Rainers Horen
Sonnabend, den 29.11.2008 [11:52]


Die Adventszeit ist auch auf dem Winterhuder ¬Goldbekmarkt gekommen – nicht nur das es schneit, auch der Markt hat sich jahreszeitlich angepasst.

Tarteort hat sich herausgeputzt. Schauen wir der schönen Dame bei ihrer Promotionkampagne zu: zuerst werden die potentiellen, vorbeilaufenden Kunden angeschnackt um dann gleich nach der Teesorte gefragt zu werden. Die Beutel liegen schneegeschützt unter der weinroten Serviette. Zur Auswahl stehen weißer und schwarzer Tee. Weißer Tee ist natürlich wieder so eine neudeutscher Quatsch. In allen anderen Ländern würde das als Gewürzaufguss oder als Infusion durchgehen. Nun gut, der Samowar aus ???? wartet darauf benutzt zu werden und spendet das heiße Wasser auf die Beutelchen, die mit staubnaher Bruchware gefüllt wurden. Aus der Hand einer holden Nikoläusin schmeckt selbst dieses Gebräu bei stürmischem Schneefall.

Wenn das Thema gerade mal angeschnitten ist, kommt hier gleich die Übersicht über alle Hamburger Wochenmärkte
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Freitag, den 28.11.2008 [16:26]
Wer kennt nicht den auf- und abschwellende Pegel in deutschen Kneipen. Plötzlich ist es muchsmäuschenstill und dann brandet es wieder hoch. Gestern im Goldbeker haben wir es einmal „wissenschaftlich“ untersucht. Nachfolgendes Audiogramm gibt einen Überblick über ca. zehn Minuten.



Ganz deutlich sind die Zyklen zu sehen. Eigentlich wäre das einmal ein schönes Thema für eine Promotion in Soziologie: „Der zeitliche Verlauf des Geräuschpegels in Abhängigkeit von … in deutschen Wirtshäusern“. Zumindest käme zum Schluss publikumswirksam ein nettes Fietscher für den öffentlich-rechtlichen Hörrundfunk heraus.

Die Antwort von MicroStar ist da! Nachfolgend die rechtschreiblich korrigierte Fassung:
„Sehr geehrter Rainer Schleevoigt, Danke für Ihre Anfrage. Hier eine kurze Anleitung zum Installieren des Sound-Treibers:
Heruntergeladenen ¬Audio-Treiber auspacken, in das erstellte Verzeichnis gehen. Dort nach MSHDQFE/Win2K_XP/us/ öffnen und die Datei kb888111xpsp2 mit rechter Maustaste anklicken, in dem Fenster Hier Entpacken auswählen (WinRar muss installiert sein).

Nach dem Entpacken werden mehrere Dateien und Verzeichnisse angelegt. Unter anderem auch das commonfiles Verzeichnis. Dieses Pfad sich merken. Im Geräte-Manager Rechtsklick auf "PCI-Device", Treiber aktualisieren und dann dieses commonfiles-Verzeichnis auswählen.
auswählen, in dem daraufvolgenden Fenster "Hardwareupdate-Assistent" - "Ja nur
dieses Mal" - Markieren, auf Weiter Klicken, im nächsten Fenster „Software von
einer Liste oder bestimmten Quelle installieren"- auswählen, danach auf Weiter klicken. Der Restart wird es richten.“
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Donnerstag, den 27.11.2008 [19:52]
Ich hätte es mir denken können: wer XP einsetzt, begibt sich in die DDL- und Treiberhölle. Aber alles nach und nach.

Seit einiger Zeit gibt es diese niedlichen Netbooks, das sind Schoßlinge für unterwegs, die einen kleineren Bildschirm und kein Laufwerk haben. Außerdem sind sie preiswerter. Nach einiger Recherche fällt die Ähnlichkeit (oder fast schon Gleichheit) der Teile auf. Der Unterschied besteht im Wesentlichen in der Farbe, dem Label und im Verhältnis von Außen- zu Bildschirmgröße. Da scheint das Wind U100 von MSI ein Optimum zu sein und bei Schiwi ist es für 379 Euronen abzuholen. Für weitere 18 Dings hat man dann statt einem Giga gleich zwei. Dazu mehr. Schön schön, alles läuft und heute wollten wir mal mit dem Ding Klänge aufnehmen. Dazu schließen wir brav an die Audiobuchse ein Aktivmikrofon an. Aha, da kommt ein Dialog:



Die Frage kann ich beantworten: Ich will Line In. Und schon kommt die Warnung: „Dieser Gerätetyp wird nicht unterstützt“. Komisch – in allen Prospekten wird das Teil mit dieser Anschlussmöglichkeit beworben. Kommt mir auch nicht abwegig vor. Über diesen Eingang könnte mal Schallplatten digitalisieren oder Telefongespräche mitschneiden.

Entsprechende Treffer in Foren zeigen die Globalität des Problems. Fast alle Schoßlinge mit zwei Audiobuchsen haben das Problem.

In den Tiefen der Systemsteuerung findet sich auch ein (gesetztes) Häkchen:



Hm. Klar könnte ich jetzt so ein USB-Audio-Teil anschließen und alle sind glücklich. Aber was soll das? Auf den verschlimmbesserischen Anschluss eines externen Elektretmikofons kann ich nun wirklich verzichten.

Die üblichen ¬Tipps aus dem Netz (KB888111 und SP30739.exe) fruchten leider nichts. Der Realtek-Treiber scheint seine eigene Hardware nicht richtig bedienen zu können.

Es gibt dankenswerter Weise auch ein eigenes Forum für das ¬MSI Wind. Dort gibt es auch einen Geprächsfaden zum Thema, warum sich der Line-In-Eingang nicht aktivieren lässt. Nach Spec von Realtek sind alle Eingänge frei belegbar als Line-In, Micro, Kopfhörer oder Line-Out. Hier im Gerät reagiert nach dem Treiberupdate (v9.02) die rosa Buchse als Eingang und die grüne als Ausgang. Auch bei dem baugleichen Medion-Gerät vom Aldi zeigt sich das Verhalten. Nun dürfen wir gespannt sein, was die Anfrage bei MSI in Frankfurt/M bringt. Es ist fast zu befürchten, dass aus der Mainmetrolpole und Äppelwoi-Zentrale die Discounterantwort kommt: „damit müssen Sie jetzt leben …“. Sind wir auf die Ausrede gespannt. Kostendämpfenderweise gibt es dort ein ¬Forum – da können sich die Kunden selber helfen. Wäre ich doch dem Mac treu geblieben!
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Mittwoch, den 26.11.2008 [10:47]
In den Letzten Wochen werden die Radionachrichten immer einseitiger. Es geht immer mehr um die allgemeine Lage, die zunehmend mit unsympatischen Begriffen beschrieben werden.

Aber egal was passiert, die Medien haben ihr Futter, das sie völlig emotionslos darbieten. Die Politiker profilieren sich, indem sie das Eine oder Andere vorschlagen. Steuern hoch oder runter – beide Maßnahmen werden wortreich und überzeugend vorgetragen.
Unsere Mutter der Nation sprach gestern von kohärenten Maßnahmen innerhalb der EU.
Ist schon pfiffig unsere promovierte Physikerin. Früher hätte ein Politiker von konzertante Aktionen gesprochen, wenn er andeuten wollte, dass die Akteure ihre Handlungen koordinieren wollen. Das Wort ist der Kanzlerin mit naturwissenschaftlichem Hintergrund noch nicht genug Harmonie und so greift sie zu diesem für viele Mitbürger neuen Wort. Ein LASER-Strahl überträgt kohärente Wellen, die sich durch frequenz- und phasenmäßige Übereinstimmung aufzeichnen.

Normale Menschengruppen laufen einfach nur in eine Richtung. Dabei machen sie große, kleine, langsame und schnelle Schritte. Soldaten im Gleichschritt klatschen immer zeitgleich mit ihrem linken Stiefel auf den Asphalt. Das hat begreiflicherweise auch eine vereinheitlichte Schrittlänge zur Folge, ansonsten wäre die Marschordnung recht rasch außer Tritt. Das widerspräche dem preußischen Exerzierreglement, was übrigens neben der Bibel das einzige Buch war, was ein großer deutschen Staatsmann kannte.

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