Rainers Horen
Freitag, den 13.07.2007 [11:57]
Heute wird er wahr: der kulinarische Tabubruch. Aus Anlass der Doktorverteidigung einer Mitbewohnerin der Frauen-WG ist heute eine kleine Party angesagt. Das ist eine tolle Gelegenheit, den Fund aus der Gotenstraße in Hammerbrook einmal auzuprobieren.

Flash ist nett und muss.

Rezepte sind nicht einfach finden, aber dank dem ¬Netz gibt es für alle Fragen eine Antwort.

Das Publikum passt: da werden genügend Gourmettes (gibt es das politische korrekte Wort überhaupt in Frankreich?) darunter sein.

Noch lauschen sie den Ausführungen über die Darmlandschaft der Meeressäuger und staunen ob der aussagestarken Powerpointfolien, die schön bunt und schönschriftig in einem schönen Font (na, welcher wohl … ) daherkommen.

Auf jeden Fall macht das Zubereiten der Froschschenkel viel Aufwand – Rindsrouladen gehen schneller. Nun müssen die Schenkel nur noch leicht gesalzen und gepfeffert in Butter und Olivenöl gedünstet werden. Wenn die Froschschenkel gut sind, kommen sie auf eine vorgewärmte Platte. Die Butter-Olivenölmischung wird mit etwas Wein gelöscht und darin die Petersilie-Knoblauch-Mischung gewendet.
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Mittwoch, den 11.07.2007 [10:10]
Immer wieder wird vom sachkundigen Personal nachgefragt, wie das wohl intern mit dem smarten Dateiupload mit Fortschrittsanzeige funktioniert, der vor einigen Wochen vorgestellt und heute in einer verbesserten Version erklärt wird.


Hier die Auflösung. Fangen wir mit dem HTML-Schnipsel an, der das Formular baut:


Das sieht nun wirklich unkompliziert und übersichtlich aus. Nach dem Laden der Seite wird folgender Javascriptcode abgearbeitet:


Aufmerksame Leser werden die progress.php vermisst haben, die der Ajax-Prozess aufruft. Sie baut die eigentliche Fortschritssanzeige. Hier ist sie:


Wie das Bild entgegengenommen und abgespeichert wird, sei hier erspart. Dieses Wissen ist gemeinfrei.
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Dienstag, den 10.07.2007 [14:45]
Über die schlechten Radwege in Hamburg wird allerortens geschimpft. Ein beredes Beispiel ist der Weg von der Rentenversichrungsanstalt zum Berliner Bogen. Es ist aber nicht nur der miserable bauliche Zustand, gepaart mit mangelndem Baumschnitt – nein da gibt es rüdeAutofahrer, die frech den Radweg als Überholspur nutzen. Rechter kleiner Film beweist es.
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Montag, den 09.07.2007 [08:34]

Ein moderner Mensch braucht eine DigiCam, so denkt er zumindest. Geht man in ein Fachgeschäft, dann wird man von zig Modellen angelächelt, die alle mit der mysteriösen Megapixelzahl werben und ansonsten recht schweigsam sind. Das Studium von Einkaufsratgebern (beispielsweise c't) bringt auch nicht richtig Gewinn. Zumindest kennt man dann die Fallstricke und man weiß, was man nicht will. Beispielsweise will mein kein Ding, dessen Batterielaufzeit nach Minuten zu messen ist, dreimal teuerere Speicherkarten vonnöten sind oder wo man für die Datenübertragung zum Mac oder PC ein Spezialkabel braucht. Das sind allerdings alles Merkmale, die nicht im Prospekt stehen und schon gar nichts mit werbewirksamen Megapixeln zu tun haben. Nebiges Bild ist mit der FinePix F40fd aufgenommen. Dank an Maja! Auch der Gang zu Verbraucherportalen bringt mehr Verwirrung als Erhellung.

Es ist immer 5 vor 12 – die Ängste der Deutschen. So hieß eine ¬Sendung, die gerade im Deustchlandradio lief. Es waren goldrichtige Gedanken. Auch die Angst, den falschen Photoapparat zu kaufen, ist prekär.

Ausländer wundern sich immer, wieviele Apotheken und Ärzte sich in Deutschland rumtreiben. Sind die Deutschen kränker? Nein, es gilt das Schleevoigtsche Gesetz der Reziprokität: je sicher etwas ist, um so mehr kommt die Angst, dass sich da was ändern könnte. Viele Deutsche haben den Spruch auf den Lippen: Nur ein Jahr von HartzIV entfernt. Das heißt, wir können alle in einem Jahr verarmen! Kann sich ein Land von schwierigen Zeiten erholen, wenn die Mehrheit der Bevölkerung diese Vorstellung hat? Das glaube ich, ist zurückzuführen auf diese düstern Andeutungen: Arbeitslosigkeit ist was Schreckliches, und eigentlich ist es eine Katastrophe, und da kommt man nie mehr heraus.

Der Punkt ist einfach, dass die Angst im Sinne der Industrie ist. An erster Stelle die Massenmedien, die sich hüten werden, Normalität zu berichten. Sie käpfen alle um die heiße Ware Aufmerksamkeit. Damm kommen die Politiker, die mit ihren Parteigrogrammen, die Probleme lösen, die sie vorher konstruiert haben. Und nicht zuletzt ist es auch die Sicherheitsindustrie, die immer raffiniertere Schlösser und Alarmanlagen verkauft.
Flash wird benötigt!
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