Rainers Horen
Sonntag, den 19.10.2008 [17:35]
Wie jeden Sonntag gibt es auch heute viel Bildmaterial. Der Herbst schreitet voran und ein typischer Hamburger Familienausflug geht in den Klövensteen. Dort gibt es Wald, Moore, kleine Pferde und auch niedrigschwellige Einkehrmöglichkeiten.


Will man nicht nur mit der Familienkutsche hinfahren, um dann dort mit den Kinnings die Standardbockwurst zu essen, gibt es einen netten Rundkurs, der in Sülldorf beginnt und in Rissen endet. Zwangsläufig führt der pferdeapfelgesäte Weg an der Ponyhofschenke vorbei. Drinnen ist offenbar gut essen – aber auch im Kiosk gibt es deutschen Brühkaffee und Blechkuchen.



Namensgeber der Distelschenke ist der benachbarte Ponyhof. Dort hoppeln dann die Kinder auf dem Rücken durch den Wald und Papa (falls noch vorhanden) kann sein Durchsetzungsvermögen beweisen, wenn das Pony allfällig plötzlich stehenbleibt.

Das kann schon passieren, wenn dort plötzlich ein phallischer Tintenschöpfling aus dem Boden wächst.


Eine gute Gelegenheit, mal zu auszutesten, was Mausklicken ausrichten kann …

Aber Vorsicht: bei aller Naturliebe und Forschheit – der Übermut kann schnell aus einem harmlosen Familienspaziergang ein MOPO-Drama machen.

Tiere bleiben Bestien. Das betrifft besonders auf Wildtiere mit fernöstlichem Migrationshintergrund zu.

Dann schauen wir uns doch lieber die deutschen Wildschweine an, die wie man sieht, im Jahreslauf, öfters mal Sex haben. Zumindest gibt es Frischlinge verschiedensten Alters.


Wie zu sehen, sind die Bachen und Keiler dermaßen verwöhnt – Äpfel werden nicht angerührt.

Ungewollt lange nicht angerührt war auch eine Caro-Kaffeetasse. Heute gerade ganz nahe gefunden, soll die Kultur nicht vorenthalten werden. Bemerkenswert ist das Farbenspiel. Hier kämpfen zwei Organismen um ihren Lebensraum.

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Sonnabend, den 18.10.2008 [17:36]
Diese Canaillen! Jetzt werfen verschiedene Staaten (die ja bekanntlich sich das Geld immer bei den Banken oder Druckereien holen) insgesamt fast eine Billion Euro vor den Bock, der jetzt zum Gärtner gemacht wird. Stellen wir ein Gedankenspiel an: das Geld bekommen nicht die Banken, sondern jeder Erdenbürger zugeschoben. Dann bekäme jeder fast 200 €. Was das für ein Konsum/Investitionsschub wäre! Daraus wurde aber bekanntlich nichts und so trottet der Alltag weiter dahin und endlich spricht es der Bildungsbürger aus: „Fernsehen ist unterirdisch“. Das gehört sich auch so. Der Literaturpapst musste sich beispielhaft stundenlang und unvorbereitet diesen Bodensatz anschauen. Dann ist die Reaktion durchaus verständlich.

Heute im Botanischen Garten schlichen auch nur noch einzelne Gestalten durch die Anlage.


Es waren fast nur alleinerziehende Mütter unterwegs, die ihre Sprösslinge in Ermangelung anderer Zerstreuung in Klein-Flottbek auslüfteten.
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Freitag, den 17.10.2008 [17:38]
Olfaktorisch ist diese Woche die schönste des Jahres. Überall riecht es anders. Die Blätter fangen an zu modern, das Obst (im weitesten Sinne) trägt auch gehörig bei. Nur gut, dass im Novalisweg keine weiblichen Gingkos stehen. Dendrologen und Arbophile kennen den Schlamassel.

Die heutige Stimmung erinnert an die Einstiegsszene in Peter Greenaways opulenten Männerhasserfilm „Drowning by Numbers“, in der ein angeheitertes Heteropaar in einer mit faulenden Äpfeln bedeckten Zinkbadewanne ihrer orgiastischen Entspannung zutreibt. Es ist jahreszeitlich Herbst, aber für den lustmolchenene Herren ist der Herbst des Lebens erreicht. Zumindest scheinbar — denn für ihn ist recht rasch das Ende erreicht seiner Lebenskurve. Sein eheliches Herzblatt taucht ihn mehrfach bis er nicht mehr jappst und Ruhe hält.

Da sich noch niemand von diesen uneigennützigen Menschen aus dem ¬Drupalforum und ¬XING gemeldet hat, macht sich der Gedanke breit, doch ein eigenes Modul zu schreiben. Jetzt ist auch die Beschränkung der deutschen Gemeinde zu spüren — entspechende ¬Tutorials gibt es „nur“ in Englisch. Das ist aber für eine Polyglott aus Mitteldeutschland kein Problem …

Nun als ran! Nennen wir das Baby restrictedpdf und legen unter sites/all/modules ein Verzeichnis mit diesem knackigen Namen an. In der restrictedpdf.info kann und soll man gewisse Metainfos ablegen. Da steht der Modulname, was das Modul vorgibt zu tun und anderes. Das ist nur eine maschinenlesebare Textdatei. Die eigentliche Logik steckt in der restrictedpdf.module'. Die dort abgelegten Funktionen genügen einem gewissen Schema und der Drupalkern sucht sich immer raus, was er braucht. So wird in der function restrictedpdf_help($path, $arg){} eine Hilfe abgelegt. Klingt einfach und robust. In der Funktion restrictedpdf_perm(){} werden die grundsätzliche Zugangsbeschränkungen eingetragen. Das hat sich im Moment nicht erschlossen, aber warten wir ab.

In restrictedpdf_block() wird beschrieben, was auf der Seite angezeigt wird, wenn „unser“ Block aufgerufen wird. Das ist ja nicht ganz der Gedanke, den wir verfolgen. Ist der eingeblendete Runterladstreifen ein Block? Blöcke sind feste Bestandteile der Templates und keine Inhaltselemente. Das wird sich bestimmt noch klären. Also in diesem Block-Hook wird die HTML-Ausgabe generiert. Die Funktion hat lesenden Zugriff auf die interne Drupalstruktur und somit ist der Rest eine Fleißaufgabe. Es erscheint auf dem ersten Blick einfacher als bei TYPO3, da hier von mehr Annahmen ausgegangen wird und nicht soviel in Konfiguartionsdateien nachgeschaut werde muss. Es ist eben diese RoR-Philosophie, die von praktischen Ansätzen ausgeht. So auch der Beispielcode auf obigem ¬Tutorial. Statt die DateTime-Funktion von mySQL zu nutzen, werden die Zeitstempel via PHP-Funktionen schon mal vorgekaut. Auch im nachfolgenden SQL-Befehl SELECT nid, title, created FROM {node} WHERE created >= '%s' AND created <= '%s' wird von der Annahme ausgegangen, dass beispielsweise das Ding eben created. In dem anderen System müsste man erstmal in einer Konfig nachschauen, wie das bei der vorliegenden Installation heißt. Das ist natürlich flexibler, macht aber die Handhabung etwas schwerfällig.

Alles in allem macht das Ding auch ohne Objektorientierung einen brauchbaren Eindruck. Man muss ja nicht immer alles verstehen.
Wie sagte schon so zutreffend ¬Prof. Dr. sc. techn. Dr. h.c. mult. Eugen S. Philippow an der TU Ilmenau nachdem er uns 90 Minuten das Gehirn mit der Herleitung seines Philippow-Operators, der eine Verallgemeinerung des ¬Laplace-Operator darstellen will, „das müssen Sie jetzt nicht verstanden haben, aber einmal in Ihrem Leben erlebt.“ — Recht hatte er!

Also für die, die es tatsächlich interessiert: Der Laplace-Operator lautet ganz allgemein für Vektorfelder

Bricht man das Ungetüm nun runter in unsere dreidimensionale Welt, dann ergibt sich:
.
Schlichtweg gesagt die Ableitung in drei Koordinaten. Beim Ilmenauer Professor im Großen Hörsaal am Ehrenberg wurde auch noch nach der Zeit abgelitten. Dafür hat er auch ein Symbol geschaffen — eben den Philippow-Operator ?f(x,y,z,t). Das ist dann die gleiche Formel wie oben, nur dass jetzt noch eine vierte Komponente dazukommt.

Das sind eigentlich ganz banale Sache, die jeder Depp bei wikipedia nachlesen kann. Handyverträge-, Tonerkartuschen- oder Sprudelwasserverkauf ist da schon schwieriger.

Heute war nun absolut letzter Tag des ¬Bootsverleihs im Stadtpark. Für den Pächter war es der schönste Tag des Jahres.


Nicht nur weil er keinen Stress mehr mit den ganze Familien hat, sondern weil er heute mit ganz großer Aufmachung seine Boote ins Winterlager fährt.
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Donnerstag, den 16.10.2008 [12:28]
Letzte Woche spielte der geniale Helge Schneider im Leipziger Gewandhaus und schwupps gibt es auch schon die Doppel-CD zum Konzert.



Was die Jugend von heute so denkt? Ich glaube, die haben noch nicht einmal ein gewisses Unrechtsbewußtsein. Nicht nur dass sie es mit einer dermaßen guten Technik mitschneiden, nein sie verbreiten diese Bootlegs in Profiqualität auch noch über Skype an die ganzen Freunde und Fans. Ist schon eine tolle Sache mit dem Netz und auch Helge hat es wieder prima verstanden, die Massen zu unterhalten. Udo Lindenberg war auch ein wenig da. Genial ist das Duo Helge/Udo, das der Meister tatsächlich alleine singt.

Das DRUPAL-Abenteuer geht weiter. Wie das mit solchen Beutelsuppen immer so ist, 90% des ¬Projektes ist recht rasch geschafft. Der kleine Rest braucht dann viele Tage. So auch bei diesem Projekt.

Das Ziel ist der gedrosselte Zugang zu PDF-Dokumenten. Also: nur wer in einer speziellen Gruppe angemeldet ist (wer bezahlt hat) kann die Dokumente runterladen. Diese Vision scheint nicht einzigartig zu sein. Trotzdem gibt es offenbar kein fertiges Modul. Idealerweise sieht der wissbegierige Nutzer schon mal ein Vorschaubild vom PDF und kann es nur holen, wenn er in der Gruppe ist. Vermutlich braucht die Welt ein neues Modul. Das müsste eine Kreuzung aus ¬Attachment, ¬Der Erweiterung des Imagemodules, und den ¬Gedanken von Tilmann zu sein. Warten wir also erstmal ab, was die rührige ¬DRUPAL-Forums-Gemeinde so ausspuckt.
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