Rainers Horen
Sonntag, den 11.05.2008 [19:30]
Aus allen Hamburger Ecken schallt es: in Buxtehude soll es eine ¬italienische Supereisdiele geben. Ein Radausflug durch das Alte Land lohne sich auf jeden Fall. Wir können es spontan bestätigen. Eiscafé Piazza San Marco ist wirklich die Reise wert. Die Dame des Hauses bedient hurtig und sehr zuvorkommend das Publikum auf der Breiten Straße und ihr Mann waltet im hinteren Bereich.

Und noch mehr. Das Eis schmeckt vorzüglich (sahnig, chremig, fruchtig) und Maestro hat uns in Angesicht der professionellen Photoausrüstung gleich in die hinteren Gemächer gelockt und uns einen völlig transparenten Einblick in seinen Produktionsprozess gegeben. „seit 40 Jahren, nur mit natürlichen Zutaten, ohne Chemie“

Bevor man in die Eisküche kommt, darf der Gast die Innenausstattung bewundern:



Das ist wirklich einzigartig! Leider ist das Bild ohne HDR gemacht und die Szene schreit förmlich danach. Geht eben nicht immer. Eigentlich sind nur die Gäste schuld, die ständig durch das Bild laufen.

Heute war Pfingsten, Hafengeburtstag und Muttertag. Da spricht Einiges dafür, den Trubel in der großen Stadt zu entfliehen. So also rein in die S-Bahn (kleiner Tipp: Berliner Tor ist nicht richtig) und ab in Richtung Buxtehude. Der Zug endet in Neugraben und so geht es ab durch die Pampa irgendwie in Richtung Nordwesten. Die erste Ausflugskneipe hatte heute Ruhetag. Man muß nicht alles verstehen. In Hinterdeich gab es das erste Astra aus der Flasche direkt ins Glas. In Rübke gibt es modernen Kitsch. Früher waren es die tönernen Gartenzwerge, heute gibt es hölzerne Mühlen und Tiere. Vorbei an gefrusteten Männern geht es direkt nach Buxtehude. Sieht wirklich nett aus – Amerikanern dürfte es sehr gefallen.

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Sonnabend, den 10.05.2008 [08:48]
Die Wegwerfgrilldinger bei REWE sind ausverkauft – welch Katastrophe! Jetzt beginnt die mühsalbeladene Besorgertour durch Winterhude. ALDI und coop auf dem ehemaligen Brauereigelände ergeben auch eine Fehlanzeige. So muss es noch zu später Stunde zum Straßennbahndepot im Krohnskamp jenseits des Goldbekkanals, wo heute ein großer Baumarkt und Toom residieren. Bei Bahr gibt es in der Grillecke noch die guten Landmann-Teile. Auch Zündis sind beigelegt. Nun ist die Versorgung für das Pfingstfest gesichert. Apropos: ist das nicht das Fest, das sowohl den geringsten heidnischen als auch christlichen Bezug hat? Irgendwie bleibt dann übrig: „ein Frühlingsmontag, an dem wir nicht arbeiten müssen“ Dieses Jahr gab es schon eine kalendarische Besonderheit. Der von Hitler eingeführte Tag der Arbeit fiel mit dem Männertag zusammen. Eine tatsache, die die Arbeit der Hamburger Polizei erschwerte. Heute nun ist zeitgleich Muttertag. Das ist so eine amerikanische Erfindung, die auf die Frauenbewegung zurückgeht. Was ist geblieben? Ein erhöhter Umsatz in Blumen- und Pralinengeschäften, der heuer wegen eben dieser kalendarischen Besonderheit vereitelt wird. Dieser Umsatzeinbruch war schon war schon einmal 1978 und 1989. Immerhin ist dieser Tag umsatzmäßig nur noch von Weihnachten übertroffen.

Der Hafengeburtstag tobt an der Elbe und putzigerweise ist der Stadtpark ebenso voll wie weiland vor einer Woche. Ist schon eine seltsame Arithmetik …

Was bleibt neben Fernsehen? Ein Veloausflug nach Buxtehude durch das Alte Land. Es soll dort am Marktplatz eine hervorragende Eisdiele geben.
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Freitag, den 09.05.2008 [09:19]
Bevor hier jetzt gleich zum Thema moderne Geschäftsgebaren lamentiert wird, hier anbei ein paar Eindrücke von der Nach-der-Arbeit-Feier in der Alsterperle. Für Nichthamburger. die Alsterperle ist ein umgebautetes Klohäuschen, das direkt zwischen Literaturhaus und Außenalster gelegen, eine wunderschöne Feierabendstimmung verbreiten kann. Es gibt Wein und Bier und der Rost brennt. Hauptsache aber ist es, sehen und gesehen zu werden. Und so sitzen dann die ganzen Agenturmiezen, KeyAccountManager und creativen Designer und schnacken noch einmal die schwierigen Kunden und/oder die blöden Kollegen durch. Man sitzt dabei auf der Uferböschung und der Blick nach vorne ist natürlich grandios. Er schweift von St. Georg bis nach Altona und ist unvergleichlich. Für Stelldicheins (neudeutsch Blind Dates) ist das ein wunderbarer Platz. Da diese treffen in Hamburg einen hohen Formalisierungsgrad erreicht haben (max. 50 min) und alles in dieser gewollten Unverbindlichkei läuft („wir telefonieren nochmal“) , kann man bei geschickter Planung mehrere solcher Termine an der Alsterperle abarbeiten. Kritsich ist nur der Freitagabend. Nicht weil da Sabbath und/oder Moscheegang angesagt ist, sondern weil man sich von prüden Frauen unterstellen lassen muss, man woille sich doch auf allzu durchsichtige Art „das Wochenende organisieren“ – also nur das Eine wollen.
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Mittwoch, den 07.05.2008 [10:41]
Der erste Mai in Hamburg ist Geschichte – die Medien haben schon wieder neue Themen. Trotzdem bleibt die Erinnerung an dieen turbulenten Tag in Barmbek.

Die meiste Aufregung hat in der Erinnerung die Szene in der Feuerbachstraße verursacht. Da liefen die 1100 Faschos durch den Rübenkamp und kreuzten gerade die kurze Feuerbachstraße. Dort standen wir als kleines Häuflein. Wie im kurzen Film zu sehen, standen lediglich eine Handvoll Polizisten zwischen den Machtblöcken. Wir waren auch nur ca. 30 Leute, darunter zwei Israelfahnen mit dem provozierenden Symbol ??? ??? und ein paar Versprengte vom schwarzen Block. Die sind immer ganz einfach an den Sonnenbrillen und den wasserwerferschützenenden Kapuzenjacken zu erkennne. Als der schwarze Block der Rechten vorbeikam stockten die ein wenig und mir wurde klar, wie fatal die Situation eigentlich jetzt ist. Davongekommen!
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Dienstag, den 06.05.2008 [06:43]
Kneipenfotos sind ein gutes Anwendungsbeispiel für die HDR-Technik. Das ist eine spezielle Phototechnik mit der große Helligkeitsunterschiede im Bild trotz beschränkten Kontrastumfangs des Photos dargestellt werden können.

Das rechte Bild ist ein gutes Beispiel. Da ist das grelle Licht von draußen (Semperstraße) und die dunkle Gemütlichkeit (Goldbeker) drinnen. Es muss eben auch noch technisch klappen … Es fehlt ein Bild mit starker Unterbelichtung. So daß hier die Tür zu hell ist.



Ganz ohne die Technik ist das Innenpanorama gemacht.



Da gibt es jetzt natürlich zu dunkle Stellen und solche, die viel zu hell sind. Es schreit förmlich nach HDR.
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