Rainers Horen
Sonntag, den 12.08.2007 [18:25]
Jetzt lachen wir noch über die schwarzen Vögel und drehen kleine Filmchen über die putzigen Krähen, wie sie uns im Stadtpark listig umrunden und immer ein wenig näher kommen. Die denken wohl, die können uns schwindlig machen? Wehe, wehe, wenn ich das Ende sehe (W. Busch).

In Nordfriesland setzen sich diese dunkelblauen/schwarzen Vögel auf den Kopf der friedlichen und ahnungslosen Schafe und picken genüsslich beide Augen aus, so dass sie dann fürderhin (die Schafe) kein Futter mehr finden und elendig verhungern. Schäfer haben das Wissen.


Nun könnten die Raben ja rabisch und im Sinne der Bewahrung der Schafbestände handeln und jedem Vierbeiner nur ein Auge rauspicken. Aber altruistisch sind die nun mal nicht eingestellt und denken nur hedonistisch an die leckeren Schafsaugen. Apropos: Beim Türken auf der Reeperbahn gibt es täglich zusätzlich zum Tagesgericht eine pikante Schafskopfsuppe für 3,-- €. Auf die äugische Delikatesse hat immer schon Abdallah das Recht des ersten Bisses.

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Sonnabend, den 11.08.2007 [15:52]
Seit einiger Zeit ist Web2.0? in aller Munde. Wie wir mittlerweile wissen, denken die meisten Menschen dabei an grüne Einfärbung, runde Ecken und wackelige Bilder. Es ist mehr. Und auch mehr als Mitmachblogs. Tatsächlich ist es mehr und jeder, den man fragt, weiß eine andere Antwort. Vielleicht ist es auch nur das letzte Aufbäumem des Webs, bevor es untergeht.

Datenbankanwendungen gab es fast immer schon. Da hat man klassischerweise nach dem Auslösen des Absendeknopfes alle Daten vom Formular überprüft, gereinigt und in eine Datenbank der Wahl geschrieben. Zur Anzeige der Folgeseite wurde der ganze Kram wieder ausgelesen.

Web2.0?: Da geht Einiges und das hat zur Folge, dass das eben beschreibene Szenario mindestens 30× aufwändiger ist. Äh – was soll das? Ja, früher, da war so ein Formular mit einer PHP-Funktion erschlagen. Aber jetzt kommen die neuen Begehrlichkeiten und das Mem ist nicht aufzuhalten. Nur mal ein Beispiel: Für jedes Formularelement läuft folgendes Prozedere. Da wird in einer Javascriptdatei vermerkt, welches Script auf dem Server aufgerufen werden soll, wenn der Nutzer irgendwo draufklickt oder ein Eingabefeld verlässt. Dieses Script ruft dann eine Aktion in einer Klasse auf, die dann beispielsweise den Namen eines Theaterstückes ändert. Das Ganze wird noch umgarnt von kleinen Status-Meldungen für den User. Bei folgender Intranetanwendung sind das pro Seite ca. 20 Aktionen …



Letztlich ist das eine große Fleißarbeit und kann eigentlich jede dressierte Äffin leisten.
Klickt man hier oben auf Stückeverwaltung, öffnet sich eine weitere Seite, wo man die Titel, Autoren und Untertitel aller 6000 Theaterstücke ändern und neue Stücke zufügen kann.

Nun soll auch noch die Reihenfolge in der Anzeige der Mitwirkenden veränderbar sein. Das ist eine schönen Aufgabe. Gibt es doch die schönen ¬Sortable-Bibliothek. Also flugs die Tabelle um die Spalte posi erweitert, in Javascript das Objekt deklariert und die Ajax-Methode gebaut, die bei jeder Änderung der Reihenfolge die Struktur an die Datenbank meldet.

Der staunende (und auch vergrößerbare) Hund weiß davon nichts. Er betet einen Werbezeppelin an, der für eine bekannte Hundefutterfirma wirbt. Und schon fängt er mit speicheln an. Der freut sich schon auf das neue Dosenfutter, an das er leider ohne sein Herrchen nicht rankommt. Gerne würde er ihn ja totbeißen, aber leider kann er mit seinen Pfoten den Dosenöffner nicht bedienen.
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Donnerstag, den 09.08.2007 [23:39]
So wie der Ichtologe, der mit einem fünfzentimetermaschigen Netz die Meereswelt erkundet, feststellt: Fische sind Tiere, die größer als 5cm sind, so kommen einem auch beim frühmorgendlichen Radeln durch die Stadt an Elbe und Alster komische Gedanken. Es gibt fast nur Jogger und Autos auf der Straße und die Jogger sind durchweg weiblich. Scheint so.

Es schien auch Serendipity eine tolle Blogsoftware zu sein. Der Artikel im letzten php-magazin war so überschwenglich. Es hätte auffallen müssen, dass der Verfasser der Chefprogrammierer ist. Nun gut. Augenfällig war schon das Eingabefeld für das Adminpasswort. Es ist verdeckt und nur einmal abgefragt. Gibt es also da eine Hudelei, fängt man wieder von ganz vorne an. Ändert man das Datum eines Eintrages, verschwindet Selbiger auf Nimmerwiedersehen, die Mehrsprachigkeit funzt nun wirklich nicht &ndash, auch wenn der Macher das Gegenteil beteuert …

Also heute eine neue Runde: Wordpress. Ist ja auch das bekannteste Teil. Mal sehen, wie es sich anfühlt. Paket per ftp hinkopiert, gestartet, Datenbankdaten eingegeben und Fragen beantwortet. OK, es klappt. Nächste Hürden sind: wie ist das mit den Templates und, welches Mehrsprachenmodul soll man nehmen? Es gibt nämlich derer Zweie. Die wären ¬polyglot und ¬gengo. Nun heißt es also wieder, mit maximaler Geschwindigkeit Wissen in sein Hirn zu saugen.

Das Polyglot-Plugin scheidet schon mal aus, weil es auf den ¬LanguagePicker aufsetzt, der von Wordpress2.* nicht unterstützt wird. So steht es zumindest dort. Richten wir den Scheinwerfer auf Gengo. Gemäß der paradoxen Intervention ist der Link zum Runterholen ganz klein, ganz unten und ganz unscheinbar. Auch nicht schlecht. Das ist gleich so ein retardierendes Moment, was innehalten lässt. Upps, das ging ja alles problemlos.

Zu früh gefreut. Nachdem ein Artikel in zwei Sprachen verfasst wurden, nervt das Ding mit einer Fehlermeldung – der SQL-Befehl SELECT p.*, p2l.language_id FROM news_posts AS p INNER JOIN news_post2lang AS p2l ON p.ID = p2l.post_id WHERE p.ID IN () AND p2l.language_id = '1' ORDER BY menu_order, post_title ASC soll eine flasche Sytax haben. Glaube ich gerne. Das schon nach solch' einfachen Aktionen Probleme auftreten!

Nun gut. Wie leicht per Netzsuche zu finden, gibt es da ein problem im Zusammenspiel von Wordpress und dem Gengo-Plugin. Das aktuelle Gengo0.9 arbeitet nicht mit dem neuesten Wordpress2.2 zusammen. Was tun? Alles wieder zurück und die Vorgängerversion von WP installieren? Das dauert wieder eine Stunde, die man sich ans Bein schmieren kann. Ah, es gibt noch eine Lösung. Der Entwicklung stellt schon mal eine ?-Version zur Verfügung, die dem Vernehmen nach funzen soll. Also schnell aus dem ¬Subversionsordner von Majelbstoat dem Kram geholt und in den Pluginordner kopiert. Und siehe da, diese Fehlermeldung ist wech.

Nun aber ran an den Speck und den ersten zweisprachigen Artikle verfasst. Es will einfach nicht klappen. Zwischenzeitlich (beim Stöbern und Suchen) poppt da gerade noch ein ¬Mehrsprachenwerkzeug hoch. Allerdings muss da der Text entsprechend getaggt werden. Das ist nun wirklich nicht zuzumuten. So, nun kocht die Stimmung. Gibt es auch begründete Depessionen?

Während der Pluginsuche kommt das Modul ¬Multilingual vorbeigeflogen. Klingt erstmal zielführend. Nach der Aktivierung kommen ganz schlimme PHP-Fehler entgegengeflogen. Gut, löschen wir das Unseelige GENGO. Ah, jetzt ist es schon besser. Nur leider kommt bei der Bedienung ein Extremfehler. Offenbar ist das Modul von Chris Waigl nicht Wordpress2.2 kompatibel.

Jetzt sind wieder drei Stunden verdaddelt. Schon in der Zeit wäre eine eigene Lösung schon längst fertig …

Gehen wir doch noch mal in das ¬Auslieferungslager für Sprachenplugins. Da treffen wir einen alten Bekannten, namens Polyglott wieder, der angeblich nicht funzt. --- Und es auch tatsächlich nicht tut.

Mittlerweile sind wir schon beim 15. Testposting angelangt und wir wechseln mal die Maschine. Hurtig auf dem Mac die Umgebung geschaffen und nochmals das Spiel. Wordpress und neuste Version des Gengo aufgespielt. Hm, jetzt kommt ein Fehler: es fehlen Datenbanktabellen für die Vielspracherei. Komisch. Verdacht: die entsprechenden Tabellen werden von der Alpha-Version nicht angelegt. OK. Dann löschen wir das Verzeichnis und spielen die offizielle (wie wir wissen offenbar nicht funzende Version) auf. Jetzt kann man die Sprachen installieren – nur leider keine Doppelartikel verfassen. ;.((
Grob gesagt geht es eigentlich nur darum, wie man nebenstehende Sprachversionsnavigation zu verstehen hat. Mit der Auswahlliste wird die Sprache in der Artikeldatenbank umgeschaltet. Das ist schon mal klar. Nur wie bekommt man es hin, dass der Artikel einen zweiten Eintrag hat? Noch weitere Stöberungen bringen einen ¬Artikel über Wordpress/gengo zu tage. Hm. Es gibt auch eine ¬FAQ. Das Forum ist leider tot.

Jetzt hat es geschnasselt. Alles klar. Der Denkfehler war der Arbeitsablauf. Man muss zwei Artikel schreiben und dann im Nachinnein festlegen, wer zusammengehört. ;-)). Jetzt kann man auch die Einzelanzeige des Artikels umschalten. Leider klappt die Hauptanzeige nicht. Da kommen SQL-Syntax-Fehler. Kopieren wir mal die Version 0.91 drüber. He, es klappt. Ob man sich zurücklehnen darf/kann?

So, ich wollte nur mal zeigen, womit sich ein Kybernetiker die ganze Zeit beschäftigt, wenn draußen die Sonne scheint.
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Dienstag, den 07.08.2007 [17:01]
Die heutigen Radio-Nachrichten klangen wie Realsatire.

Die britische Regierung kauft jetzt massenhaft Impfstoff gegen die Maul-und-Klauen-Seuche bei der Firma ein, die das Virus vermutlich in die Welt gesetzt hat. Der Sprecher der Bundesreichseisenbahn räumt gönnerhaft die kulante Möglichkeit ein, dass vom Streik betroffende Fahrgäste auch nicht gebuchte Züge benutzen dürfen. Tolle Mütze!

Die ¬gestrigen Bemühungen im Bereich Serendipity waren wohl eine Sackgasse. Es gibt zwar die Möglichkeit, Inhalte aus dem Blog in vorhandene Webseiten zu integrieren – aber leider funzen die Links in den Seitenleistenplugins nicht mehr. Mit Rewrite-Rules liese es sich fixen, aber leider geht das eben nicht auf einem Kundenserver. So ist es nun doch nötig, ein eigenes Template zu bauen. Dazu braucht man nur das default-Template zu bearbeiten. Das ist kein Problem und nach einer knappen Stunde sieht es völlig nahtlos aus.

Nun kommt die Mehrsprachigkeit als neue Herausforderung. Garvin Hicking hat da gerade eine ¬Lösung parat. Das ist genial. Es werden nicht mehrere Blogs bearbeitet, sondern die Sprache ist eine Texteigenschaft, so dass die Feeds und die Trackbacks immer auf den gleichen Inhalt zeigen. Das ist der erste Blog, der so etwas anbietet.

Zuerst muss Spartacus installiert werden. Damit hat man dann Zugriff auf die Onlinesammlung der Plugins. Noch drei Klicks und das Teil: serendipity_event_multilingual ist installiert. Aber was nun? Es hat sich in der Adminoberfläche nichts geändert. Ja, nur Geduld – nun läuft es.

Die Luft wird immer stickiger. Unser Bürohund „Tuborg“ hält es noch weniger als die Zweibeiner aus und läuft ständig auf und ab.

Leider muss aus historischen Gründen das Template in Abhängigkeit von der Sprachversion umgeschaltet werden. Das Ganze läuft mit ¬Smarty und so kann man nicht einfach „mal so“ mit PHP etwas umschalten.

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Montag, den 06.08.2007 [18:44]
Heute ist trotz des Kaisermanöverwetters der zweite Serendipity-Tag. Was auf der eigenen Maschine so einfach per wget PAKET und tar -zxvf PAKET ging, ist auf dem Kundenserver wegen des fehlenden Shellzugangs etwas mühevoller.

Es sind zwar „nur“ 10 MB, aber immerhin sind es 173 Dateien, die vom FTP-Programm einzeln angefasst werden müssen. Da kommt schon eine Zeit zusammen, wo man nicht zuschauen möchte und sich lieber von der iranischen Praktikantin einen Kaffee holen lässt. Und schon ist er da, aber das Paket ist immer noch nicht dort. Hm, gut, dass es einen Blog gibt und dass derweil der obige Trailer nett anzuschauen ist. Unbedingt kaufen!

So, jetzt ist der Installationsbildschirm verfügbar und leider gibt es keine Schreibrechte im Projektverzeichnis. Nun gut – die gelbe Quietschente Cyberduck löst das Problem. Nun die Datenbank anlegen lassen. OK – ist schon fast verdächtig. So nun noch das Umschreiben der Webadressen einschalten. Upps, wie sieht denn das aus? Kein schönes Layout mehr, die Links funzen nicht. Klar Allow overwrite ist beim Provider ausgeschaltet, das CMS könnte das ausmessen, tut es aber nicht.

So müssen wir das Rewriting leider wieder abschalten. Und nun ran an den Blog und den ersten Artikel verfasst. Klappt wunderbar, das Einbinden der Bilder könnte auch glatter funzen. Das ist in Mu*LI nun wirklich besser gelöst. Der Windowsnutzer ist ja Leid gewohnt und wird es schon vortrefflich finden.

Nun ein Blick unter die Haube: Eingebettete Bilder bekommen vom System keine Klasse zugewiesen, sondern feste Style-Anweisungen. Hm. Da wird es schwierig, zentral das Layout zu ändern. Oder doch? Die Links in der rechten Navigationsbar (Kalender und Themen) hauen nicht hin. Da kommt wohl noch viel Arbeit auf uns zu; und da das Rewriting auf diesem Server nicht erlaubt ist, muss man wohl im Code etwas hart ändern. Das ist nun wirklich unästhetisch!
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