Rainers Horen
Sonntag, den 13.07.2008 [16:16]
Das Wochenende schreit nach einem kurzweiligen Zeitvertreib. So wird das angestaubte Theaterplanprojekt hervorgeholt. Irgend etwas ist immer zu tun. Die Ideen gehen nicht aus. Nachfolgend ein kleiner, filmischer Eindruck vom System.


Unter Personal können alle Personen angelegt und bearbeitet werden, die am Theatergeschehen beteiligt sind. Rechts davon werde die Aufführungen bestückt. Das ganze System ist sehr komplex und wird mit über 20 SQL-Tabellen abgebildet. Wo es passt, sind Ajaxtechniken eingesetzt. Beispielsweise kann man Bilder für Wackelbilder hochladen, deren Abspielreihenfolge man ganz einfach mit Verschieben der Daumennagelbilder bewerkstelligen kann. Den meisten Raum nimmt die Preisbildung ein. Immerhin gibt es sehr viele Ideen, wie das Theater Plätze verkauft. Es gibt Preisschemata, Preiskategorien, Preisgruppen und noch mehr. Irgendwann später in dem kurzen Video wird auch gezeigt, wie die Gastspieltheater angelegt und bearbeitet werden.

Vor einigen Wochen musste wir Hamburger das Harley-Treffen aushalten – heute am Sonntag(!) war der einmal im Jahr stattfindende Motorradgottesdienst dran. Der komplette Ring war dicht.
Kraddemo-Bilder


Zwei von diesen wirklichen Männern habe die Gunst der Stunde genutzt und die schon abgesperrte, aber noch nicht benutzte Autobahn nach Kaltenkirchen genutzt, um sich gegenseitig den Kopf abzufahren. Da hat der Segen im Michel und das Gebet um unfallfreies Fahren wohl nichts genutzt. Es ähnelt den „Gebeten“ unserer Landesmutter, die die anderen Menschen auf diesem Planeten auffordert, doch ein wenig langsamer dem Wohlstand entgegen zu streben. Der CO2-Ausstoß gebietete es. Da werden sich die Nichtdeutschen ein Ei drauf braten.

Als Nachtrag zum Kradgottesdienst und zu den Riesenbilder hier nachfolgend ein Blick auf die wartende Menge an der Ecke Fruchtallee/Emilienstraße.


Im Gegensatz zum silberbromiden Gruppenbild aus der Kaiserzeit ist es nun bunt, aber leider ist die Qualität nicht so detailreich wie in schwarzweiß.
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Freitag, den 11.07.2008 [16:19]

Heute war wieder so ein richtiger Hamburgtag – mehr Hamburg geht nicht: die 62-er Fähre fuhr überraschenderweise Richtung Speicherstadt und legte sich mächtig ins Zeug und auf der Mole hat eine Creative eine Handvoll Komparsen geschickt und schräg platziert.

Für welches Produkt die Sieben werben, ist leider nicht ersichtlich. Auf Grund ihrer Anzugsordnung scheint es etwas bussinessmäßiges zu sein. Vielleicht ein neues Anlagemodell? So ganz bei der Sache sind sie wohl alle nicht. Die Dritte von links hat sich sogar ablenken lassen. Das passiert, wenn Fotografen Fotografinnen photographieren. Das kommt oft vor.

Leider wenig oft kommt vor, dass in Teams tatsächlich Teamgeist herrscht. Wäre es nicht traumhaft, wenn die Stärken der Einzelnen verstärkt und Schwächen geschickt kompensiert würden. Dann würden sich alle wohlfühlen und das Ausgangsprodukt wäre optimal und mehr als marktfähig. Lieder sieht es all zuoft ganz anders aus. Man wäre ein Narr und ziemlich töricht, wenn man daran glaubte, dass Angestellte am Erfolg der Firma, an Qualität, Kundenzufriedenheit, Nachhaltigkeit und wie die ganzen Marketingparolen heißen, interessiert sind. Gemäß dem zweiten Hauptsatz der Wärmelehre ist auch diese Objektgruppe nur auf minimalen Energieausstoß bedacht. Der „Chef“ unterliegt zwar auch diesem Faulheitsgebot, sollte aber doch vor allem die Kosten und Erlöse im Auge behalten.

Nun gibt es verschiedene Strategien, um mit der Mannschaft und ihren Produkten am Markte zu bestehen. Da auch ein Chef nur ein Mensch ist und deshalb vor allem von Angst diktiert ist, hat er vielleicht vor einiger Zeit ein Wochenendseminar zu Thema Mitarbeitermotivation gebucht, auf dem ihm – und anderen Entscheidern – der Coach die Irrlehre von der Persönlichkeitsverwirklichung im Berufsleben eingeblasen wurde. Vielleicht haben die Wissbegierigen an dem Wochenende auch beispielhaft irgend etwas gemeinsam geschafft. Gemeinsam ein Boot schnitzen wäre so ein Beispiel.

Oder der Coach hat als theoretischen Unterbau die Motivationstheorie eines gewissen ¬David McClelland genutzt und der Chef ist der Meinung, alles müsse gesellungsorientiert ablaufen. So wie viele Eltern (und insbesondere Alleinerziehende) ihre unreifen Sprösslinge zu Entscheidungsträgern machen, wird er Chef nun auch zukünftig seine Untergebenen fragen, wenn es um Personalfragen geht. Systemisch nennt man das auch Schmidt stellt Schmidtchen ein, was zwei Folgen hat: alle haben die gleiche Geisteshaltung und alle sind noch dümmer als das Alphatier. Da das aber alle Firmen so handhaben, ist das für den Wettbewerb nicht weiter nachteilig. Es sei denn, die Arbeiter in Osteuropa oder gar in China/Indien ticken anders …

Ein wirklich positives Beispiel für ein gutes Produkt ist die Webseite von ¬Grabarz & Partner. Das erfrischt und macht Spaß. Ein kleiner Wermutstropfen: die Seite ist ein komplettes Flash. Das finden Webprogrammierer nicht so nett – Flasher finden das geil!
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Dienstag, den 08.07.2008 [17:34]
Im Netz gibt es viel Gutes, aber auch viel halbherzigen Schund. Jeder ambitionierte Programmierer kennt die Regel der unendlichen Laufzeit und Datenmenge. Will sagen: es darf auch bei langer Laufzeit des Programms der Speicher nicht überlaufen oder die Datenbank aus allen Nähten platzen. Da gab es mal eine „Videothekensoftware“, die ihre Buchungen in eine Binärdatei schrieb und nach einigen Jahren … So kann es passieren. Irgendwann geht dann gar nichts mehr. „Was dann?“ fragte Großvater den Peter, der dann den Wolf mit Hilfe seinen gefiderten Freundes dennoch besiegte. Dan Allan hat sich in seinem ¬Blog der Sache angenommen.


So gibt es hier und anderenorts kleine Werkzeuge, die sehr große Bilder mit einer Lupe anzeigen oder Bildergalerien durch einen Spalt durchziehen, na so eine Art Markqueefunktion. In all diesem Fällen wird schamlos eine Riesendatei oder sehr viele Dateien schon mal geladen – ein tierischer (oder vertierter) ¬Warteball soll die Zeit verkürzen. Das scheint wir aber nur Symptomschusterei zu sein. Also in GoogleMap kann ja auch nicht schon mal die ganze Erdoberfläche vorgeladen werden.

In oben erwähnter Anwendung wird die gesamte Erdoberfläche gekachelt und immer das entsprechende Teil nachgeladen.

¬Dan Allan aus den fernen USA hat sich der Problematik mal angenommen und stellt eine ¬Javascript-Bibliothek vor, die auf intelligente Weise das Problem löst. Wie jede gute Software ist sie zwar leicht anzuwenden (siehe obiges Gruppenbild aus Jena), ist aber auch schwer zu verstehen, da es doch recht komplex und durchdacht zu sein scheint. Es ist nicht problemlos einzusetzen, da die über 2400 Bilder über ein Python-Script geschnitten werden, das dann auch noch eine spezielle Graphic-Lib braucht. Gewiss ließe sich die Schneidarbeit auch mit dem convert aus dem ImageMagick-Paket bauen, aber manchmal (und gerade auf dem Mac) st es einfacher, das pytho.dmg zu starten.

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