Im Gegensatz von Erdkröten, die neugierig stlllhalten (sehen sie erstmal eine eine Linse vor sich), lassen sich die botanischen Objekte nicht so leicht beeindrucken. Sie schwanken im Winde und den gibt es in Hamburg allfällig.
Es stellt sich allgemein die Frage, ob mehr Wissen um die Dinge segensreich ist oder nicht.
Unsere Landesmutter ist ja nun allfällig eine Mahnerin. Das ist ihre bewundernswürdige Masche. Den lupenreinen Demokraten Putin mahnt sie, sich noch weiter zu vervollkommnen, die Chinesen mahnt sie zur Einhaltung der Menschenrechten usw. Überneulich mahnte sie die Weltbevölkerung zum Energiesparen. Gute Idee. Im nächsten Satz ermahnte sie die Oelbohrer zur Erhöhung der Förderquote. Was wohl mit dem Petroleum geschieht? Klar, da werden auch Plastikartikel draus gebaut, aber sicherlich entsteht aus Oel vornehmlich Rauch und Qualm. Das ist eben Realpolitik.
Es gibt Vegetarierer, Veganer und Rohköstler. Einige Zeitgenossen, die einen Hauch von ewiger Glückseligkeit erfahren haben, essen nur die Naturprodukte, die Selbige freiwillig hergegeben hat – nennen wir sie einmal Fallobstler. Sie wollen den Energiefluss zwischen moralisch wertvoller Natur und sündhafter Menschheit nicht weiter stören. Wenn wir gerade von Energie sprechen und die Schöpfung bewahren wollen, dann sollten wir mal durchrechnen, ob das überhaupt geht.
Also Freitag ist Familienbadetag und da wird die Wanne mit heißem Wasser gefüllt. Da läuft der Durchlauferhitzer dreiphasig (3×35A) ca. sieben Minuten und verbraucht dabei 10kW Leistung. Das macht dann 7*60*10/3600 = 1.166kWh. Nach Vattenfall kostet uns das ca. 30 ¢. Das ist ein Betrag, für den wir durchschnittlich unter einer Minute arbeiten müssten. Jetzt versuchen wir einmal gedanklich diese Arbeit zu leisten, um auf 1.166kWh zu kommen. Die Herren im obigem Joch heben den Asphalt, der ungefähr 50kg wiegt, auf eine Höhe von einem halben Meter. Gehen wir von einer Erdbeschleunigung von 10ms⁻¹ aus, dann ergibt sich eine Arbeit von 250Nm. Das ist das gleiche wie 250Ws. Dann müsste der Asphaltträger also 16800 mal das Joch bewegen. Der Horenschreiber hat vor langer Zeit im Auftrage der LPG Hessberg zehn Tonnen Einkellerungskartoffeln in die Keller von Thüringerwäldlern getragen. Abends war die Lust auf Fitnessclub weg – solche autistische Studios gab es 1979 noch nicht …
Die milchmädchige Rechnung will nur die Unmöglichkeit aufzeigen, im Einklang mit der Natur zu leben. Selbst das Zähneputzen hat keine energetisch ausgeglichene Bilanz. Damit entfällt auch die politisch etwas kühne Idee, in Deutschland die Transferbezieher zur Energiegewinnung heranzuziehen. Immerhin würde die achtstündige Beschäftigung in ¬Göpeln das fette Problem der deutschen Überernährung und die immanente Langeweile der HartzⅣer und der geduldeten Nichtdeutschen lösen. Apropos HartzⅣ: suche bei Google nach ¬HartzⅣ bringt seltsamerweise nur drei Treffer, und die sind in koreanisch. Es wäre durchaus wissenswert, was unsere fernöstlichen Freunde über unser Sozialsystem so scheiben:
Etwas holprig übersetzt, kommt etwa dieser Sinn raus:
Hat schon einmal ein Soziologe eine Jahresarbeit zum Thema der PC-Ausschmückung in Abhängigkeit von Geschlecht und sozialer Herkunft verfasst?
Das Thema ist es zumindest wert untersucht zu werden. Die Eintrittspforte ist der Bildschirmhintergrund. Das starke Geschlecht hält sich dazu relativ bedeckt, zuweilen erblickt man dort starke Autos oder andere Verlängerungen. Ganz anders sieht es bei den Menschern aus. Auf diesen weiblichen Rechnern sind schon oft Kätzchen und Robbenbabies gesichtet worden. Allerdings hören weitere Verschönerungsversuche bei dem Wallpaper auf. Männliche Rechner erkennt man schon an der wesentlich längeren „Hochfahrzeit“. Wenn dann nichts mehr wackelt, dann ist aber auch die Leiste vollgeknallt. Was gibt es da alles für schöne Teile! Erstmal wird alles überwacht und beschleunigt. Mehrere Sicherheitswerkzeuge beäugen jede sich öffnende Datei – andere Helferlein messen ständig Pingzeiten zu irgendwelchen Messstationen. Und dann passiert es, dass Spezialisten bei ihrem Provider anrufen und sich über zu geringe Uploadzeiten beschweren.
Wie bei allen Softwareprojekten gilt auch hier die Regel: „es dauert länger, als man dachte“. Bei TYPO3 ist diese Regel auf die Spitze getrieben. Gut, kauft man sich beispielsweise das Meyersche Buch „Praxiswissen TYPO3“, schlägt es auf und macht genau das, was dort kochrezeptartig aufgelistet ist, wird man nach zwei Manntagen durch sein. Der Novize wird sich verwundert die Augen reiben, wie toll und komplex das ist und an was alles der Schöpfer des CMS – Kasper Skårhøj – gedacht hat. Offenbar ist der Autor schon lange im Webgeschäft und kennt den Laden. Auf der anderen Seite wird der hoffnungsvolle Einsteiger schon auf Seite 20 nicht mehr wissen, was er eigentlich gerade gemacht hat und vermutlich wieder von vorne anfangen. Vielleicht ist er aber auch ein Optimist und er extrapoliert den Zeitaufwand für die Erstellung einer durchschnittlichen Webseite auf ca. eine Woche. Dann hat er aber entweder die Rechnung ohne die Extrawünsche des Kunden gemacht oder ist rhetorisch hochbegabt, indem er dem Auftraggeber seine Realisierung aufdrängt. Sagen wir mal so: 80% des Projektes sind in einem Manntag erledigt und die anderen, restlichen zwanzig Prozent verschlingen mindestens mehrere Wochen.
Nun gibt es zwei Möglichkeiten des Ärgers: entweder wird man nach Stunden bezahlt, dann wird der Auftraggeber zu Recht von Tag zu Tag unruhiger, da das zu realisierende Projekt das Budgets weit sprengt. Wird sas ewige Projekt dann tatsächlich fertig, dann kommt das Hardwareerwachen. TYPO3 saugt nämlich Speicher und Prozessorleistung wie ein Schwamm auf. Also kommt zur Budgetüberschreitung noch die schmerzlichen Kosten für einen neuen Server noch hinzu.
Nun fragt sich, wie der Guru zu seinem Expertenwissen kommt. Es ist das Wissen, wie und in welcher Reihenfolge man klicken muss und wo man auf keinen Fall draufklicken darf und was man tut, wenn gar nichts mehr geht. Ist dieses Wissen tatsächlich parat, dann ist TYPO3 (bis auf die schmutzigen Dinge unter der Motorhaube und dem Benzindurst – um im Bild zu bleiben) ein ganz brauchbares System, um den Kunden als auch einen selber zufriedenzustellen.
Vielleicht wohnt der zukünftige TYPO3-Jongleur noch bei Mutti und wenn andere Spielkameraden auf LAN-Tournieren andere Kämpfer mit Feuerwerfern und Super-MGs abschießen, sitzt der Brave vor seinem Rechner und durchlebt den schmerzvollen Erkenntnisprozess: er stochert in Newsgruppen rum, liest sich in den Quelltext ein und installiert das System im Tagestakt. Irgendwann später ist er dann Praktikant einer Webagentur und schon kann der Agenturchef ein günstiges Angebot abgeben, da Personalkosten kaum anfallen. Er braucht nur en Kickerspiel, einen Kasten Saft, eine hippe Location und eine Pizzaflatrate bei Antonio um die Ecke.
Später wird er dann eventuell übernommen –, aber nur wenn er gut im Kickern ist.
Oder – ein anderes Modell: es handelt sich nicht um eine kleine Agentur, sondern um die Abteilung Neue Medien eines großen Zeitschriftenkonzerns. Da ist dann Geld da und dann können zwei Leute dafür abgestellt werden, die sich (falls es nicht gerade brennt … ) in das zukunftsträchtige Thema einarbeiten.
Was absolut nicht geht, aber immer wieder versucht wird: einen TYPO3-Auftrag annehmen und hoffen, das geht so nach dem Motto: „Lernen beim Tuen“. Das führt zu Frust auf mehreren Seiten.









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