Rainers Horen
Sonntag, den 08.03.2009 [22:13]
Heute ist nun Frauentag. In der Zeit, als das Wünschen noch geholfen hat, zogen in dieser Jahreszeit hordenweise die Weiber in die Kneipen und besoffen sich mit Likör. Das ist heute nicht mehr so. Aber: heute wurden mehrere Frauenpärchen gesichtet, bei der immer eine von beiden sehr kurze Haare hatte, die hatten Nudelsalat und so ein Kram bei sich und fuhren mit der U-Bahn durch die Gegend. Sollte sich der Tag etwa zum Lesbenfeiertag entwickeln?

Seit Jahren nerven uns die zeitgenössischen Filmemacher mit dem sogenannten Dogmaprinzip: nur Handkameras sind erlaubt und künstliches Licht ist nicht gestattet.

Eine denkbare Steigerung ist heute im Wiener Caféhaus in Volksdorf realisiert. Die Aufgabe war die suche eines freien Tisches. Letztendlich wurde uns von Frau Niemann (Dame an der grünflimmernden Registrierkasse) der (Mini-)Tisch zwischen Klo und Raucherkabuff zugewiesen. Die Kamera hing vor dem Bauch und filmte einfach alles, was der kleine R.M.F. heute dort erlebte. Prima — mehr Spontanität geht nicht!

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Sonnabend, den 07.03.2009 [22:18]
Die orangene Primel zeigt an: heute geht es wieder einmal um das berühmte Redaktionssystem TYPO3. Im einfachsten Fall besteht einen Webseite nur aus redaktionellen Seiten. Dann existiert eine erweiterbare Menüstruktur und der Redakteur pflegt dann in seiner gewohnten Umgebung Texte und Bilder ein. Wenn es ganz pfiffig zugeht, dann gibt es auch einmal Bilderstrecken oder kurze Filme. In solchen Fällen hüpft dann auch eine mehlaufpickende, sich ängstlich umschauënde Krähe durch die Szene. Wenn jetzt der Redakteur kein Legastheniker ist und man ihm die Gestaltungsmöglichkeiten gehörig einschränkt, kommt eventuell etwas Anständiges heraus.



Halten wir jetzt einmal kurz inne und überlegen, was eine Webanwendung normalerweise abbildet, kommen wir schnell drauf, dass sich Inhalte strukturell wiederholen — die wenigsten Seiten stellen einen fortlaufenden Text wie ein Roman oder eine Kurzgeschichtensammlung dar. Irgendein Zusammenhang zwischen de Artikeln gibt es immer.

Offensichtliche Muster sind in einem Redaktionssystem sicher abbildbar, es gibt Tagebücher (Blogs), Produktkataloge oder Nachrichtenticker. Gewiss, man muss sie auch anwenden. Wer also einen Katalog von Dingen mit normalen Inhaltelelementen (quasi im Fließtext) aufschreibt, dort dann in sehr mühevoller Kleinarbeit PDF-Kataloge und Metainfos wie Bestellnummern oder Preise einpflegt, der wird aufwachen, wenn der Kunde plötzlich den Wunsch äußert, auch einmal nach einer Nummer suchen zu wollen. Dann fällt etwas virtuell zusammen. Auch wenn solch ein Katalog noch kein Shop mit Warenkorb ist, sollten doch die Produkte in einer Datenbank abgelegt werden.

Die Verwaltung solcher kundenspezifischen Datenbanken ist eine der Stärken von TYPO3. Wirklich im Handumdrehen sind solche Strukturen angelegt und der Kunde kann sofort mit seiner Hausaufgabe beginnen. Nun sind viele Excel-Anwender von der Zweidimensionalität der Welt überzeugt. Wenn also ein Produkt einer Gruppe angehört, dann wird der Gruppenname dort reingeschrieben usw. Für einen Datenbanker sieht die Welt anders aus: er würde den Spielplan eines Theaters in einer Datenbank mit mindestens zwölf Tabellen abbilden. Jetzt wird es mit den Standard-Werkzeugen in TYPO3 schwierig. Der Theatermacher müsste also erst die Schauspieler und die anderen „Kostenstellen auf Beinen“ anlegen, bevor er eine Aufführung anlegt. Bevor er den Spielplan mit Aufführungen, seinen Terminen und Preisen baut, muss er zuvor die Preise mit ihren Preisgruppen, Preisschemen und Preiskategorien anlegen. Das klingt hier beim Lesen schon schwierig. Es muss also etwas her, bei dem man die Daten hierarchisch eingibt. Die Lösung heißt ¬IRRE. Ein spannendes Thema, das zwar hilft Fesseln abzustreifen, dem T3-Entwickler jedoch das Joch eines neuen Gedankengebildes aufbürdet.

Nebige deutsche Jungstudenten erklären es uns — nicht gerade mit didaktischen Engelszungen, aber immerhin in sind die Burschen passend in Orange angezogen und arbeiten standesgemäß mit dem MacBookPro, auf dem auch dieser Text gerade geschrieben wird.

Was ist nun das Irre an IRRE? Außerhalb der CMS-Welt ist es spätestens seit der Ajaxhype usus, dass sich der Einpfleger auf seiner Adminseite wie auf seinem PC zu Hause fühlt. Er kann Elemente verschieben, Listen aufklappen usw. Seine „Hausaufgaben“ soll er möglichst intuitiv ohne Einweisung erledigen können. Das Theaterplanprojekt ist es beredes Beispiel. Obwohl dort im Hintergrund viele Datentabellen werkeln, hat der Theatermensch noch nicht einmal wegen der Bedienung des Adminteils nachgefragt. So sollte es sein.

Diese Komfortabilität sollte bei modernen Individualentwicklungen selbstverständlich sein. Das Problem ist die Abbildung solcher komplexen Oberfläche in standardisierten Lösungen. Mit IRRE ist es nun seit einiger Zeit genau das möglich.

??? ????? ???? ??? ??? — so steht es auf der Schellack-Platte, die ein eloquenter Händler auf dem Flohmarkt anbot. Entgegen einer nun wirklich oft gehörten Behauptung auf Antikmärkten war das heute tatsächliche eine Rarität. Zumindest der Firefox hat Probleme mit jiddischen Zeichen, ob das wieder so eine antisemitische Tendenz ist? Der Künstler heißt auch nicht M. Zaludkowski sondern Yitshak Jacques. Und gelogen hat er doch: die Platten sind nicht aus den Zwanzigern. Offenbar sind sie aus der Zeit der israelischen Staatsgründung. Ich glaube, das mit dem Geschwätze auf solchen hochpreisigen Antikmärken gehört bald der Vergangenheit an. Mit einem iPhone hätte ich gleich am Stand nachschauen können und es wäre schon dort klar gewesen.
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Donnerstag, den 05.03.2009 [08:55]
Neuerdings hat alles eine CI. Das ist so eine Duftmarke, damit man Produkte, Dienstleistungen usw. immer wiedererkennt. Es ist ein Begriff aus der Markenwelt, in der die meisten Menschen zu einer passiven und auch ungewollten Rolle verdammt sind. TYPO3 ist auch deswegen so erfolgreich, weil der Erfinder dieses CMS alle Register zeitgemäßen Marketings zum Einsatz bringt. Und so gibt es auch bei dieser Software aus dem schönen Dänemark vielfältige Stilvorgaben. Es gibt Farben, Schreibweisen und auch sehr sympathische Vorgaben der zu verwendeten Photos. Bei den Photos solllen nämlich nicht diese üblichen, sattgesehen Bürobilder (Dienstberatung, Wichtigmann am Fernsprecher) eingesetzt werden. Bei der Farbwahl hat sich Kasper höchstwahrscheinlich von einer Primel (wie hier rechts) inspirieren lassen.

Auch eine kleine Firma wie die Hamburger Webmasterei bracht natürlich auch solch eine Wiedererkennung und wenn die dann auch noch in TYPO3 schafft, dann liegt es auf der Hand, das Logo auch in den Primelfarben zu gestalten. Und so ist es heute geschehen. Jetzt noch die Homepätsch anpassen und alles ist wieder im grünen Bereich. Aber heute nicht mehr.

Gestern stürzte in der Kölner Innenstadt das Gebäude des hiesigen Stadtarchiv spontan ein. Da es einige Vermisste gibt, muss man mit dem Allerschlimmsten rechnen. Nun neigen die Menschen dazu nach dem Warum zu fragen.

Unterhalb des GroundZero lässt die Stadt Köln von der Firma Wayss & Freytag AG gerade mit einer Schildvortriebsbohrmaschine den nötigen Tunnel für die neue U-Bahn bohren. Im Gegensatz zu anderen, konventionellen Technologie ist diese moderne Technik sehr sicher — vorausgesetzt sie wird richtig bedient. Das ist wie mit einer Kreissäge und anderen Holzbearbeitungsmaschinen. Wer die ¬amtlichen Texte von Franz Kafka gelesen hat, die er vormittags in der „Arbeiter-Unfall-Versicherungs-Anstalt für das Königreich Böhmen“ verfasst hat, weiß was hier angedeutet wird.

Der Bereich, wo das Erdreich abgetragen wird, nennnt sich Ortsbrust. Das Scheidrad wird von „hinten“ gegen die Ortsbrust gedrückt und dreht sich. Für eine Umdrehung braucht das Rad ungefähr zehn Sekunden. Mit einem Rüssel wird der mit Wasser versetzte Abraum aufgenommen und durch eine Rohranlage zum Tageslicht befördert. Dort setzt sich der Abraum in Containern ab und das Wasser kann jetzt wieder zur Ortsbrust gepumpt werden. Das Schneidrad, die Ortsbrust und die Abraumtechnik befindet sich wasserdicht abgetrennt von der übrigen Maschine. Falls im Grundwasser bebohrt wird, herrscht in diesem Bereich ein leichter Überdruck. Auf diese Weise kann das äußere Wasser nicht einbrechen. Zwischen diesen Räumen befindet sich eine Schleuse und ein Dekompressionsbereich für eventuelle Havariearbeiten. Die Schleusensteuerung muß absichern, dass niemals beide Türen geöffnet sind. Eine Regel, die bei der Maschine die den Belt untertunnelt hatte, nicht beachtet wurde. Bei Schweißarbeiten am Scheidrad kam ein Wassereinbruch und dann konnten die Türen nicht geschlossen werden, weil die Gasschläuche das verhinderten — aber das ist eine andere Geschichte.

Nach einem Meter Vorschub wird die Maschine angehalten. Jetzt erfolgt der Ringbau. Das heißt ein Erektor platziert ¬Tübbinge (das sind so Hohlzylindersegmente) an die Außenhaut. Aus Toleranzgründen bohrt die Maschine das Loch etwas größer als das Außenmaß der Tübbinge. Sofort nach dem Ringbau wird deshalb mit Spritzbeton dieser handbreite Hohlraum ausgefüllt, so dass sich aus Sicht der Statik für die Geologie nichts ändert. Idealtypisch ist also das Produkt aus Vorschubgeschwindigkeit mal Durchmesser zum Quadrat mal ?/4 genau so groß wie die Differenz der Abraumbewegung. Wird der Abraum also plötzlich viel größer, dann reiß die Maschine ungewollt Löcher aus der Ortsbrust. Das kann aus geologischen Gründen vorkommen. Spätestens beim Ausbetonieren des Hohlraums muss das Dilemma auffallen. Jeder Schulkind könnte jetzt das Volumen des benötigten Betons ausrechnen (Denkhilfe: 8cm, Ringdurchmesser und -breite ? 0.6 m³). Wenn bei der ganzen Technologie also ein zeitweiser Hohlraum entstehen sollte, dann ist der spätestens nach einer Stunde behoben, weil dann der Tross schon wieder weiterzieht und alles ist verfugt und verputzt. Wie der Presse zu entnehmen ist, soll es schon Tage, wenn nicht sogar Wochen, Vorzeichen des Debakels gegeben haben.

Auf diesen Maschine sind weit über Hundert Sensoren angebracht, die jede Ventilstellung, jeden analogen Messgröße erfassen. Diese Daten werden im Sekundentakt aufgezeichnet und dann jedem Vortriebstakt zugeordnet. Sicherlich wird es in den nächsten Tagen Klarheit geben, was dort passiert ist.

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Kleiner Tipp: vorhergehender Text Text beginnt rechts unten.
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Dienstag, den 03.03.2009 [08:09]
Der Windows-Wahnsinn geht weiter. Die im Dezember letzten Jahres für Excel2002 erstellte Controling-Software wurde bei Kunden unter Office2007 geöffnet und wieder geschlossen und nun läuft sie auf der Entwicklungsumgebung nicht mehr. Das ist insofern verständlich weil in der modernen Version neue Sache hinzugekommen sind, die die alte nicht kennt. Nun kann man in der 2007-Version das Ding auch im Kompatibilitätsmode abspeichern, so dass es doch geht. Geht aber nicht — ist aber auch verständlich, immerhin bewegen wir uns in der DLL-Hölle aus Redmond. Wäre ja zuviel verlangt, wenn ein modernes Auto auch mit altem Sprit fährt, der noch in der Garage stand.

Also upgraden wir auf der Entwicklungsumgebung auf Office2007. Das alles dauert natürlich und nun meldet sich das System mit obiger Fehlermeldung. Überhaupt widerspricht dieses Produkt des Marktführers jeder denkbaren Vorgabe modernen Softwaredesigns: es erfolgt einen strenge Vermischung von Logik, Kundendaten und Darstellung, es gibt keine Fehlerkonsole, die mir detailliert Aufschluss gibt, was den nun schiefläuft. Es gibt keine Abwärtskompatibilität und damit keine Nachhaltigkeit.

Wenn ich in meinem Berufsleben irgend etwas treibe und dann zu Hause keinen Bock habe, mit meiner Gattin Unterschichten-TV zu gucken, dann könnte ich eventuell gerne mich mit solchen Kartenhäusern beschäftigen und mir ein sich rasch selbstentwertendes Herrschaftswissen aneignen. Dann ist das Hobby und kann vermeiden in andere Zwangsgrübelei zu verfallen. Wenn allerdings die IT-Beratung meinen zumindest meinen Lebensunterhalt sichern soll, dann ist diese zusammengerührte Scheiße ein unternehmerischer Suizid. Es ist ja nichts planbar. Nun sitze ich hier schon seit gestern Nachmittag und weiß immer noch nicht, wohin es marschieren könnte. Die nächste Lösung wäre, ein neues Notebook zu kaufen und dort nochmal die Entwicklungsumgebung zu installieren. Ist denn die Welt wirklich so verrückt? Da rufe ich eine Telefonnummer in der Stadt an und an der Strippe ist trotz richtiger Nummer ein falscher Teinehmer und nun soll ich ergründen, wo das Problem in der Vermittlungsanlage ist. Eventuell könnte ich gezielt 1000 Leute anrufen und dann das Muster der Nummernverschiebung ergründen. Ist alles eine Budgetfrage.



Der DepencyWalker kann ja doch nur das nackte Programm, das auf der Platte liegt analysieren. Er weiß also nicht von den Dingen, die dann später zur Laufzeit von der Excel-Datei abgefordert werden. Aber immerhin meldet er das Fehlen dreier DLLs — nämlich dwmapi.dll, mso.dll und msptls.dll. Gerade letztere DLL ist für Kompatibilitäten verantwortlich. Es gibt ein SP1 für die Office Suite, die es richten soll. ServicePack ist so ein Euphemismus für eine Softwareflicken, der dann beim Kunden noch drübergebügelt werden muss. Er deckt eventuell einen Fehler zu und reißt ein neues Loch auf.
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Montag, den 02.03.2009 [18:42]
Nach aktueller Kriminalstatistik gehen 74% aller Hamburger Wohnungseinbrüche auf das Konto von Ausländern. Der vorhergehende Satz ist natürlich ein heißes Eisen und niemand will es glauben, passt es doch gar nicht zum Zeitgeist. Dennoch hat die in der Hamburger Bevölkerung sehr beliebte Morgenpost (weil konkurrenzlos und handlich) genau das zum Wochenendaufmacher gemacht.

Diesmal ist dieser Begriff zutreffender als „Hintergründe“, da es tatsächlich überwiegend „Ausländer“ sind. Diese Zahl lässt nun einen weiten Interpretationsspielraum zu.


Beispielsweise könnte eine Ursache dieser zahlenmäßigen Majorität eine gewisse Ungeschicklichkeit oder eben auch Dreistigkeit der Ost- und Südosteuropäer sein. Das diese Herren ungeschickt sind ist sehr unwahrscheinlich, gehen sie doch professionell, also existenzsichernd vor. Auch der Gedanke der Dreistigkeit ist nicht allzu weit hergeholt — hat doch jeder Profi aus den Karpaten und vom Balkan schon einmal gehört, wie lasch die deutschen Behörden sind und dass letztlich nur die Einlassung (normaldeutsch = „Eingeständnis“) zu einer Verurteilung führen kann. Insofern ist fast nichts Einschneidendes zu befürchten. Anders als bei anderen Möglichkeiten der effektiven Geldbeschaffung trifft man beim Einbruch immer auf überraschtes, unqualifiziertes Klientel — der Profi hat also leichtes Spiel, denken wir nur einmal an das Standardspiel der Einwandsbehandlung. Da ist ein Banküberfall oder eine Entführung etwas problematischer, da es jetzt der hochmotivierte Akteur mit geschultem und vorbereitetem Personal zu tun hat. Die meisten Einbrüche finden übrigens vormittags zwischen ½11 und 12 statt; das ist die Zeit, in der die verbliebenen Hausfrauen und Mütter gewöhnlich einkaufen gehen. Umfragen unter Gefangenen hat ergeben, dass die größte Angst nicht vor Alarmanlagen, sondern vor Hunden besteht, da diese nicht dem BGB und somit dem Verbot der Selbstjustiz und dem Gebote der Verhältnismäßigkeit unterliegen. Ein Hund ist und bleibt eine unbezähmbare Bestie. Briefträger wissen das.

Woher nun dieses zahlenmäßige Übergewicht der Nichtdeutschen? Eine denkbare Theorie ist die von der Vertuschung des tatsächlichen Ausländeranteils in Deutschland. Nun wird die in Städten bald über ? betragen, aber das erkärt es noch nicht. Ein anderes, hypothetisches Erklärungsmodell wäre die genetische Veranlagung. Das war jetzt wirklich nur der Dialektik geschuldet und ist natürlich völlig haltlos. Wer das glaubt, der ist auch von der Scheibenhaftigkeit unseres Planeten überzeugt und glaubt vielleicht auch, dass die Konstellation riesiger Felsbrocken in der Unendlichkeit auf unsere persönliches Schicksal Einfluss nehmen. Tut sie, aber das ist eine andere Geschichte. Fast schon glaubwürdig ist das Einsaugen mit der Muttermilch — ein Metapher auf soziale und kulturelle Schulung. Genau so wie wir aus dem christlich-jüdischen Kulturraum im Vergleich zu den sehr viel östlicher lebenden Mitmenschen ein etwas offeneres Verhältnis zur Wahrheit haben und somit in der Kommunikation mit Chinesen und Japanern viele Grenzen unbewusst überschreiten, weil wir die Ehre und das Gesicht nicht so wahren wie vielleicht das Gegenüber, genauso haben eventuell diese potentiellen Einbrecher ein anderes Verhältnis zu fremdem Eigentum. Vielleicht sagen die sich: „Die Sachen sind da und das noch im Überfluss.“? Diese Einbruchserien sind quasi eine Ernteprozess und es ist fatal, wenn man selber betroffen ist. Es ist erschreckend von der maximalen zeitlichen Verzögerung einer Absperrung zu wissen. Sie beträgt zehn Minuten. Das ist aber auch schon bei Ausschöpfung aller zur Zeit möglichen Maßnahmen. Eine einfach nur verschlossene Tür hält nur wenige Sekunden auf. Es bleibt die Frage, was obiges Bild soll und was eine perfekt gesicherte Wohnungstür beim Einbrecher für Gedanken auslöst. Wird er abgeschreckt oder ist es für ihn ein sportliche und/oder vermutet er gerade jetzt fette Beute?

Ein lange gehegter Webtraum wurde war: das mitwachsende ¬Hintergrundbild. Jetzt endlich können sich die Grafiker wieder kreativ austoben. Unabhängig von der Bildschirmgröße des zufälligen Besuchers wächst oder schrumpft das Hintergrundbild mit. Die Vermutung, dass hier im Hintergrund eine Javascriptorgie abläuft, kann nicht bestätigt werden. Mit irgendeinem CSS-Fietscher oder -bug wächst der grafische Inhalt einer Tabelle mit. Das klappt demnach auch ohne Brauserweiche.
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