Rainers Horen
Sonntag, den 06.01.2008 [14:29]
Seit einigen Tagen bauen wir nun Gadgets. Das sind so Teile von Webseiten, die man in andere Seiten einbauen kann. Technisch gesehen sind das Iframes. Die kleinen funktionalen Einsprenklungen hier sind solche Gadgets. Sie sind im grünen Kasten auf der linken Seite aufgelistet. Bisher war nur nicht bekannt, dass das ein neues Format bei Google ist. So zeigt sich wieder einmal, wie klein unsere Welt ist und wie sich Gedanken ähneln.

Diesmal geht es um einen Blickfänger für eine Wanderorganisation (nicht für die verängstigten Enten im Park), Der Kunde liefert die Routeninformation per KML an und wir bauen dann den Rest. Das ist dann die Auswahl der Wanderregion und die eigentliche Wanderroute, die dann in einer GoogleMap angezeigt wird. Laut ¬KML-API ist das wunderbar möglich. StyleUrl verweist dann auf die Style-Datei. Leider funzt es nicht — nur Styleinfos innerhalb der gleichen KML-Datei werden ausgewertet. Seltsamerweise bringt auch das Googeln nicht. Es gab immer nur diese internen Beispiele, bei denen der Stylekram gleich eingebaut war. Ab heute gibt es ein „externes“ Beispiel — nämlich bei der Realisierung der ¬Fahrradhändlerdatenbank.

Fassen wir zusammen: Gadgets sind mittels IFRAMEs realisierte Funktionsbausteine für iGoogle. Als besonderes Schmankerl gibt es bei diesen Dingern eine Javascript-API, die das Erstellen der Miniteile erleichtern soll. Meistens sind dann im oberen Bereich solche Reiterlein und es gibt gewisse Stilvorgaben.
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Sonnabend, den 05.01.2008 [11:27]
Die Spirale der Webgoodies dreht sich immer weiter. Nun wird man schon unaufgefordert angeschnackt. Hat sich eine ¬Firma mit dem klangvollen Namen „Yoati“ aus Ettlingen gut ausgedacht. Irgendwelche Sprecher posieren vor einer weißen Wand, der Grafiker stellt den Hintergrund frei und schon schweben die Nummerngirls über die Webseiten. Es gibt auch eine Wiederbelebung der ansäglichen animierten GIFs, die nun Dank des größeren Farbraumes noch bunter sind und sogar sprechen können. G*tt sei Dank ist ein gewisser Aufwand nötig, um solche Minivideos darzustellen. Immerhin braucht man einen farblich neutralen Hintergrund, gutes Licht und ein Videobearbeitungsprogramm, das Flächen freistellen kann. Das scheint das kleinere Problem zu sein.
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Donnerstag, den 03.01.2008 [23:52]
Also gestern am ersten Tage des Rauchverbotes war es im ¬Edenhall noch recht stimmungsgedämpft. Selbst die TAZ hat der progenüsslichen Fraktion zwei Seiten gewidmet. Dieter Kuhlbrodt, auch bekannt als Staatsanwalt und Bediener von funkensprühenden Kettensägen, verstieg sich in dem Interview zu der Bemerkung, dass durch ein Rauchverbot die Leute mehr Zuckersachen essen würden, dadurch die Rate der Diabeteserkrankungen stiege und sich damit nichts ändern würde. Hat er wohl recht. Gestern wurde noch unter lautem Protest zum Rauchen der Platz vor dem Traditionsrestaurant aufgesucht, heute hatte alles eine gewisse Normalität. Es war wie immer voll, es roch nicht mehr nach Rauch, sondern überraschenderweise nach Essen und Männerschweiß.
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Dienstag, den 01.01.2008 [18:50]
Das neue Jahr beginnt mit dem ersten Tag und mit viel Scherben, die den Schlauchumsatz der Fahrradhändler in die Höhe treiben werden. Das ist ein kleiner Stimmungsaufeller in der ansonsten recht freudlosen Winterzeit — nicht nur für Radhändler. Auch Kneiper sehen dunkle Wolken aufziehen. Sie wissen warum.
Und doch gibt es einen Lichtblick für die gebeutelten Wirte: die sprichtwörtliche Laschheit deutscher Kontrollorgane bei der Durchsetzung von Gesetzen, die offenbar nur ihretwillen und aus politischen Gründen existieren. Wie ist es mit dem Handyverbot im Auto oder mit dem Verbot, Alkohol an Kinder zu verkaufen? Ist das durchsetzbar? Eben doch nur, wenn man Kinder quasi als argent provocateur losschickt, um die Besitzer von ZZ-Läden zum Verkauf von scharfer Ware zu provozieren. In Kneipen scheint es nicht nötig zu sein, Raucherdummies zu platzieren. Obwohl: es würde die Arbeit der Kontrolleure stark vereinfachen, wenn gleich gerichtsverwertbare Ereignisse geschaffen werden. Wie heißt es doch so schon bei Voltaire: „Du wirst gehängt, weil Du lose Reden führtest und Du, weil Du unwidersprochen zuhörtest.“

Der heutige erste Januar diente den meisten Bürgern als Rauschauschlaftag. Die Grünen verschenkten an die wenigen Alstertal-Spaziergänger an der Poppenbüttler Schleuse sehr kalte Berliner Pfannkuchen und Rollmöpse, heißen Kaffee und Wein.




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