Rainers Horen
Mittwoch, den 05.12.2007 [23:23]
Heute geht es gegenteilig zu vorgestern recht unbunt zu. Thema ist der Dualismus im christlich/jüdischen Abendland. das klangt echt abgedreht und ist es auch.

Der bedeutendste Typograph des 20. Jahrhunderts Adrian Frutiger hat nicht nur wunderschöne Schriften entworfen, sondern hat sich auch Gedanken über das Zusammenspielvon Flächen, Linien usw. gemacht. In nebiger Sammlung steckt mehrals der erste Blick verrät.

In den ersten beiden Spalten sind die im Nachfolgenden beschriebenen Gegenspieler, in den nachfolgenden nähern sie sich an bis sie in der rechtesten Spalte verschmelzen.

Links oben sind der waagerechte und der senkrechte Strich — gewissermaßen die spartanischste Form des grafischen Ausdrucks. Die Horizontale symbolisiert die wartende Menschheit, die Vertikale steht für die Botschaft G*ttes. Hm. Die minimalste Annäherung ist der Winkel, der für das Gesetz oder auch die Gerechtigkeit steht. Im vierten Symbol zeigt sich schon eine stärkere Bindung, die Striche sind verschweißt. Das Ganze symbolisiert das Gleichgewicht. Das Symbol ganz rechts ist wohlbekannt, es stellt die Erlösung, die Einheit zwischen Menschen und G*tt dar. Soweitsogut. Steckt doch eine Menge in den beiden Strichen!

In der zweiten Zeile kommt das Element des Kreises hinzu und jetzt haben wir geich die ganze christliche Genesis oder eben den jüdischen ???? in Kurzform. Es sollte klar sein: links ist die Trennung zwischen Wasser und Himmel, daneben der Dualismus Tag und Nacht. Ganz rechts zeigt sich die Durchdringung von Erde und Licht. Das ist das Symbol des Lebens

Jetzt kommt der nächste Schritt – die Menschen kommen ins Spiel. Links ist das liegende Dreieck. Es ist wie ein Berg, der auf Erosion wartet, das Prinzip des Weibes. Daneben das spitze Dreieck, es ist ein aktives Werkzeug, was auf Eindringung wartet. Im dritten Bild berühren sich die Dreiecke an der Spitze. Es entsteht ein sehr harmonisches Zeichen, es galt früher als Sinnbild für die Zeit, da es an ein Stundenglas erinnert. Berühren sich die Dreiecke an ihrer Grundfläche entsteht ein sehr harmonisches Symbol – das Quadrat als Zeichen des Friedens. Ganz rechts sind beide Prinzipien vereinigt. Es zeigt sich der Davidstern ??? ???, der ähnlich wie das Kreuz die totale Harmonie versinnbildlicht. Die restlichen Reihen gebe ich mal aus Hausaufgabe auf. Es gibt ähnliche bedeutungsschwangere Zusammenhänge.

Andere Dualismen sind ganz einfach in der allernächsten Umgebung zu beobachten, nämlich in der Jarrestrasse zu beobachten. Dort gibt es neue Geschäfte, überwiegend von Neuankömmlingen betrieben und eben das altbackene deutsche. Sagen wir mal so: die einen Läden haben täglich mindestens bis 22:00 Uhr geöffnet (Türke, Thai...), die anderen schließen spätestens 17:00 Uhr und erlauben sich noch ein Mittagspäuschen.. Das sind dann so Institutionen wie Haspa und Apotheke. Hält sich auch irgendwie. Im Kapitalismus lässt sich gut leben, wenn für einen die Gesetze wegen (juristischen) Gesetzen und Standesregelungen nicht gelten. ;-))
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Montag, den 03.12.2007 [19:28]
Ist der Erdenbürger noch jung, benutzt er oft das Wort schon (ich kann schon meine Schuhe zubinden, ich kann schon lesen) wird er älter, verschiebt sich die Häufigkeit solcher Worte mehr so in Richtung noch (gestern ging es noch. Und überhaupt waren die Winter kälter und die KInder nicht so frech. Aber eines stimmt: Der Christusdorn war stacheliger und nicht so weichgespült, wie das, was heute im Baumarkt verkauft wird. Da hat wohl jemand seinen Doktor in Biologie auf das Züchten von stachellosen Euphorbien gemacht.



Wo kommen wir da hin? Wie kann da anständig in der Adventszeit an das Leiden unseres Heilands gedacht werden? Immer diese Religionen. Man stelle sich vor, eine neu in Deutschland angekommene Islamlehrerin (OK , da ist schon der erste interne Widerspruch) nennt einen Spielzeugteddy Jesus. Ruft das das Volk nach Auspeitschung oder gar nach der Todesstrafe?

Natürlich nicht. Im Sudan geht es aber nicht um amerikanische Kuscheltiere und ihre Benamsung, sondern um eine gute Gelegenheit der dortigen Regierung, irgendwelche Händel mit der britische Regierung zu klären.
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