Rainers Horen
Dienstag, den 10.06.2008 [16:36]
Gestern haben die Niederländer den letzten Fußballweltmeister besiegt, in Afghanistan sind 14 Menschen attentätlich gestorben, in unserer Straße wird frisch geteert und im Haus wird eine neue Kehrordnung eingeführt. Das sind Nachrichten, die verschiedene Emotionen hervorrufen können und etwas von der nicht vorhandenen Rationalität in dieser schönen Welt aufzeigen, deren europäischer Teil zur Zeit von Männern (Putin/Sackrosine/Berlusconi) regiert wird, die ihre Außendarstellung an Filmhelden wie DiCaprio oder Clooney erinnern. Eine geniale Kommunikation hat heute morgen auch der amerikanische Bankchef hingelegt: „Ich glaube nicht, dass zu einem beachtenswerten Abschwung der US-Wirtschaft kommen wird.“
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Montag, den 09.06.2008 [14:22]
Das Wetter ist im Norden unseres fußballbegeisterten Vaterlandes immer noch grandios. Die Baggerseen und Teiche rund um Hamburg sind gut besucht. Wie kommt's nur zu dieser Assoziation – Ball und F???



Im Norden von Hamburg geht jedenfalls einiges — wenn denn mal die Sonne scheint. Übrigens war gestern wieder einmal von einem Universal-Hebel zu erfahren, der einmal umgelegt, alle Probleme der Menschheit löst. Diesmal ist es die unausgelebte Triebigkeit der Zeitgenossen. Das durchgehende Ausbleiben der orgiastischen Entspannung führt zum Konsumterror und zur allgemeinen Verblödung – ist doch Fußball, Fastfoot usw. ein Ausgleich für das eigentlich Erstrebenswerte. Ist man deswegen schon Reichianer, wenn man um diese Dinge weiß, ohne sie zu glauben? Oder nur, weil man mal einen Orgonshooter ausgepackt und einer Channeling beiwohnte?

Abseits von solchen „tantrischen Entgleisungen“ war gester Hoffest im Hellkamp58. In der alten Zeit hätte es wohl Wohngemeinschaftsparty gehießen und hätte Punkte im Sozialistischen Wettbewerb gebracht. Letztlich läuft es auf das Gleiche hinaus: es wird viel getrunken, gegrillt und manche Phantasie ausgelebt. Nebenbei lief ein Glotze mit dem unvermeidlichen EM-Spiel.

Heute früh um 8 sah es immer noch wie gebombt aus. Was eben noch gemütlich und rauschend aussah, wirkt plötzlich (ohne Menschen) ganz öde.



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