Rainers Horen
Sonnabend, den 17.01.2009 [09:22]
Der dritte TYPO3-Anlauf scheint schon besser zu gelingen. Immerhin ist die gute Laune noch gewahrt. Vielleicht kommt auch daher der Namen des CMS. Diese etwas ältliche Einführung mag zwar überholt sein, die hat dennoch einige Vorteile. Da die zugrunde liegende Version von TYPO3 schon fünf Jahre alt ist, stimmen natürlich die Bildschirmbilder und auch einiges in der Struktur nicht mehr. Der T3-Schüler ist deshalb gezwungen, sich alles mehrfach anzuschauen und damit lernt er viel auch noch im Beiwege und tatsächlich spricht das Tutorial „Profis“ an und hält sich nicht mit den üblichen Mühen der unteren Ebene auf. Herr Meyer überspringt gleich die Installation und den ganzen Klickibuntikram und stößt den überraschten Leser gleich mitten hinein die Typoscriptwelt.



Das mit der Navigation war also recht unproblematisch. Eine große Hilfe bei der konkreten Ausgestaltung war ein Tipp aus der XING-Welt, der auf eine gute Übersicht über vielfältige Menüs bei ¬i-base verweist. Da scheint das Thema wirklich einmal erschöpfend abgehandelt zu sein.

Heute steht nun die eigentliche Präsentation der Gemälde, Aquarelle und Zeichnungen des Dresdner Künstlers auf dem Plan. Eine kurze Recherche nach „TYPO gallery“ fördert einige Module an die Oberfläche, aber leider machen all diese Lösungen nicht richtig glücklich. Meistens liegt der Schwerpunkt in der Darstellung von Photos, so etwa wie es der Finder auf dem Mac tut. Und außerdem sind diese Galerien nicht voll in das System integriert, sondern sind so halbseidene Bastellösungen, bei denen beispeilsweise die Bilder händisch in gewisse Verzeichnisse hochgeladen werden müssen.

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Mittwoch, den 14.01.2009 [16:45]
Kürzt die Kulturpolitik einem Opernhaus das Jahresbudget um zehn Prozent, dann wird der Obermufti des Kulturtempels (beispielsweise kaufmännischer Direktor) die bevorstehende Schließung prophezeien, da das nun gar nicht geht. Und siehe da — es geht doch. Wird das Geld verdoppelt, ist es zum Jahresende auch nicht übrig.

Heute wurde von unserer Regierung mit großem rhetorischem Tamtam seitens der Landesmutter angewiesen, 50000000 € (frisch(?) bedrucktes Papier) in die Wirtschaft zu pumpen. Es soll Schlimmeres verhindert werden. Ist natürlich nur ein symbolischer Akt, der sicherlich nichts in der Wirtschaft bewirken wird. Das Geld wird versickern und später wieder an die Oberfläche auftauchen. Es taucht dann urplötzlich sehr viel Geld ohne rechten Gegenwert auf. Jedem vernünftig denkendem Menschen ist klar, was dann passieren wird. Dann wird es eine gute Idee sein nicht mehr so auf Geld zu vertrauen. Essensmarken oder HVV-Jahreskarten wären dann besser.

Was ist die Ursache für den Schlamassel? Denkbar wäre ja eine Missernte, plötzlicher Rosttsunami oder eine spontan einsetzende Faulheit/Unlust der Arbeiter und Angestellten in den Betrieben und Einrichtungen. Gut — Letzteres ist ja leider permanent vorhanden. Nein. Ursache ist das ganz normale Funktionieren des glorreichen Systems. Gerade wenn es besonders gut und wie geschmiert läuft, wenn also Sehnsüchte und der Wunsch nach dem schnellen, großen Geld breitmachen, passieren solche Zeiten. Was aber nicht weiter schlimm ist, da jetzt wieder die Medienleute und andere Wahrheitsverdreher ihre große Zeit haben. Selbst bei Xing – dieser Angeber- und Selbstdarstellungsplattform – tauchten schon Meldungen auf wie: „In Krisenzeiten Kunden gewinnen — wir helfen Ihnen gerade jetzt noch erfolgreich zu sein“.

Was das Schild in den REWE-Fleischauslagen zu bedeuten hat, habe ich mich auch schon gefragt. Auf der Sachebene kann man es deuten als „Qualitätsmetzgerei Kassler-Nacken ohne Knochen, vakumiert“. Gut, wie als Deutsche können das Rebus sofort lösen, aber was machen die Hintergründe? OK, die wollen vielleicht auch nicht genau wissen, was das für ein Fleisch ist. Vermutlich ist Kasslernacken nicht ?????. Ist nun Kassler unpaarhufig oder nicht — keine Ahnung, was das für ein Tier ist. In der Ostzone soll es auch Broilerkassler geben. Immerhin könnte man den Objektleiter abmahnen, denn wo bleibt der Kilopreis und was hat das mit de „ca.“ auf sich, seit wann ist denn das erlaubt?!

Heute nun beginnt der dritte Anlauf, um auf den TYPO3-Zug aufzuspringen. Die Hoffnung stirbt zuletzt. Millionen von ComputerBILD-Lesern können nicht irren!

Da nun schon ein Vorbild auf der Maschine mit selbstprogrammierten Extensions läuft, sollte es nicht so schwer sein. Damals war es Version 4.2.0 – mittlerweile gibt es schon die 4.3 und somit beginnt die erste Minihürde ein modernes Dummypaket unter der 4.2.0-Umgebung zu starten. Mit händischer Änderung der symbolischen Links geht da was. Neue Versionen heißt ja schließlich auch, man braucht eventuell neue Bücher. Immerhin möchte der Coder ja auf Flughöhe sein. 49,- € ist dann doch eine kleine Investition und so fällt die Beigabe von der Firma ¬Mittwald ins Auge. Das ist ein über zweihundertseitiges PDF, das auf eine gewisse Art und Weise TYPO3 erklärt, die sich von anderen Bibeln dieser Art abhebt. Da der Autor nicht nach Seiten (im Prinzip überhaupt nicht) bezahlt wird, fällt der ganze Müll weg, der ohnehin bekannt ist oder ganz einfach woanders nachgelesen werden kann. Offenbar kommt der Robert Meyer aus einer ganz ähnlichen Biografie, so dass das Buch ganz effizient zu lesen ist. Der einzige Bitterstoff in dem geschenkten Gaul ist das Alter: die Dokumentation ist schon fünf Jahre alt und Internetjahre zählen wie Hundejahre siebenfach. Trotzdem ist es recht lesenwert, da es didaktisch ansprechend ist und sich – wie schon erwähnt – auf das Wesentliche beschränkt. Die recht häufigen Dreckfuhler sind in dem Zusammenhang auch verzeihlich.
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