Es ist nicht nur das größte (oder das längste/teuerste/schwerste) Schiff der Welt, es ist das Event an sich, dass Hamburger, Quidjes und auch Tausende von Touristen in die Stadt an Elbe und Alster kommen lassen. Aber auch ohne dieses Megaschiff hat Hamburg eine ständige Anziehungskraft. Wollte nicht schon der Protagonist Harry Haller im Steppenwolf den jungen Leuten Karten nach Hamburg schenken?
Es ist sicher auch das Fernweh und die zweifelhafte Erotik der Reeperbahn, die die Hansestadt zu Ziel eines Wochenendausfluges oder des jugendlichen Tatendrangs werden lässt. Es sind die kleinen Dinge — es ist die ganze maritime Atmosphäre, das Quietschen, Stampfen und Schaukeln der Brücken.

Tatsächlich findet auch der Schöngeist gehörig Futter, obiges Bild zeigt die Imposanz das alten Elbtunnels. Das ist eben wie mit der Silberbronze bei Ephraim Kishon: einmal etwas vollgepinselt, geht es gleich weiter und so kommt jetzt der Blick im Treppenhaus des Stilwerkes, das ganz nett daherkommt. Fragt sich, wie die Pächter ihre Mieten erwirtschaften. Vielleicht sind das aber auch nur so Brückenköpfe, die von anderer Seite bezahlt werden. Wie dem auch sei, architektonisch ist es nicht unaufgeregt und im achten Stockwerk wartet auf den Besucher ein kleines Abenteuer. Entsteigt er dem Fahrstuhl und lenkt er die Aufmerksamkeit auf die Tür gleich rechts, kommt er auf das Dach der ehemaligen Hopfendarre.

Was ist nicht alles nachhaltig, hat sich gut aufgestellt oder wird in ein Paket verpackt.
Herr Burkhard Spinnen wirft gerade ein preiswertes Buch auf den Markt. „Gut aufgestellt — Kleiner Phrasenführer durch die Wirtschaftssprache“ heißt es und bereitet viel ¬Vergnügen. Gerade redet jemand von der Bundesreichseisenbahn über das Problem der ICE-Inspektion. Es ist wirklich eine Glanzleistung, wenn der ehemalige Beamte erklärt, die Radsätze wären nicht dauerfest — ein herrlicher Euphemismus!
Heute gibts ein kleines Formular zu bestaunen, das einen Anschlussstutzen zu GoogleMap hat. Damit werden die Adressdaten verifiziert.

