Rainers Horen
Freitag, den 11.04.2008 [14:48]
Seit Tagen versüßt die Hamburger Holstenbrauerei die zehnprozentige Preiserhöhung des Astraharasses mit dem Bild einer Frau, dessen Modell (eine ortsansässige Liebesarbeiterin aus St. Pauli) recht gut bestückt zu sein scheint. Sind Männer wirklich so einfach gestrickt? Immerhin bekommen die Käufer/Trinker statt 30 Flaschen nunmehr nur noch 27 Stück.



Als Gegenleistung für diese Mißgeschick dürfen die liebes- und bierhungrigen Männer nun einige Wochen lang die nette, harrastragende Frau bewundern, die an sich schon (selbstverschuldet) viel zu tragen hat. Fast alle Bushalten in der Hansestadt sind mit ihr bestückt. Hier oben ist eine kleine Auswahl der Strecke vom feinen Winterhude bis zur Mundsburg zu bewundern.
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Donnerstag, den 10.04.2008 [09:00]
Das Bild auf den Tresen des Kick & Company täuscht: die Altonaer Eckkneipe und monatlicher Treffpunkt der Webentwickler PHPUUG ist nicht verwaist.



Es gibt gerade in Hamburg sehr viele dieser Spezialisten, immerhin ist die Stadt diejenige, welche die meisten Domainanmeldungen zu verzeichnen hat. Und so treffen sich allmonatlich die kommunikativsten der Programmierer zum Klönen. Wie man sich denken kann, sind Frauen dort seltener anzutreffen. Wenn doch, sind es Mitgebrachte oder Webgrafikerinnen. Das kam aber in den letzten Jahren nur einmal vor. Sinn des Stammtisches könnte ein sachlicher Austausch über technischen Problemen, Neuigkeiten oder solche Themen wie Umgang mit schwierigen Kunden sein. Leider sind die Abende allzuoft ausfüllt mit Diskussionen über das schärfste Werkzeug. Offenbar hält sich jeder Programmierer für sehr begnadet und weit überduchschnittlich. Auf jeden Fall hat jeder Nerd das beste Framework.

Gegen Tierliebe ist prinzipiell nicht einzuwenden. Oder doch? Es muss Grenzen geben. Dieses Jahr ist schon dreimal der Fahrradsattel besudelt wordenm.



Das Vögelchen sitzt allfällig auf der Linde, glotzt ins Schlafzimmer und lässt nach unten gezielt fallen. Da die Fahrradabstelle nicht flächendeckend mit Kacke bedeckt ist, sondern nur immer der Brookssattel, muß man schon eine Intention vermuten. Andropogener Einfluß ist wohl auszuschließen &ndash, dazu ist das Türmchen zu gut gewachsen. Vielleicht gibt es doch Seelenwanderung und das Vögelchen war früher ein Spanner. Egal. Irgendwann krieg ich Dich.

Einen haben wir noch – den stimmungsaufhellenden Blick von der Viktoriakai/Wendestraßenbrücke zur Heidenkampsallee mit den schönen Bürohäusern, dem Berliner Bogen mit Hausboothafen, der S-Bahn nach Bergedorf und der malerischen Partie auf den Viktoriakai.



Für die Nerds hier noch der Javascriptcode, der diese Panoramas realisiert.
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Dienstag, den 08.04.2008 [10:20]
Was die Fernsehindustrie höllisch ärgert: die Zuschauer zappen weg, die Zuschauer sind nicht zu fassen und es entstehen hohe Kosten durch die technische Verbreitung. Traumhaft für die Anbieter wäre doch das zwanghafte Zuschalten von Werbung beim Zappen, die genau eMail-Adresse der Zuschauen und die Verbreitung der Inhalte durch die Empfänger selber. Scön wäre auch noch, wenn die wertvollen Inhalte nicht gespeichert werden könnten.

Genau diese Vision hat das Produkt ¬Zattoo verwirklicht. Es wird ganz leidlich von der ARD beworben und hat den Schwerpunkt eben auch auf diese Sender und auf einigen Spartenkanäle. Aus Lizenzgründe ist die Sat1/RTL-Gruppe ausgeschlossen.

Der begeisterte TV-Nutzer installiert ein kleines Programm, hinterlässt seine eMail-Adresse und schon beginnt der Spaß. Ähnlich wie bei Skype wirkt jeder Empfänger auch als Sender und so haben alles etwas davon. Jetzt mal etwas zu Relativierung der Krassheit: vorerst wird nur Eigenwerbung eingeblendet, die eMail wird nicht überprüft und das Mitschneiden geht auch – zumindest mit einem Bildschirmrekorder, wie hier zu sehen ist:

Das Thema Einschaltquoten ist vorbei. Jetzt kann man gemäß der Philosophie von GoogleAnalytics auch bestimmen, wieviele Besucher, sind neu, Absprungpunkte, Verweilzeiten und eben auch die Geschmäcker der Zuschauer.

Für die Werbeindustrie brechen wahrhaft paradiesische Zeiten heran! Es sind nicht nur die phantastischen Möglichkeiten der Statistik und der Analyse des Nutzerverhaltens; sondern auch für die Abrechnung entstehen völlig neue Perspektiven.


Sagen wir mal ein der sonntägliche Tatortfilm kostet 5 €, dann könnte man sich das Geld vielleicht über das Betrachten vom „Blauen Bock“ mit Heinz Schenk und Helga Piur oder durch das tolerierende Aushalten von MDR-Volksmusiksendungen „verdienen“. Beim strengen Kasernenleben gab es auch solche Ausgleiche. Wer bei der Ausgabe der abendlichen Dienste (Kloputzen, Kehren, Ploggern) nichts abbekam, der im musste im Kompaniefernsehraum zwischen 19:00 und 20:00 die Aktuelle Kamera ertragen. Auch ein Unterfeldwebel saß mit drin, der passte dann auf, daß nicht gejuxt wurde und eine kleine Strafe war das dann auch für ihn.

Der Schoß ist fruchtbar noch – die Entnazifizierung scheint nicht vollends gewirkt zu haben. Bei untigen Hähnchenschenkeln wird gleich ein Ariernachweis beigefügt. Selbst die Hühnereltern und das Futter sind aus Deutschland.

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