Rainers Horen
Sonntag, den 03.02.2008 [16:46]
Es könnte dem Leser oder speziell der Leserin der Gedanke der ständigen Miesepetrigkeit aufkommen und irgend etwas sauer aufstoßen. Vielleicht war es aber auch nur das letzte vegetarische Festmahl („Du ißt meinem Essen das Essen weg.“). Um dem gegenzusteuern, kommt jetzt ein kleines Kulturprogramm, das Frauenherzen sicher höher schlagen lässt (jetzt fehlt nur noch eine prominente Schauspielerin mit braunen Kulleraugen, die die Babies auf dem Arme trägt. Ich denke da gerade an Brigitte Bardot in ihren besten Jahren):



Ach, ist das süß! Leider ist die Existenz der Tiere durch böse, krawattentragenden Heteromänner, die immer nur als Geldverdienen denken, bedroht. Die Nummer des Spendenkontos gibt es auf Anfrage.

Der kalte Sonntag wurde wieder in der warmen Stube verbracht. Williges Thema war die Migration auf eine neue mySQL-Version. Das sind die Jobs, die leider gemacht werden müssen, die aber niemand sieht. Immerhin gab es wieder viel zu lernen. Für die Techniker unter uns: nach der Dreifaltigkeit configure/make/make install wird eine Binärdistri erzeugt, die dann beispielsweise in /usr/local/mysql. Der eigentliche Server liegt dann dort unter libexec/mysqld. Es ist eigentlich banal. Man richtet noch einen User und eine Gruppe ein, changeownert die Verzeichnisse, killt den alten Prozess und startet dann den neuen Datenbankserver. Oft klappt das so bilderbuchhaft. Heute mal nicht. Jetzt noch rasch den Datendump wieder eingespielt und dann zum Schluß den mysqld nach /usr/sbin/ kopiert. Pustekuchen! Der Import meldet Syntaxfehler — ist schon ominös, dass sich Viernuller-Dumps nicht einspielen lassen …

Heute war im Stadtpark der Tag der langen Schatten. Jedermann war dort, wenn er nicht an Elbe oder Alster war. Absoluter Geheimntipp (der nun leider keiner mehr ist, der dieser text von einem Millionenpublikum gelesen wird) ist das Café auf dem Gelände der Hochbahn. Dort ist es gemütlich, schmackhaft und preiswert — also das genaue Gegenteil zum Qualitätsniveau des Cafés, von dem aus obiger kleiner Kurzfilm gedreht wurde. Hier noch eine kleine Findehilfe für unsere kleinen Pfadfinder, die sich nicht von einem Schild „Privatgelände – Betreten verboten!“ vom rechten Wege abbringen lassen:



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Sonnabend, den 02.02.2008 [16:53]

Hier war schon öfters die Theorie ventiliert worden, dass Dinge in der Natur komplizierter sind, als wir das möchten und das es immer wieder Versuche gibt, einfache Erklärungsmodelle zu bauen. So entstehen Religionen.

Nettes Beispiel ist diese kleine Aufklärungsfilm, den eine ambitionierte Frauenrechtlerin, die sich auf dem ¬Geburtskanal rumtreibt, erstellt hat. Leider war ursprünglich der Autostart nicht abschaltbar. Ein keliner Javascripttrick hilft nun. Es bleibt der gute Rat, den Lautsprecher abzustellen. So schön ist die (hoffentlich GEMA-freie) Musik nun wirklich nicht. Der Film ist übrigens völlig unnötigerweise in Flash9 gemacht. Das schränkt natürlich die Reichweite der Botschaft stark ein. Es hat eben nicht jeder und jede immer die neueste Version der Gimmicks auf ihrer Rechnerin installiert. Das ist übrigens wieder so ein Beispiel für weibliche Denkweise: der Inhalt ist alles und ob das technisch überhaupt geht wird zur Nebensache erklärt. Das trifft übrigens auch auf die Rechtschreibung der wenigen Aussagen zu.

Und schon sind wir wieder in dieser unheiligen Diskussion des Geschlechterkampfes. Es stellt sich seit einiger Zeit eine gewisse Unsymmetrie ein: man stelle sich Männerbuchläden, Männerfahrschulen, Männerfinanzberatungen usw. vor. Aus allem spricht schon eine gewisse feministische Militanz. Jetzt kommt sich das Argument der gelebten Vergangenheit, die recht frauenunfreundlich zu sein schien. Ist die Rache der Frauen legitim — ist Rache überhaupt sinnvoll?

Trotz dieser tiefschürfenden Gedanken geht das Leben natürlich seinen alltäglichen Weg. Spätestens heute am katholischen Mariä Lichtmeß, vierzig Tage nach Weihnachten, sollte schon aus Gründen des Brandschutzes der familiäre Tannenbaum entsorgt sein. Nach jüdischer Vorstellung war jetzt die Mutter vom Erlöser und Heiland nicht mehr unrein und Joseph hätte wieder gedurft. Es ist unwahrscheinlich! Wenn der Zimmerer aus Nazareth schon vorher nicht „ran“ durfte, warum sollte seine holde Frau ihre Meinung ändern? Wie aus der Tagespresse zu entnehmen ist, steht die Forschung kurz vor dem Durchbruch. Zumindest für die Zeugung werden dann Männer nicht mehr gebraucht. Mit dieser neuen Fortpflanzungstechnik entstehen zwar nur Frauen, aber die Männer werden janicht mehr gebraucht. Und so schließt sich der Kreis. Wie konnte dann der Heiland entstehen? Jetzt wird es klar: das Gekreuzigte war eine Frau. Siehe oben.

Desungeachtet trabte heute wieder Alles zum Winterhuder Goldbekmarkt. Die Sonne begrüßte uns schelmisch, lockte uns aus unseren warmen Stuben und Kammern, um uns dann auf vollem Markte wieder mit Schneeschauern zu überraschen. Es sind die Schauer, die schon der alte Goethe in seinem Osterspaziergang verarbeitete.
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Freitag, den 01.02.2008 [10:17]
Ein stetes Thema bei Webarchitekten ist die Frage nach dem besten ContentManagmentSystem. Wenn man ComputerBILD zuhört, ist TYPO3 ein Superteil. Leute, die täglich mit der Problematik zu tun haben, sehen das anders. Die meisten Webprogrammierer nutzen Frameworks wie eZPublish, CodeIgniter oder eben Eigenentwicklungen. Ein Framework ist eigentlich nur ein Werkzeug, das erstmal das Fundament legt. Ab Oberkante Kellergeschoss ist dann alles möglich. Das ist auch sicher die beste Lösung für professionelle (Groß-)Projekte.

Ein CMS ist mehr so ein Fertigteilbaukasten, mit dem man (ähnlich &Malen-nach-Zahlen“) sehr schnell zu einem Ziel kommt. Die Übergänge zum Framework sind natürlich fließend. Teilweise muss der Bauherr nicht einmal Programmierkenntnisse haben. Damit wird dann auch noch geworben. Typische Vertreter sind da: Joomla!, Drupal, TYPO3 …

Seit geraumer Zeit hat sich jetzt jemand daran gemacht und ein CMS gebaut, das übersichtlich, klar strukturiert und doch kompromisslos mit neuester Technik (PHP5) arbeitet. Es nennt sich TYPOLight. Es hat bis auf die Namensähnlichkeit nicht mit dem geliebten/gehassten TYPO3 zu tun und soll für viele Standardprojekte gut sein. Es verzichtet auf Altlasten, setzt konsequent auf PHP5 und XHTML und überhaupt. Die entscheidende Frage nach der Erweiterbarkeit und Robustheit beantwortet sich erst nachdem man sich in solch ein System eingearbeitet hat. Aber Mut zur Veränderung muss ja auch mal sein.

Also das Ding geholt und ausgepackt. Das war einfach. Aber was ist das: Es braucht eine neuere Datenbankversion. Na endlich kann die langaufgeschobene Aktion gestartet werden: Upgrade auf mySQL5 auf dem Livesystem. Danke! Da auf einem Produktionsserver natürlich schon eine Datenbank läuft, muss man bei der MIgration sehr, sehr vorsichtig herangehen. Eigentlich gehen solche Aktionen nicht, wenn man sie nicht täglich tut. Nach ca. zehn Minuten ist configure und make fehlerfrei beendet. Das ist nicht selbstverständlich. Laut Doku auf dem mySQL-Server wird empfohlen, von 4.0 zuerst auf 4.1 und dann erst nach 5.0 zu migrieren. Selbst bei Beachtung dieser Regel soll es noch Fallstricke geben. Das macht keine gute Laune.
Solche Aktionen sollte man dringend nur mit ausgeschlafenem Kopfe und heiterem Geiste beginnen. Der Mond ist in der zunehmenden Phase — auch gut.
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Donnerstag, den 31.01.2008 [16:50]

Der gestrige Abend im 3001-Kino ist als gelungen zu bezeichnen. Eine eingeschworene Gemeinde harrte ab um neun, was nun kommt. Ein Liebespaar mit Heterohintergrund war Zaungast.

Ein frecher Mix aus Crime (Kuhlbrodt), Kammer-Jazz (Simon &Freund) und Kurzfilme („¬Schwarzfahrer“, „¬Hartes Brot“, und „¬Eating out“) hat den Abend viel zu schnell zu Ende gehen lassen. Besonders amüsant war der skandinavische Kurzfilm, der in einer Imbissbude spielt. Das war dort so trashig, spätestens jetzt mag man keinen Hamburger mehr.

Leider schwächelte die Mikrofonbatterie. Dadurch sind die Mitschnitte etwas dünn ausgefallen. Das tut aber sicher dem künstlerischen Eindruck keinen Abbruch.

Gestern meldete es die Presse ganz unverhofft: wie von Udo Kier zu erfahren war, ist Christoph S. schwer erkrankt. Es ist nicht zu fassen. Ein Lungenflügel ist weg und es wird auch von einer drohenden Erblindung gesprochen. Jetzt hilft nur noch beten.
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Mittwoch, den 30.01.2008 [00:58]
Die gestrige Vorankündigung der heutigen Kuhlbrodt-Lesung im 3001 hat einige Verwirrungen ausgelöst. Erst gegen zwei Uhr hörte das Telefonklingeln auf. Spätpupertäre Ergüsse — das war noch einer der wohlwollendsten Äußerungen. Deshalb lassen wir heute mal den Filmemacher Christoph Schlingensief selbst zu Wort kommen. Er wird es schon richten.

Diese Gedanke zum Film sind ein Ausriss aus einem 2004 gedrehten, 76-minütigen Interview, das Christoph auf dem Gelände des ehemaligen Ausbildungsregimentes, auf dem junge Tschekisten ausgebildet wurden, abgedreht wurde. Es war mitr den Worten Christophs beendet: „So, nun ist Schluß, ich muss mal pullern.“

Der Ort des Geschehens hat eine Geschichte. Es ist das ehemalige Gelände des Stasiausbildungszentrums. Einige von den damaligen Absolventen und Nacheiferern von Feliks E. Dzierzynski müssen heute keine Grützwurst essen, sondern haben hohe Posten im thüringischen Kultusministerium — aber das ist eine andere Baustelle.

Aber nun doch: solche Zeiten der Umbrüche sind auch immer Anwendungsfälle des ¬12. chinesischen Strategems ???? , das man auf deutsch etwa „Mit leichter Hand das Schaf wegführen.“ wiedergeben könnte. Im Einzlenen: Im Westteil unseres schönen Deutschlands waren die meisten Lehrer verbeamtet. Die Lehrer jenseits von Stacheldraht, Selbstschussanlagen und vermindertem Angebot von Vitaminen und Minerialien (die wie wir wissen zur brechtschen, abgehackten Sprechweise führten) waren einfach nur Angestellte. Nun gab es eine Lobby im Westen, die die Argument: „He, wie man im Osten sieht geht es doch auch ohne Beamtentum … “ nicht aufkommen lassen wollte. So sind fast alle Lehrer ohne große Prüfung zu Beamten geschlagen wurden. Heute, 18 Jahre nach dem „Wunder von Berlin“ und 75 Jahre nach der Machtergreifung durch den (wie ihn der Held von Tannenberg immer verächtlich titulierte) „böhmischen Gefreiten“ interessiert das niemanden mehr.
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Dienstag, den 29.01.2008 [16:55]
Biografien waren in der Adenauerzeit (und auch noch später) von einer gewissen Vorhersehbarkeit geprägt. Da war die Lehre (keine Herrenjahre) oder eben das Studium und dann begann das Arbeitsleben, dass (sofern nichts Unerwartetes dazwischenkam) für die Männer mit 65 endete. Die Rollenverteilung zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer war klar: Ersterer trug Verantwortung, war der Stratege, Zweiterer musste nur seine Pflicht tun. Man siezte sich.

Seit den Neunzigern haben sich viele Dinge in der Arbeitswelt verändert: der Arbeitnehmer (jetzt zunehmend Mitarbeiter genannt) arbeitet projektgebunden. Er soll mit dem Arbeitgeber mitleiden und -fühlen. Leider ist er nur am Mißerfolg des Unternehmens beteiligt, da soll er Verständnis aufbringen und auch mal mehr tun, als im Vertrag steht. Leider bekommt er auf der anderen Seite auch kein Zusatzgehalt, wenn er mal zu Hause klamm ist …

Rundum: irgendwann (so ab dem 35. Lebensalter) muss er sehr tapfer sein und neue Wege suchen. Jetzt kommt es vor allem auf die Persönlichkeit drauf an und auch ein wenig auf das Berufsprofil. Ein Lokomotivführer hätte es schwerer als eine Werbegestalterin. Der Lokführer könnte im Eisenbahnmuseum als Freelancer vielleicht unaufgefordert Führungen machen und dann den Hut aufhalten. Leider ist das Museum in Nürnberg abgebrannt und Briefzusteller und/oder Telefonist ist nicht jedermanns Sache. Das sind zumindest die beiden Jobs, die allfällig von dem/der A.A. vorgeschlagen werden.

Was immer geht: ambitionierter GEZ-Eintreiber — aber hat nicht sogar Jesus von Nazareth diese Berufsgruppe noch unterhalb der Abmahnanwälte eingeordnet und dennoch gesegnet?

Und jetzt kommt das positive Beispiel: am Wochenende fiel uns obiger Flyer in die Hände. ¬Frater Rafaël wirbt für seine Christliche Beerdigungen für Hunde + Katzen. Die theologische Frage, ob Tiere auch christlich (evangelisch oder katholisch?) beerdigt werden dürfen, soll hier nicht ventiliert werden. Die Beerdigung ist zwar selbst in der katholischen Kirche kein Sakrament, aber immerhin muss in dieser Kirche die Feier nach der Ordo Exsequiarium erfolgen und ein Hundegottesdienst hat doch den Geruch von Profanierung an sich. Es geht hier einmal nur um das Business und um Berufsperspektiven von berufserfahrenen Werktätigen.

Schon die Aufmachung ist ein Kunstwerk. Streng monochromatisch gehalten, wird vom Thema nicht abgelenkt. Das Papier ist so einzigartig, da hätte Kujau seine Hitlertagebücher drauf schreiben können und es wäre nicht aufgeflogen. Das Papier muß der Pater im hintersten Winkel eines Pfarrhauses gefunden haben. Der sich an den Tierfreund wendende Text ist sehr einfühlsam und spricht vielen Hunde- und Katzhenbesitzern sicher aus dem Herzen:

Zuerst möchte ich Ihnen mein tiefes Mitgefühl aussprechen, denn Sie haben einen treuen Wegbegleiter verloren, der Ihnen Wärme, Geborgenheit und auch Liebe gegeben hat.

Hunde und Katzen sind Wesen mit einem hohen Einfühlungsverrmögen. Sie spenden den Menschen Trost und geben ihnen Freude. Sie sind genauso wie der Mensch Geschöpfe G*ttes und haben ebenso ein Anrecht auf ein würdiges christliches Begräbnis.

Sie befinden sich in einer schwierigen Phase in Ihrem Leben, in der ich Ihnen gerne meine professionelle Seelsorge anbieten und mit Rat und Tat stehen möchte.


Ich meine, die 250,- € sind wirklich schwer verdient. Dafür bekommt das Frauchen (oder das Tier?) die Zeremonie, die Grabrede, ein Vorgespräch und ein Trauergespräch mit den Angehörigen (bis zu zwei Stunden).

Es geht doch, man muss nur die richtige, zündende Idee haben. Es ist allgemein bekannt, dass neben Sex zwei Dinge immer gehen: Kinder und Haustiere.

Nicht nur unsere besten Freunde sind ergiebig, sondern auch alles, was mit unserer Gesundheit zu tun hat. Wahrscheinlich lenken obige vier- und zweibeinige Wesen nur galant von unserer Hauptangst ab: Krankheit, Siechtum und Tod. Kann es sein, dass wir deshalb Senioren nicht mögen? Erinnern sie uns doch an das Unausweichliche. Selbst G*ttes Sohn musste sterben, und da hätte doch sein Vater etwas drehen können. Wie heißt es doch so zutreffend beim Skatspiel: „Wer schreibt - der bleibt.“.

Morgen kommt über Hamburg ein kultureller Höhepunkt: ¬Dietrich Kuhlbrodt (Staatsanwalt) wird im 3001 zusammen mit Dirk Juretzki (wohnhaft Bernadottestraße und begeisterter Marathonzuschauer) etwas zum Thema „Schwarzfahrer in die Regierung — Verbrecher in den Knast — oder umgekehrt“ sagen. Klingt politisch. Hamburg durchlebt ja auch eine stürmische politische Woche. Nächsten Sonntag wird sich zeigen, welcher Politiker die beste Werbeagentur engagiert hat oder ob doch wieder die Monarchie eingeführt wird. Besser wäre es.

Ist es nicht wundervoll, mit welcher animalischen Motivation Dietrich im legendären „Deutschen Kettensägenmassaker“ lustvoll die Ossifrau jagt?

Wie wir wissen, machten hunderttausende Ossi „rüber“ und Viele leben heute unerkannt unter uns. Allerdings kamen nicht alle im Westen an. Die wurden an der Genze von geschäftstüchtigen Altbürgern verwurstet. Ist das von Christoph Schliengensief wirklich metaphorisch gemeint? Es steckt schon viel Wahrheit im Chaos und morgen wissen wir mehr davon.
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Montag, den 28.01.2008 [10:31]
Irgendwann war der äußere Druck nach einem Windowsrechner so groß, dass wir unseren Grundsätzen untreu wurden und nachgaben. Seitdem steht so ein Baukasten auf dem Schreibtisch, verschlingt Strom, Platz und Lebenszeit, so wie am Wochenende wieder erlebt. Von Anfang an ging schon mal die WLAN-Karte und das eingebaute Radio nicht. Damit kann man leben. Nun geht seit gestern die Soundkarte nicht mehr— weniger schön. Die Fehlermeldungslyrik reicht von „Es ist kein Mixer verfügbar“ über „Es liegt ein Problem mit Ihrem Klang-Gerät vor.“ bis zu „Failed to initialize the nVIDIA audio driver“. Im Gerätemanager ist alles koscher. Die üblichen Verdächtigen (Virusscanner und Treiberneuinstallation) sind abgearbeitet. Was das nur wieder soll? Ein Blick in den Syslog offenbahrt, dass im fraglichen Zeitraum jemand (ich nicht) am WindowsMediaPlayer gedreht hat. Also flugs die neueste Version des Players drübergebügelt. Wäre auch ein Wunder, wenn das helfen würde. Nächster Schritt vor dem totalen Neuaufspielen (das erst 96 Stunden zurückliegt) ist die Wiederherstellung des Zustandes von vorgestern. Im Zusammenhang mit GoogleEarth wurde DirectX installiert. Danach ging GoogelEarth, dafür aber der Sound nicht mehr. Das Rückspulen bringt auch nichts. Hätte ich nur auf meine Oma gehört und wäre beim Mac geblieben!



Nun geht es doch wieder. Und so ist die virtuelle Rundfahrt durch Hamburg auch wieder erhörbar.

Apropos Rundkurs: Gestern wurde im Alten Elbtunnel ein Marathon abgehalten. Da liefen nun hunderte von Läufern endlos im Kreise. Die Luft war zum Schneiden. Die verhallte Klangschaft kann das nur mittelbar wiedergeben, schon gar nicht den Schweißgeruch, aber dennoch die Atmosphäre solcher Ereignisse:
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