Rainers Horen
Sonntag, den 08.07.2007 [12:25]
Zwischen zwei Gräuelnachrichten aus Afghanistan und Pakistan wird eine neue Verlautbarung unseres rollenden Innenministers bekanntgegeben. Schäuble will die Nutzung von Händies und des Internet für verdächtige Menschen, die nicht abgeschoben werden können, verbieten, Außerdem soll Verschwörung in Zukunft strafbar sein. Verrückt! Gab es das nicht schon einmal?

Schauen wir mal in das Strafgesetzbuch der DDR -StGB- von 1978. Im §100 werden wir schon fündig: „(1)Wer zu Organisationen, Einrichtungen, Gruppen oder Personen wegen ihrer gegen die DDR oder andere friedliebende Völker gerichtete Tätigkeit aufnimmt, wird mit Freiheitsstrafe von einem Jahr bis zu fünf Jahren verurteilt. (2) Der Versuch ist strafbar.“
Kann man Politiker entmündigen und in Pflegschaft überführen. Die Meldung ist so peinlich, dass sie nur gestern abend kam.
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Sonnabend, den 07.07.2007 [08:43]
Heute ist nun wieder so ein magischer Tag für das junge Glück: der 7.7.07. Deutsche Beamte landauf und landab müssen Sonderschichten fahren. Alleine in Köln finden 73 Hochzeiten statt. Sechs Beamte sind dafür überredet worden.

Wenn nur nicht nach dem Glück im siebenten Himmel das verflixte siebente Jahr wäre. Jaja, immer diese Gedankenspiele …

Das ¬Theaterplanprojekt nimmt immer perfekte Formen an. So kann man auch das sonnige/stürmige Schlagermove/Torfrock-Wochenende verbringen. Unter einer Brücke in der Speicherstadt wurden Hochzeitsbilder geknippst. Das glückliche (Hetero-)Paar steht im Dunkeln, im Hintergrund ist viel Licht – also der Klassiker der Fehlbelichtiung und eigentlich ein Fall für HDR. Der „Photograph“ tut sehr wichtig und beschäftigt. Ein starker Blitz soll es richten. Armes Brautpaar!.

In der Stadt ist Schlagermove angesagt. Im Minutentakt spuckt der Bahnhof bunte, lustige Typen aus, die was erleben wollen. Es gibt riesige Brillen, künstliche Koteletten und schrille Farben und viel Plastikblumen. Es ist eigentlich egal, was der Gegenstand des Interesses ist – Hauptsache die Gruppe überschreitet eine gewisse Schwelle, so dass man gut „schwimmen“ kann. Im Stadtpark ist Torfrockfestival. Es ist manchmal wirklich schade, keine Bilder machen zu können. Batterien sind grundsätzlich leer. Ist schon erbaulich neben derm Dixiklo zu sitzen und zu sehen, was da für gehörnte Typen auflaufen. In Bayern verkauft sich das Format nicht.

Birte hat sich in einen Mittelmeeranrainer verliebt, der in Schottland wohnt. immerhin gab es schon zwei Telefongespräche. Das verpflichtet!

Theatermäßig gibt es viel zu richten. Es juckt ja in den Fingern, es immer perfekter zu machen. Das kann sich übrigens zu einer Behandlungswürdigkeit ausbauen.

Zum Thema: Laufen Flashs in teiltransparenten Bereichen, gibt es ein Problem bei fast allen Browsern auf dem Mac. Opera hat den Bug nicht. Für das Problem gibt es nur eine Gummilösung – also einfach kein Flash einbinden. Hier der Code, der dynamisch die Diashow einbindet:


Das Buntmachen des Codes übernimmt nicht die Javascriptbibliothek von von ¬Dean Edwards, sondern die ¬GeSHi-Klasse von Nigel McNie. In dieser PHP-Klasse gibt es einfach viel mehr Möglichkeiten und macht einen durchdachteren Eindruck. So sei es.

Theaterplan ist kein fertigesSystem, sondern ein Baukasten, mit dem man zu überschaubaren Preisen Unternehmenslösungen für
Theaterhäuser und ähnliche Einrichtungen realisieren kann.

Das Besondere an solchen Auftritten ist die starke Zeitabhängigkeit der Präsentation. Andere Seiten wie so finden Sie uns oder Geschichte sind rein redaktionelle Seiten und können mit einem herkömmlichen CMS, beispielsweise MuLi bearbeitet werden. Das Besondere von MulIist ist sein pfiffiges FrontEndEditing und seine Mehrsprachigheit. In solchen reaktionellen Seiten können Module eingebettet sein, die aus der Theaterplandatenbank zeitgesteuert Texte beitragen. Das sind Vollbeschreibungen von Aufführungen und Schauspielern, Anrisstexte in Navigationsleisten, Spielpläne oder dynamische Ticketbestellseiten.
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Donnerstag, den 05.07.2007 [17:21]
Seit einiger Zeit verwendet Microsoft ein Dateiformat mit dem klangvollen Namen Webarchiv, in dem ganze Webseiten in einer Datei gespeichert werden können. Der Explorer und Opera können das Gemenge direkt anzeigen. Der Explorer und Word können diese Archive mittels Speichern unter generieren und haben die Dateiendung mht(ml). Öffnet man die Kühlerhaube, entdeckt man lupenreines MIME, wie es auch beim Versenden von elektronischer Post verwendet wird.

Möchte also ein Kunde HTML-Mails verschicken, liegt folgender Workflow nah: Editieren des Textes mit Word und Abspeichern in besagtem Format. Das entstandene Webarchiv lässt sich dann etwas trickreich als Grundlage der Mail verwenden. Nachfolgende Demo nimmt *.mht-Dateien entgegen und stellt sie im Web dar.


Natürlich entsteht da ein ganz krudes HTML und der Firefox-Debugger zeigt Fehler. Kurze Tests zeigen, dass nur der Wordexport recht manierlich läuft. Was das Opera veranstaltet, ist bestenfalls als Prealpha einzustufen.

Fazit: als Entwicklungsumgebung für Mails ist es zu gebrauchen – für mehr offenbar nicht. Es gibt eben gute (letztlich preiswerte) Lösungen und schnelle Lösungen.

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Montag, den 02.07.2007 [10:56]
Auf dem Kiez geht ja immer einiges. Eine ganz besondere Stimmung ergibt sich am Montagmorgen. Da wird der ganze Plunder wieder aufgeräumt und Platz gemacht für Neues. Ein wenig versucht der kleine Film einzufangen. Leider ist die schönste Szene verpasst: eine junge Afrikanerin mit glattem Haar lag wie tot auf dem Trittoir. Leider konnte das nicht photographisch dokumentiert werden – die Umherstehenden schauten sehr grimmig. Das ist so usus. Man hüte sich davor, die Damen rund um den Hans-Albers-Platz zu fotografieren. Wenn man Glück hat, wird einem nur der Chip abgenommen.

Der Montag bringt auch neue Herausforderungen. In der gestrigen Demo waren Teilbereiche auf der Seite ferngesteuert scrollbar. In Standard-Javascript als auch in ¬prototype kann man nur das Hauptfenster rollern. Im Framework geht das dann wie gewünscht – leider sind dann entscheidende Funktionen von prototype nicht mehr verfügbar. So funzt das Ajax-Teil nicht, das man für die eMail-Validierung prima einsetzen könnte usw. usf.

Also noch einmal rein ins Netz. Script.aculo.us bringt selber eine Rollerbücherei mit, leider kann man damit nur das ganze Fenster rollen. Wie schon geahnt gibt es einen Patch von ¬ELIÆ SCHITO aus Valencia, der diese Funktion so erweitert, dass man auch zu Elementen in Containern scrollen kann. Nun kann die Mootools-Bibliothek wieder raus und alles wird gut.

„Wichtige Informationen für potentielle Kunden“ sind bei der Zielgruppe weniger beliebt – sie werden glattweg als Spam betrachtet. Der wohlmeinende Versender des Rundbriefes sieht das natürlich anders und möchte sein CI rüberbringen und versendet HTML-Seiten. Dagegen sprechen viele Argumente.: HTML-Mails bekommen Negativpunkte bei Spamfiltern wie ¬Spamassassin und werden problematisch, wenn die Empfänger ihre Mails nicht mit einem Mailprogramm lesen, sondern im Web – eine Unart, die immer weiter um sich greift.

Da aber einige Menschen vom Geldverdienen leben müssen, sollten wir uns Gedanken machen. Reine Textmails mit PDF-Anhang (der Königsweg) entfällen. So muß ein anderer, steinigerer Weg beschritten werden. Leider kommt man nicht an MS-Word vorbei. Immerhin kann hier der Laie formatierte Texte erstellen. Es gibt da ein Exportmöglichkeit, die das Wordgeraffle nach HTML exportiert. Das Ganze ist natürlich proprietär und erzeugt so etwas ähnliches wie MIME. Nutzt man also diese Universalschreibmaschine als Entwicklungsumgebung für Rundbriefe, muss man sich damit beschäftigen.

Leider kann man nicht den ganzen Kram einfach per bekannter (PHP-)Mailbibliothek verschicken. Mit diesen technischen Eskarpaden will ich nicht langweilen. Die ¬RFC1521 gibt darüber Auskunft. In Kurzfassung: man muss aus den Magic-Key (Boundary) extrahieren und dann kann man leicht ein Sammlung von Mailteilen extrahieren, die man auch um weitere Anhänge erweitern kann. Hoffentlich ändert Microsoft nicht so schnell den „Standard“ – diese notwendigen Mehraufwände sind Kunden immer so schwer zu vermitteln.

Eine Webapplikation, die massenweise Web-Mails verschickt, müsste also folgendes leisten:

  1. Abfrage des Subjects (Betreffzeile) der eMail

  2. Einlesen einer Liste von eMail-Adressen (über Zwischenablage oder Excel-Export)

  3. Überprüfung dieser Adressen auf Syntax und Erreichbarkeit des entsprechenden Mailservers

  4. Einlesen der mht(ml)-Datei (MIME Encapsulation of Aggregate HTML Documents = Webarchiv)

  5. Überprüfung dieser Datei auf syntaktische Richtigkeit und Parsing des Inhalts

  6. Abfrage einer Nurtextvariante

  7. optionales Hinzufügen von Mailanhängen (beispielswseise PDF)

  8. optionales Hinzufügen von Visitenkarteninfos

  9. Abfrage weiterer Metainfos wie FROM:, Return-Path,

  10. Abfrage der SMTP-Daten (und Überprüfung dieser), damit der Spamlevel weiter sinkt,

  11. Versendung von Testmails,

  12. Aufbau einer Sendewarteschlange, Abarbeiten dieser und Anzeige des Versendefortschritts per Ajax

  13. Erstellung eines Protokolls


Schon das Thema ¬MHTML-Parsing macht schwindelig. Ein kurze Suche in einer bekannten Suchmaschine fördert zuvorders Sicherheitswarnungen zutage. Outlook & Gen. haben da offenbar Schwierigkeiten. Das ist aber ein Problem, was beim Mailempfänger draußen auf dem Lande auftritt – was solls.

Für die Weiterverarbeitung von MHTML gibt es eine ähnliche ¬PHP-Bibliothek. Sie muss allerdings angepasst werden, da diese Lib für das Parsen von eMail gebaut wurde. MHTML sieht aber ganz ähnlich aus.
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