindlichen Schreiber dieser Zeilen Irritationen bescherte.

Nun aber die Russen: das ist doch nun nicht wirklich genetisch bedingt. Solche Gedanken würden doch der Rassetheorie eines anderen Verrückten Vorschub leisten. Trotzdem: warum gibt in dem großen Reich immer solche menschenverachtenden Zare? Der ehrwürdige Lenin hat nur „Glück“, so früh schon gestorben zu sein – angeblich an der Lustseuche. Danach wurde die Kontinuität eines schrecklichen ???? ??????? nur fortgeführt. Letztlich kann die Welt nur zusehen, was da so geht. Die tapfere Journalistin und Geburtsjahrbegleiterin ???? ?????????? ???????????? wird leider nicht das letzte prominente Opfer sein. In Moskau werden schon Stimmen laut, Schachspieler sollen doch lieber bei ihrem königlichen Spiel bleiben.
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