Rainers Horen
Sonntag, den 30.03.2008 [21:22]
Ein sonntägiger Ausflug in das wunderschöne Hamburger Umland in Richtung Schleswig-Holstein fördert eine Menge Bild- und Filmmaterial zutage, besonders wenn die Kamera noch neu ist.



Da muss dann auch mal eine Ahrensburger Neubausiedlung im Gewerbegebiet West dran glauben.

Ist schon ein Drama in solchen großstadtnahen Speckgürteln. Die fleißigen Leistungsträger, die lassen es sich gut wohnen – wer auf der Strecke bleibt, sind die vierbeinigen Kreaturen. Da sitzt nun der lupenreine Rassehund und blickt sehnsüchtig durch den Maschendrahtzahn die aus dem Moor kommenden Spaziergänger an. Der Ball ist schon da und will ausgespielt werden. Hundi scheint an ADS zu leiden. Ob es auch Rittalin für Hunde gibt?

Aus Sicherheitsgründen (jedes Jahr wird in Deutschland ein Herrchen/Frauchen von seinem Köter totgebissen) ist die kurze Filmsequenz im gehörigen Abstand mit dem Zehnfachzoom aufgenommen. Ohne Stativ wackelt das leider.

So bleibt nur noch die Fahrt zurück über die Wandsbeker Gartenstadt ins feine Winterhude. Die kurze Fahrt von der Habichtstraße über das Bahndepotviadukt nach Barmbek ist durch die getönte Scheibe des Fahrerhäuschen aufgenommen. Geht also prinzipiell.

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Sonnabend, den 29.03.2008 [19:30]
Der Photofimmel hat immer noch nicht nachgelassen. Das Wetter tut sein Übriges. So gibt es heute das erste HDR-Bild zu bestaunen.



Das ist eigentlich eine alte Technik, bei der der eingeschränkten Kontrastumfang der Phototechnik durch die Aufnahme mehrerer, verschiedenaufgenommener Bilder, die danach vereinigt werden, ausgleicht. Es ist letztlich eine Dynamikkompression, die auch schon in der Knipse passieren könnnte, die aber zur Zeit am PC gemacht wird. Als Grundlage in dem Fall waren das diese drei Bilder:



Das Programm addiert einfach gewichtet die drei Farbwerte in Abhängigkeit der mittleren Helligkeit jeden Punktes, so dass dunkle Stellen aufgehellt und helle Stellen abgedunkelt werden.

Vormittags hielt das grauenhafte Regenwetter an, aber am Nachmittag war es kurzzeitig mal sonnig. Der Blick rund um die Brücke zur Liebesinsel zeigt schon das Erwachen. Ist ja alles sehr nett – nur die brachiale Vergitterung trübt etwas den guten Eindruck.

Liebesinselpanorama


Ziel: HDR-Panorama.
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Freitag, den 28.03.2008 [21:40]
Ein Blick aus dem Fenster: oh – es hat wirklich mal in Hamburg geschneit. Flugs die neue Kamera rausgeholt und den ganzen verschneiten Innenhof abgelichtet.



Schnell sind sie Bilder in das Pano-Programm geworfen. Aber was ist jetzt passiert? Die Wohngegend kommt zwar irgendwie bekannt vor, aber so modern hat man Ende der zwanziger Jahre noch nicht gebaut!

Jetzt offenbahrt sich eine netter Nebennutzen solcher Panoramaklebeprogramme. Stimmen die Bilder nicht zusammen, erstellen diese Programme schnell mal eine Collage. Ist es doch ihre Aufgabe, Bildstücke zusammenzusetzen.

Das mit dem Panaramowahnsinn ist noch nicht beendet. Ein klein wenig erinnert die (harmlose?) Manie an die Geschichte von Ephraim Kishon, als er ein Fläschchen Silberbronze für den Kachelofen kaufte und nach erledigter Rostschutzaufgabe feststellte, daß auch der Bilderahmen in der Stube etwas Farbe gebrauchen könnte, dann kam noch irgendwas in er Küche dran und irgendwann kam die beste aller Ehefrauen nach Hause und erkannte ihr versilbertes Heim nicht mehr.
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Mit obiges Kunstwerk hat Hassan Malfouzi Khiabani seine ¬Teppichwäsche verschönert. Jedes Tag fahren dort Tausende Pendler auf der Ringbahn zwischen Uhland- und Lübecker Straße dort vorbei und wissen nicht, wie nahe sie diesem einzigartigen Kunstwerk sind.
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Donnerstag, den 27.03.2008 [08:02]
Wer kennt sie nicht – die ¬Kuh im Propeller? In der satirischen Kurzgeschichte geht es um den Genossen Grigori Kossonossow, dem Wächter der Fliegerschule, der während seiner Urlaubsreise die „ungebildeten Bauern“ seines Heimatdorf agitieren will. Ach hier ist gut gemeint schlimmer als gut.

Ganz ähnlich erging es dem gestrigen Opfer einer Agitation für einen besuchweisen Aufenthalt in Libyen. Einwände wie: „das kenn' ich schon – die DDR war auch so ein Willkürregime.“ sollten durch ein Telefonat mit einem bayrischen Geschäftsreisenwiederkehrer aus Tripolis entkräftet werden. Hier das Erinnerungsprotokoll des Ferngerspäches nach München:

„Wollen Sie beruflich oder privat? Na jedenfalls ist es dort eigentlich ganz normal. Man muss sich eben nur an die Regeln halten.Normalerweise passiert da nichts. Gut – politische Gespräche dürfen Sie da nicht führen. Ich war in ein einer Kneipe (Bier ist da immer alkoholfrei), da saßen andere Fremde, die unterhielten sich auf Englisch. Ich habe alles verstanden. Da viel kein böses Wort, aber dann doch das Wort Gaddafi. Es waren keine zwei Minuten vergangen, da kamen Polizisten herein und haben die Gruppe mitgenommen. Ich kann nicht sagen, daß an jeder Ecke ein Polizist steht. Gut – die sind sichtbarer als bei uns hier. Ansonsten ist alles normal. Wer sich an die Regeln hält, der hat eigentlich nichts zu befürchten. Gleich am ersten Tag müssen Sie sich auf der nächsten Polizeistation melden. Sie bekommen einen Stempel in den Paß und dann kann eigentlich nichts passieren. Sie müssen sich prinzipiell nur an die Regeln halten. Mit Frauen ist das eigentlich auch kein Problem,; die sind eh kaum auf der Straße.“.

Warum hat bloß das mein Fernweh nach Nordafrika nicht bestärkt?
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Dienstag, den 25.03.2008 [21:52]
Man kann es kaum glauben: es gab die letzten Tage auch sonnige Momente. Und das nicht nur außerhalb von Hamburg. Das untige Panorama ist gestern im Stadtpark aufgenommen.



So schick wie das Breitbild ist – die Bedienung ist nicht offenbar ersichtlich – oder doch? Das obere Bild ist das Steuerbild für das untere Panorama. Die Technik kommt ohne Flash, Quicktime oder gar Applet aus. ;-)) Leider ist auf jedem Bild eine weiche Stelle. Das passiert, wenn man mit den Fettfingern auf die Optik fasst.
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Montag, den 24.03.2008 [19:25]
Einige Hamburger fahren im Frühling ins Alte Land zur Apfelblüte – wir waren zur umstrittenen Frostschutzberegnung. Auch nicht schlecht. Die dadurch verhinderte zu frühe Blüte ist zwar gut und scheinbar ökologisch, aber leider wird sehr viel Wasser verbraucht, der Boden wird ausgewaschen und es wird dadurch sehr matschig.



Aber schön romantisch sieht es aus. Obwohl es den ganzen Tag schneite, graupelte und stürmte. Nicht nur in Hamburg, nein auch im verschlafenen Finkenwerder kann man nun nicht mehr gemütlich einkehren. An vielen Gastwirtschaften prangt ein hektografierter Zettel, der die Kneipe als Begegnungsstätte des gemeinnützigen Vereins zur Förderung von Kunst & Kultur; Bildung und Erziehung sowie der Völkerverständigung ausweist. Nichtraucher ist jeden Tag zwischen 09:00 und 09:30 Uhr …

Wer kennt es nicht: die Fähre steht abfahrbereit am Anleger und man schlittert die Rampe runter. Der Gedanke der versagenden Bremsen kommt allfällig!



Trotzt des ultrakaltnassen Wetters ist das Oberdeck nicht menschenleer und so findet der Ostermontag auch noch einen produktplatzierende Abschluss.
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