Rainers Horen
Sonntag, den 29.06.2008 [18:26]
Heute war große Wohnungsbesichtigung in der jarrestädtischen Nachbarwohnung. Es hat sich ein illustres Publikum eingestellt: junge Liebespaare, lesbische Pärchen und ein alleinstehender, junger Herr. Letztlich gönne ich es jedem. Wir hatten schon einmal eine MinifrauenWG im Haus. Obwohl das zwei Stockwerke entfernt war, hatten wir alles was davon. Nur nicht die ältere Dame direkt über dem Jungfernnest. Die war schwerhörig und stark alkoholisiert. Nun ist sie im Altersheim.

Da nun die sanierenden Handwerker viel Dreck unter sich gelassen haben, wurde von uns ausnahmsweise gefeudelt. Der „zufällig“ anwesende Vermieter war total von der von uns zelebrierten deutschen Tugend des Fleißes begeistert: „Ja, Sie machen brav die Treppe – es gibt da einige Mitbewohner, die nehmen's nicht so genau.“ Das geht doch runter wie Oel und baut die Seele auf.

Heute ensteht eine kompaktere Variante des PanoramaWizards. Sowohl Winkel und Verschwenkung sind Tripelparameter, von denen es jeweils einen Minimalwert, einen Maximalwert und einen aktuellen Wert gibt. Es liegt also nahe, dafür ein Extraelement zu spendieren, das objektisch gesehen, eine eigene Klasse darstellt.
Da das Flash in der jetzigen Version nicht während des laufenden Betriebes gesteuert werden kann, muss es nach Änderung der Parameter neu gestartet werden. Das führt im Firefox zur Fehlermeldung Die Erlaubnis für den Aufruf der Methode Location.toString wurde verweigert. Das ist die Folge eines neuen Sicherheitsfietschers in Flash9. Die einfache und zielführende Lösung ist die Erweiterung der crossdomain.xml. Adobe hat dazu eine kleinen ¬Artikel verfasst. Allerdings funktionieren jetzt die Imagerotatoren nicht mehr. Das ist unschön.
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Freitag, den 27.06.2008 [20:09]
Erfreulicherweise hat Tobias Hüllmandel sein geniales PanoramaStudio um einen Flashausgang erweitert. So juckt es in den Fingern, einen Wizard für das Web zu bauen, mit dem man das Panoramabild konfigurieren kann.
Einige Optimierungen des PanoFlashes und des Wizards sind schon am Horizont sichtbar. Das Flash müsste Schnittstellen zum Container (HTML-Seite) haben. Damit könnte man den Zustand steuern und für den Wizard wäre es mal eine pfiffige Idee, die jeweils drei Schieberegler durch einen Kombiregler zu ersetzen, der dann jeweils drei Parameter einer Eigenschaft ändert. Und auch fürs Auge soll gesorgt sein. Die fleißigen Schweizer sind zwar nicht so gut im Fußball, aber dennoch haben sie auch gute Ideen. ¬Blueshoes aus Dübendorf zeigt, was sich mit einfachen Mitteln im der WebGUI machen lässt.

Wer hat diesen Fehler noch nicht im MSIExplorer gesehen: „ this object doesn't support this method“. Fehlertext und Zeilennummer kann man getrost ignorieren. Das ist reine Fehlermeldungslyrik. Da ist eine eingebettetes Flash, das via externalInterace.call mit der umhüllenden Webseite spricht und beim Überfahren von Markierung feuern diese Fehler. Auf Adobes Seite ist zwar ein ¬Hinweis, dass der Flashname kein Minuszeichen enthalten darf – nur der trifft leider nicht zu. Wie unter ¬zu lesen ist, darf die Funktion nicht Stop oder Start heißen. Guter Tipp, ist trotzdem nicht zielführend. Es gibt eine Menge Fallstricke. Im ¬Blog vom Guya.net ist das alles einmal aufgezählt.

Nun ist's in der Mittagspause gefunden: der Name des DOM-Objektes muss einzigartig sein. wenn als das umfüllende DIV foobar heißt, darf des Flashobjekt nicht genauso heißen. Das ist ein Bug, der nur im IExplorer aufpoppt.
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Mittwoch, den 25.06.2008 [20:08]
Da denkt man nun, man ist nicht mehr zu überraschen – und siehe da, das mit den Spiegelungen hier im Web geht nur mit Javascript – ganz ohne Einsatz von grafischen Bibliotheken. Das hat den Vorteil, dass man (wie hier im untigen Beispiel) die Parameter dynamisch verändern kann.


Selbst die Schieberegler sind für viele ernshafte Webarchitekten eine Neuigkeit. So ist das mit den Effekten: sie nutzen sich schnell ab. Seit zwei Jahren gibt es diese halbdurchscheinenden Effekte. Vom Web hat es sich in die Printgrafik begeben. Bis vor Kurzem hatten pfiffige Flieger und Plakate diese durchscheinenden Flächen. Davor waren runde Ecken und Farbverläufe in Mode. Sicherlich wird es bald diese Spiegelungen auf fast jeder Webseite geben und irgendwann auch auf der MOPO-Titelseite. Leider verbracht das unnötigen Platz, auf dem man lieber Werbung verkaufen möchte – jetzt könnte der opaque Effekt ins Spiel kommen …

Ein anderer netter Trend ist das zunehmende Autsursing von Arbeitskräften aus Betrieben — und vor allem was dann innerhalb dieser Firmen nach solchen Maßnahmen der Effizienzsteigerung passiert. Nach einer gewissen Zeit schleift sich in konventionellen Angestelltenverhältnissen etwas ein. Der Angestellte hat es geschafft, sich den größten Stress vom Halse zu schaffen. Übliche Taktiken sind Aussagen wie „ das geht überhaupt nicht“ oder „das ist sehr kompliziert“ Durch das konzertante Vorgehen aller Betroffenen einer Abteilung glaubt das der Chef und letztlich wird es jetzt richtig gemütlich. Gerade im technischen Bereich stellt sich durch diese Taktik ein gewisser Technologierückstand ein. Ängstlich wird jeder Neue beäugt, ob der nicht etwa durch forsche, neue Ideen das Kartenhaus der Bequemlichkeit ins Wanken bringen könnte. Ist das die vielbeschworene Teamfähigkeit, die Hedwig Kellner so schön in ihren ¬Eichbornbuch als Teamlüge entlarvt.

Zitat aus einer Kundenrezension: Für Vertreter des frustrierten Fußvolkes eines Großunternehmens ein unterhaltsames Buch, das immer wieder ein bestätigendes Nicken: "Ja genau, so ist es" hervorruft. Scham- und respektlos spricht es aus, was man schon immer über den Chef gedacht, aber nicht auszusprechen gewagt hat.

Stellen wir uns mal eine alltägliche Situation in einer Webagentur vor: ein Flash soll Statusinformationen an die umhüllende Webseite senden (da wurde eben die Fläche XYZ angeklickt …) . Der Flasher ist genial und begnadet und überhaupt und kann souverän auf seiner Bühne die Kulissen schieben. Der Javascriptprogrammierer sucht schon mal die notwendige Actionscript-Funktion heraus (für Tekkies: ExternalInterface.call()), gibt ihm zwei Beispiele, wie das so läuft und urlt ihm die ¬API-Seite von Adobe zum Thema zu. Für mich wäre ein Mitstreiter dann teamfähig, wenn er jetzt sagt: „mit Actionscript habe ich wenig Erfahrungen. Ich lese mich mal ein und dann sehen wir weiter.“ Das passiert natürlich nicht, sondern Teamfähigkeit manifestiert sich in allgemein stimmungsaufhellenden Handlungen. Da der Teamling auf der Sachebene nicht punkten kann, wird ganz geschickt auf die Beziehungsebene ausgewichen: „Dein Javakauderwelsch verstehe ich nicht usw.“ Hat schon jemals ein Mann zugestanden, etwas nicht zu können oder zu wissen? Oder ist Teamfähigkeit generell die Verbreitung (letztlich unaufrichtigen) Optimismus („Chef, das lösen wir“), der kurzfristig der Seele hilft, aber schon mittelfristig böse Folgen hat?

Nun kommt der Tag, an dem ein größerer Kunde mit einem lukrativen Auftrag droht. Das ist der Tag der großen Hilflosigkeit. Wenn noch Zeit ist, wird rasch eine Stellenanzeige geschaltet. Ist aber oft keine Zeit mehr. Also: die Angestellten verharren im Winterschlaf, der Chef hat andere Aufgaben zu erledigen, PraktikantInnen sind nicht in Sicht und da kommt die Sternstunde des Freelancers. Mit vielen Versprechungen wird Hilfswillige nun angelockt und in das Team derweil eingepflanzt.

Der bekommt nun für einige Wochen Schmerzensgeld dafür, dass er in der internen Hackliste den untersten Platz einnimmt. Er wird von allen Angestellten feinsinnig angegiftet, bekommt den schlechtesten Arbeitsplatz (weit entfernt vom Fenster, mit dem Gesicht zur Wand), muß mit dem ältesten (=langsamsten Rechner arbeiten und muss sich selbst vom Praktikanten maßregeln lassen. Ist dann das heiße Eisen aus dem brodelnden Feuer geholt, darf er weiter ziehen und neue Abenteuer bestehen. – Immer verfolgt von den zurückgebliebenen und zerknirschten Angestellten, die ihm das freie Leben und das „viele“ Geld neiden.
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Montag, den 23.06.2008 [20:07]
In letzter Zeit war es hier recht dünn. Es ist nicht die FußballEM. Das kann ich schon mal sagen. Wie titelte BILD so schön am Wochenende: DönerWetter – am Mittwoch weinen die Türken.. Nun, auf jeden Fall bleiben wir schön im feinen Winterhude und laufen nicht Richtung Osten. Dann doch eher in Richtung westlichen Generalsviertels, wo Bodo wirklich original Thüringer Bratwürste im Fasan grillt. Langsam spricht es sich rum und die Leute kommen wegen der Würste sogar aus dem „dänischen“ Ottensen.
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