Rainers Horen
Sonntag, den 22.07.2007 [11:32]
So schön wie auf dem vergrößerbaren Bild sieht die Küche jetzt nicht aus. ;-)) Nach einer heftigen Party ist das auch nicht zu erwarten. Es hat die ganze Nacht wie aus Eimern gegossen, es pieselt immer noch und nun harrt die Küche aufs Aufräumen. Dabei begann das Wochenende so hoffnungsvoll und sonnenscheinig. Der ¬Goldbekmarkt strotzte vor Leben: wieder gab es neue, einzelkämpferische Angebote von Frauen. Diesmal waren es nicht die hochwertigen, bemalten Spanschachteln oder Hausfrauen-Chutneys, sondern Holundersirup und selbstgemachter Modeschmuck. Einfach toll, was Hirne und Hände so schaffen können!

Am Ende (oder am Anfang, je nach Sichtweise) stand ein ¬Paar, dass versucht, den Winterhudern Sauerstoff direkt in die Zellen zu blasen und ihre Visionen vom erfolgreichen Leben zu verwirklichen. Natürlich ist das Pulverchen in den bunten Dosen mehr als ein Super-Brausepulver. Es nennt sich Fіtlіne© Actіvіze© OХҮРLUS und wirkt, wie wissenschaftliche Studien aus den USA bewiesen haben, gleich mehrfach. Beisielsweise werden Nährstoffe signifikant schneller transportiert. Sehr blumig nennt sich das Phänomen Nährstоff-Тrаnsроrt-Соncєрt (NTC©).
Außerdem schaufelt das Pulver sehr effektiv Sauerstoff in die Zellen – also dahin wo es dringend gebraucht wird. Auch dafür gibt es einen Begriff: es ist die patentierte Technologie des Рhаѕєn-Тrаnsfєr-Саtаlуsаtоrs. Respekt! Klingt fast so wie die Begrifflichkeiten, die im Raumschiff Enterprise durch die Gänge hallen. Der hier laufendeFilm zeigt Hintergründe. Letztlich geht es um das Manifest des Kapitalismus: jeder kann es – er muss nur wollen. Je riskanter ein Produkt ist, um so mehr muss man den Investoren paradiesische Visionen darbringen. Schon Karl Marx erklärte das in der Dialektik von Profitrate und Bereitschaft zu Kriminalität.

Nun könnte man glauben, solche Auswüchse gibt es nur beim ¬Strukturvertrieb von ¬Nahrungsergänzungsstoffen und angrenzenden Gebieten. Mitnichten! Jeder Computernutzer kennt diese schweren, schwarzen Knuppel, die verschiedendste Computer-Kabel zieren. Diese magischen Klötze sollen den Elektrosmog, der leitungsgebunden von USB2-Anschlüssen oder anderen „hochfrequenten“ Quellen ausgeht, eliminieren. Unter der Plastikhaut versteckt sich allfällig µMetall, das ist ein Stoff, der eine sehr hohe Permeabilität und gleichzeitig einen geringen elektrischern Widerstand aufweist. Solche Dinger werden aus seltenen Erden wie Neodym-Eisen-Bor zusammengesintert. In der DDR hatte dieses gesinterte Ferritmaterial den Markennamen Maniperm und wurde von der Hescho (zwischenzeitlich VEB Keramsiche Werke Hermsforf, heute Tridelta GmbH) hergestellt. Diese japanische Entwicklung hat die Entwicklung des Walkman© erst möglich gemacht. Nur mit diesem Material kann man Minikopfhörer und Tonköpfe herstellen. Soweitsogut.

Bringt man in Deutschland ein elektrisches Gerät in den Handel, muss der Hersteller nachweisen, dass sein Gerät gewisse Grenzwerte von ausgesendetem Elektrosmog unterschreitet. Das Wort ist natürlich Ballaballa, aber es kommt der vereinfachten Denkweise entgegen. In Wahrheit geht es um leitungsgebunden Störungen (bis 10kHz) und Feldemissionen bis in den Gigahertzbereich. Es gibt in Deutschland lizensierte Institute, die solche Messungen durchführen dürfen. Die Störenfriede werden in einem feldfreien, aber nicht refexionsfreien Raum detektiert und dann im Freifeld ausgemessen. So gibt es ein ¬EMV-Testlabor in Moggast in der Fränkischen Alb, das auf dem Gebiet ziemlich eingefuchst ist.

Eines der Lieblingsthemata von Dr. Rašek waren diese Knuppel, die immer wieder in treuer Ergebenheit an den Glauben ihrer Wirksamkeit, mühevoll den Kabeln beigebracht werden. Zur Demonstration der Wirklosigkeit hatte der Feldguru Dr. Rašek eine Art Stromzange. Da waren zwei Halbschalen aus µMetall, die mit einem Scharnier versehen, das ganze Kabel ummanteln konnte. Das ist also auf jeden Fall wirksamer, das ganze Kabel in Mymetall einzupacken als die 2 bis 3 Zentimeter dieser magischen Knuppel. Da wurde also ein Standardsignal am Anfang des Kabels eingespeist und am Kabalende selektiv gemessen. Dann wurde das Kabel in seiner ganzen Länge in diese Mantelzange gelegt und dann nochmals am Ausgang gemessen. Keine signifikante Änderung! Die Kunden waren immer ganz verstört.
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Sonnabend, den 21.07.2007 [13:34]
Heute hätte der Frank Zappa Geburtstag, gestern hatte Carlos Santana seinen Sechszigsten und vorgestern hatte der Horenschreiber und deswegen gibt es heute nochmals die Froschschenkel in Knoblauch/Petersilientunke. Bild der Verpackung ist nebenan.

Es sind oft Kleinigkeiten, die unauffällig, aber doch nützlich sind. So ist eine Eingabezeile, die zur Angabe eines Datums erheischt, gut zu bedienen, wenn da da gleich ein kleiner Kalender eingeblendet wird. Das sieht dann so aus:
Das hat man bestimmt schon oft gesehen. ¬Matt Kruse hat da vor einigen Jahren eine Bibliothek geschrieben. Allerdings ist die Anwendung seiner Kalenders recht sperrig – besonders wenn mehrere Kalender pro Seite nötig sind. Was liegt also näher, das etwas komfortabler zu gestalten. Idealerweise wird im HTML-Quelltext das Input-Element mit dem Klassenname calendarpopup gekennzeichnet et voilà: der Kalender ist da. Das Geheimnis ist eine Javascript-Bibliothek, die den ganzen Kram erledigt. Hier ist sie:


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Mittwoch, den 18.07.2007 [11:31]
Der gestrige, gutbesuchte GrauSIG-Abend hatte das Thema des Elendes der Schulmedizin und zeigte eine Winterhuder Alternative auf. Diese „Studier- und Schulbuchmedizin“, die es vergessen hat, auf uralte Erfahrungen der Menschen zurück zugreifen, sieht immer nur die Bäumer und die Blätter, aber nicht den Wald. Das ist das Vorrecht der ganzheitlichen Heilpraktiker, die den ganzen Menschen sehen und ihren Blick nicht durch das stumpfe Pauken von Knochennamen usw. verbaut haben.
Bilder über Blutheilung
Werden wir doch mal konkret: ¬Professor Enderlein hat während seiner lebenslangen Praxis als Arzt (in einer Zeit, in der die Menschen noch im Einklang mit der Natur lebten) Phänomene entdeckt, die bisher von den Schulmedizinern größtenteils ignoriert werden. Ersteht übrigens nicht in der Wikipedia, was ein weiteren Beweis für die vom Monopolkapital geschürte Verschwörung gegen die Komplementärmedizin ist. Gründe? Die üblich Verdächtigen sind die hedonistisch eingestellte Pharma- und Medizingeräteindustrie. Die wollen ihre Geräte und Tablette verkaufen und wollen natürlich nicht, dass ein einfaches Dunkelfeldmikroskop der Schlüssel der Heilung ist. Gerade hier gilt der Slogan vom "Keep it simple!"

So wie auch der große Prophet aus dem Nahen Osten während seiner Himmelfahrt die über tausend Regeln des Judaismus auf Anraten seines Chefs auf sehr wenige Regen reduziert hat, sollte auch jeder andere Heiler ganz einfache Regeln aufstellen. Die minimalste Runterbrechnung ist die, die die uns umgebende Welt in GUT und BÖSE unterscheidet. Das kann jeder gut verstehen und bedarf nur eines sehr kurzen Lernprozesses. Gut, wenn das Ziel klar definiert ist, dann wäre es doch mal zu überlegen. Ziel ist: „Lebenslange stabile Gesundheit.“. Klingt gut. Das hätte ich gerne. Was ist der Preis? In den Grundsätzen gesunder Ernährung lesen wir:
  • Hochwertige Nahrung
  • Kauen und Schmecken
  • 3 Mahlzeiten – Sattessen
  • Weniger Kohlenhydrate
  • Natives Oel statt Fett
  • Wasser für den Durst
  • Tägliche Bewegung
Der Preis erscheint nicht zu hoch. Übrigens allgemeine, unklare Sympthome habe ich trotzdem. Oft bin ich müde, abgeschlafft und unmotiviert.


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Dienstag, den 17.07.2007 [17:56]
Gestern war wieder ein grandioser Tag für die Hamburger Biergärten (jaja – so etwas gibt es wirklich in der Hansestadt) und für die Ricoh-Knipse, die mal testweise unser geduldiges Photomodell Angela abgelichtet hat. Die Aufnahmen sind bei bestem Kaiserwetter und mit sehr vielen Pixeln entstanden. Irgendwas stimmt da nicht – wo bleibt die Brillianz analoger Zeiten? Offenbar kann man bei zu vielen Bedienmöglichkeiten auch nur viel falsch machen. Damals hätten wir einfach Blende 11 und 1/100 sec. genommen und die Bilder wären fraglos gelungen.
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Montag, den 16.07.2007 [18:55]
Innerhalb einer Dekade finden wir drei tote Vögel am Wegesrand in Hamburg. Das kann kein Zufall mehr sein. Die deutsche Regierung verschweigt uns da etwas. In Hamburg gibt es 1,8 Mio Einwohner. Wenn man die Dreierzahl defensiv hochrechnet, dann gibt es allein in dieser Großstadt 3×1,8=5,4 Mio. tote Vögel. Da werden uns Vogelgrippeopfer auf dem fernen Rügen vorgeführt und dabei passiert es täglich in der Hansestadt – mitten unter uns.

Vattenfall will nicht zugeben, dass zwei Praktikantinnen das Atomkraftwerk in Krümmel chauffiert haben und in Japan hat ein starkes Erdbeben das größte Atomkraftwerk der Welt zum Tanzen gebracht und viel verseuchtes Kühlwaser ist ausgetreten. Natürlich hat zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr für die Bevölkerung bestanden …

Was es so gibt! Es gibt Hunderte von Digiknipsen am Markt und nur wenige haben einen Blitzschuh integriert – so die megapixelstarke CaplîoGX8 von RICOH. So richtig wertekonservativ hat die noch einen Sucher und ein stromsparendes, kleines Display. Nebiges Vogelbild ist damit geschossen. Überraschung: beim Versuch, einzelne Bilder vom Chip vom iBook aus zu löschen kommt eine Fehlermeldung, die auf Rechteprobleme hinweist. Eine Tiefenanalyse bringt zu Tage, dass die Dateirechte schon stimmen, aber das Dateisystem wird als readonly angelegt. Das hat gewissermaßen was mit der fstab zu tun. Schade, nun kann man nur den ganzen Chip per Formatierung aufräumen. Tse, tse, tse.

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