Rainers Horen
Sonntag, den 21.10.2007 [13:04]
Nun sind wir alle dem Phänomen der Aufmerksamkeitsökonomie unterworfen. Der willige Konsument hat leider nur ca. 16 Stunden zu Verfügung, um diese wunderbaren Einkaufs- und Downloadmöglichkeiten wahrzunehmen

Dann wird auch klar, dass der Anbieter von pfiffigen, professionellen, hochwertigen und natürlich auch nachhaltigen Dingen (schon wegen der ständigen Inflation aller Werte – immerhin gibt es jetzt in Deutschland schon Elitehochschulen, wo doch Universitäten an sich schon etwas Elitäres sein sollen) zu immer krasseren Bildern greifen muss. Was liegt also näher, als sich mit dem Wesentlichsten zu beschäftigen. Schon Martin Luther sprach vom Letzten, was uns bewegt. van Gogh sagte mal beim Betrachten der Bilder von Rembrandt: „Da muss man mehrfach sterben, um zu solchen Erkenntnissen zu kommen.“

In der beworbenen Sache geht es aber nicht um diese Dinge im lutherischen Sinne, sondern um Downloadmöglichkeiten. Ist natürlich ein Lebenszeitverschlinger, aber unter ¬OnlineTVDownload kann jedermann kostenlos alle TV-Sendungen runterladen. Aus rechtlichen Gründen muss der Nutzer sein Begehr vorher anmelden. Natürlich wird alles aufgezeichnet, aber so entsteht der Eindruck, als ob das ein Onlinerecorder wäre. Es ist in sofern nicht kostenlos, weil der Download in eine Warteschlange eingereiht wird und nach unbestimmter Zeit hat der TV-Süchtige fünf Minuten Zeit, um den OK-Knopf zu drücken. Das hat dann gewisse Konsequenzen, die sich der geneigte Leser ausmalen kann.

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Donnerstag, den 18.10.2007 [09:29]
Immer wird nachgefragt, wo er Horist seine Ergüsse schreibt und warum eine Webagentur ohne Photoshop™ arbeitet.

Auf erste Frage gibt es eine Antwort. Sie ist hier links zu sehen und wer schon öfters hier war, weiß um die Möglichkeit der Interaktion.

Sie beïnhaltet auch die Antwort auf die Frage nach dem Lieblingsspielzeug der Creativen in ihren Agenturen.
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Dienstag, den 16.10.2007 [23:09]
Klar, dass der letztwöchige Vortrag zur Neogeografie Spuren hinterlassen hat. Und so ist gestern Abend nach der Einarbeitung in ¬YAML diese Spielwiese entstanden:
Bisher gab es zwei Welten: für GoogleEarth (das ist die 3-D-Anwendung, die auf dem Desktop läuft) gab es zur Beschreibung KML – ein XML-Dialekt. GoogleMaps (so ein Mashup wie hier oben) musste mit einer Javascript-API bedient werden. Seit Kurzem kann man nun die KMLs in die Mashups importieren. Was ergeben sich da für Möglichkeiten! Nun ist es relativ leicht möglich, datenbankgestützt solche Karten zu gestalten. Ideen sind gefragt.

Der Alte Herr des Horisten musste auch mal einen Abituraufsatz schreiben. Karl Marx referierte damals über das urchristliche Thema: „Ich bin der Weinstück …“ und der zukünftige große Denker und Athei¨st legte einen sehr frommen Deutschaufsatz hin. Naja aus konvertierten Elternhause kann man das wohl erwarten. Der Heiner hatte 1952 das Thema: „ Es ist nachts und da brennt noch ein Licht.“. Auch das war ein Ergebenheitstest. Damals sollte die Antwort etwas von einem Jungakademiker erzählen, der nachst noch die Werke von Stalin liest.

Auch heute arbeitet man allfällig auch dann, wenn die Sterne funkeln:



Wie zu sehen, ist der eingeschworene Macianer schwach geworden und hat den Schreibtisch durch einen Windows-PC ergänzt — man gönnt sich ja sonst nichts. Ist schon schick das Barebone-Gehäuse und noch besser ist der Bildschirm, der leider nicht recht zur Graka passt.
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