„Auch Michelangelo brauchte Marmor, hätte er nur Ton, wäre er Töpfer geworden“ – so entschuldigte der Duce seinen eseligen Angriff auf Südfrankreich. Stalin wurde gefragt, ob er lieber vom Volk gefürchtet oder aus Überzeugung geliebt werden wollte. Stalin: „Ich möchte gefürchtet werden. Angst bleibt, Überzeugungen wechseln.“ Hitler: „Es ist schön, wenn uns der Schrecken vorangeht“ Es ist aufschlussreich, wie sarkastisch die Führer des 20. Jahrhunderts, ihre Wahrheiten verbreiteten.

Wie das nun mit dem Internetradio von ¬WaveStreaming funktioniert, gibt es noch keine Erfahrungsberichte. Zumindest gibt es vielfältige graphische Anmutungen. Bevor der neugierige Besucher auf START klickt, sollte er das Radio im Kopf des Tages stoppen, ansonsten gibt es schreckliche Echoeffekte.
Immer wieder nachgefragt: frische Panoramas aus Hamburg und Anderswo. Heute habe ich sie mal mit dem Hüllmandelschen Flashteil kombiniert. Im Vergleich zur Javascriptlösung läuft das jetzt ruckfreier, dafür scheint der Renderer ein wenig zu stufeln und zu grisseln.
Nett ist es trotzdem – es scheint so, als ob man einen Tod immer sterben müsse.
Gerade wie ich in einem wirklich netten Café in der Jarrestadt sitze und vor mich hin code und netzwerke kommt eine junge (unschuldige?) Dame herein und macht sich anheischig, Daten für ein Internetportal zu erfassen. Kostenlose Werbung? Ja klar, gerne her damit. Der Betreiber des Cafés (beziehungsweise die anwesende Angestellte) ist völlig ahnungslos, worauf er/sie sich einlässt. Schließlich fragt die City-Scouterin nach Sortiment, Zahlungsmöglichkeiten und Schuld/Unschuld der Produkte und knipst verschiedene Photos anzuzweifelnder Qualität. Was mit den Daten jetzt passiert, bleibt völlig im Dunkeln. Die Photos, die wirklich nur mit dem Handschmeichler lomografiert wurden, bilden jetzt das Außenbild des Geschäftes. Letztlich besteht kein Vertragsverhältnis und falls jetzt in dem Portal geschäftsschädigende Äußerung zum Café stehen (Web 2.0β!), wird es für den Pächter schwierig, seine Reputation geradezuziehen, weil jetzt dem Mobile-Portal aus dem nahen Uhlenhorst uneingeplante Kosten entstünden, wenn er solchem Änderungsbegehren folgen würde. Erfahrungsgemäß würde solche Störungen des Arbeitsablauf gerne per retardierenden Maßnahmen minimieren; Buchbinder Wanninger lässt grüßen.
Was Schuld und Unschuld betrifft, da meine ich die neuzeitlichen Qualitätsmerkmale von Produkten und Dienstleistungen. In der alten Zeit musste ein Brot frisch, knusprig und schmackhaft sein, eine Apfelsine war süß und saftig. Heute zählen solche Merkmale weniger, sondern Produkte werden danach bewertet, ob sie auf unangenehme Weise mit der Umwelt wechselwirken oder eben nicht. Sie sind also schuldig oder frei von Sünde. Da die Dinge zumeist nur Gegenstände sind, überträgt sich die Sünde auf den Verbraucher und somit kann der bewusste Käufer durch Kauf von Öko/Bio/Nachhaltig seine eigene Seele freikaufen. Ist das nicht eine moderne Form des Ablasshandels?
In der Argumentation der Initiative werden dann immer nur fröhlich tobende Kinder gezeigt. Aber wie sieht es wirklich aus: diese Schwimmbäder sind Keimzellen der Unzucht und des Fußpilzes. Laut EU-Verordnung dürfen in solchen Bereichen nicht mehr als 85dB Krach sein. Der Orchestergraben im Bayreuther Dings bildet da eine Ausnahme — wegen des Denkmalschutzes. Jedenfalls wird es schwierig werden, in solchen testesterongeschwängerten Bereichen dieses Grenzpegel einzuhalten. Das ist alles kein Problem, wenn das Bad Bestandsschutz hat. Im Falle einer grundlegenden Sanierung greift die volle Härte aus Brüssel.Auf den Flugzetteln sollten nicht immer nur die tobenden Kinder in Dreiecksbadehosen gezegt werden, sondern es sollten auch einmal die glücklichen Einzelkinder auf ihren persönlichen Gartenspielegeräten gezeigt werden, die dann mit ihren jungen Eltern in die neuen Häuser einziehen.
Eine parallele Stadtdiskussion ist der angebliche Baumfrevel, der gerade in der Hansestadt durch billige polnische und andere osteuropäische Arbeiter vollzogen wird. Laut Flugblatt werden 1312 Bäume in der Stadt gefällt. Hallo – wie auch wir Menschen haben auch Bäume nicht das ewige Leben und die Bäume müssen sterben. Gewöhnlicherweise verdampfen die Bäume nicht, sie fliegen auch nicht in den Himmel, sondern sie fallen schlichtweg irgendwann unangekündigt um. Würden also im Jahr über 1000 Bäume umfallen, würden vielleicht 100 Leute jährlich von Bäumen erschlagen. Und das ist jetzt in Ordnung?
Auf dem anrührigen Foto steht eine alleinerziehende Mama mahnend neben dem Baumstumpf. Das arme Kind, was bekommt das nur für einen Plot mit ins Leben. Fakt ist: die Stadt hat fast kein Geld für die Baumpflege und wenn im Moorkamp eine Linde gefunden wird, die auf Grund einer Pilzerkrankung eigentlich nur noch von der Borke gehalten wird, dann muss der weg. Durch diese Straße fährt die meistfrequentierte Buslinie der Stadt … Würde so ein hölzerner Koloss auf einen vollbesetzten Bus fallen, ja dann wäre das Geschrei groß! Diese Stabilitätstest werden nach Aussage des Chefstadtdendrologen leider nur noch in solchen frequentierten Straßen durchgeführt, weil die Leute einfach nicht bezahlt werden können.






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