Rainers Horen
Sonntag, den 02.12.2007 [22:34]
Es gibt so trübe Herbsttage, da möchte man nicht das Haus verlassen. Und wenn doch, dann bleibt nur die obligate Tour nach Finkenwerder auf einen dünnen Kaffee mit Nussecke und dann die kühle oder verräucherte Fahrt zurück über Teufelsbrück und dem Jenischpark zurück in die Jarrestadt. Selbst Photos waren ob der dunklen Stimmung im Hafen nicht machbar. So entstand nur der kleine Erinnerrungsfilm, der nicht Hamburgern etwas Sehnsucht nach der Waterkant machen soll.

Wenn dann nach absolviertem Ausflug auch noch alles gefeudelt und gewienert ist, könnte sich die große Langeweile Platz schaffen. Allerdings nicht, wenn der Herbstling gute Ideen im Bauch hat. Dann entsteht eben mal ein ambitionierte Terminplaner für Patienten. Auf nachfolgende Bildschirmschnappschüsse kann man klicken, doppelklicken oder einfach nur mit der Maus rumfahren. Gut, das geht immer, aber in dem Fall tut sich was. ;-))

  

Der Patepla™ soll ein mächtiges Werkzeug in der Steuerung von größeren Arztpraxen sein. Das Ergebnis des therapeutischen Codens sind vorerst drei Schirme: im ersten loggt sich die Schalterkraft ein. Danach kann sie im mittleren Schaubild festlegen, welcher Arzt, an welchem Tag in welchem Behandlungszimmer praktiziert. Im rechten Fenster sieht er oder sie eine Wochenübersicht eines Arztes und kann jetzt wie gewohnt Termine vergeben. Das ganze Kunstwerk sind zwei mächtige Ajax-Anwendungen und dank netter Bibliotheken hat es gerade effektiv den Resttag ausgefüllt …

Die Russen haben heute eine überwältige Stimme für die Putin-Partei abgegeben. Unsere Politiker machen sie sich immer noch die Mühe, zeitspezifische Losungen auszugeben, die abr immer in dem Satz münden: „Alles für das Wohl des Volkes.“. Putin hat es gleich mal auf diesen Satz reduziert. Ziemlich schlau! Lenin siegte damals mit der Losung: „Weg mit der Alleinherrschaft.“ und hat genau das nicht getan. Ob sich Putin an seine Losung hält?
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Donnerstag, den 29.11.2007 [22:29]
Cyberduck läuft seit heute in einem Gemisch aus türkischer und polnischer Lokalisierung und dieser Zustand lässt sich nicht ändern. Aber wer braucht schon Bedientexte in Programmen?

Das Herrenzimmer und Büro hat ein neues Messingteil bekommen. Leider ist der Griff der Teekanne zumindest am Anfang nicht anfassbar. Scheint ein wenig eine Sparversion zu sein — ist auch schon mal mit holzverkleidetem Griff gesichtet worden. An der Aladin-Teekanne reiben? Nein, lieber nicht. Wer weiß, was für ein ???? dann herauskommt und was der dann für Wünsche hat.



Vielleicht will er bei Goggle auf der ersten Seite steen oder was noch besser wäre, er verhilft dazu — der Dybbuk als esoterischer Suchmaschinenoptimierer SEO. Vorgestern in einem Kundengespräch kam es zu Tage: SEOs beraten jetzt schon Webgrafiker, also die Leute , die noch nicht eimal mittelbar irgendwas mit dem Ranking zu tun haben. Das wäre nun wirklich Netzastrologie: rote Schrift wird besser als schwarze Schrift gefunden, oder noch besser: Der Hexawert des Farbzahlentripels muss eine Primzahl oder mindestens durch sieben teilbar sein. Der Glauben versetzt Berge. Was nur traurig stimmt: offenbar verdient sich mit dem Hexeneinmaleins mehr Geld als mit „ehrlicher Arbeit“.
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Montag, den 26.11.2007 [17:42]
Das Wochenende war mit gynäkologischen Themen bestückt. Neben einem tollen ¬gynäkomedizinischen Lexikon entstand auch dieser kleine Schwangerschaftskalender:


Nach Eingabe des Termins der voraussichtlichen Niederkunft wird ein Schwangerschaftskalender personalisiert — aktuelle Maßnahmen sind orangefarben hinterlegt.

Nun wird den Damen spätestens klar, worauf sie sich eingelassen haben. Fürbass kommen noch andere Maleschen auf sie zu. Einschulung, Knabenzorn, Liebeskummer — um nur einige zu nennen. Das ist klar und macht auch sicher keine Angst.

Nichtangst macht auch das Hintergrundbild. Obwohl es etwas sehr Intimes ist, kann man es in unserem christlich/jüdischen Kulturkreis gut zeigen. Wir essen ja auch knuffige Ochsen, brave Schaf und wieauchimmer Puten und denken uns nichts dabei. Tauscht man nun das Bild durch etwas naheliegendes aus, wird es schon kritisch (also nur auf „Tauscht“ klicken, wenn man moralisch gefestigt ist …)

Nun juckt es echt in den Finger, dem neuen Erdenbürger gleich ein Horoskop zu verpassen. Wäre ja eine prima Gelegenheit. Die Ethik verbietet es. Da ist schon Mancher Opfer eines Druck- oder Lesefehlers geworden. Die Wöchnerinnen sind eh in einer gefühlsmäßig angespannten Situation und da möchten wir sie doch nicht weiter mit irgendwelchen Prophezeiungen beunruhigen.
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