Rainers Horen
Sonntag, den 19.04.2009 [10:13]
Wozu ist man nach 85 Kilometern mit dem Rad noch fähig? Da bleibt wenig. Die Tourdaten sind per GPX in den untigen Fahrtenschreiber eingebaut und der Klick auf den heutigen Tag im Kalender zeigt die Tour, die von Billstedt durch den Sachsenwald bis zur Elbe und dann zurück nach Bergedorf führt. Höhepunkte waren natürlich die Pausen, insbesondere die längere, der auch fremdverzehrt werden durfte. Wir hatten einen genialen Blick auf die Elbe und auch recht manierlichen Kuchen/Kaffee in einem Gartenrestaurant, das sich Sandkrug nennt. Dort war in alten Zeit eine Furt durch die Elbe, durch die die Händler ihre Waren mit Ochsengeschirren durch die Elbe tragen ließen.



Es gab auch noch zwei kürzere Halte, von denen es aber leider im multimedialen Dokumentationsbereich nur zwei Panoramen gibt. Leider lässt sich nicht mehr erinnern, wo diese beiden Pinkelpausen stattfanden.


Nach reiflicher Überlegung über Sommerzeitverschiebung und dem Verhältnis von unserer Zeit zur Zeit in England läst sich dann doch noch aus dem Zeitstempel der Bilder und der GPS-Aufzeichnung die Position der Panoramanen rekonstruieren. Letztlich hat der Befehl date -u geholfen, der die UTC-Zeit auswirft. Obige Pause im Baustellenambiente war offenbar hier und das zweite Picknick fand wohl auf einer Waldlichtung zwischen Kröppelshagen/Fahrendorf und Hohenhorn statt. Es war so wenig Zeit, dass das Bild ohne Stativ geschossen werden musste.


Bezeichnenderweise gibt es nur Bilder von den (zumindest von mir langersehnten) Pausen, wobei es doch sicherlich mehr Zeiten des stumpfen Strampelns durch Wälder, Flure und Haine gab.
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Donnerstag, den 16.04.2009 [22:15]
Immer wieder nachgefragt, wo sich denn die größte Aufenthaltswahrscheinlichkeit festmacht, ist hier die Antwort gegeben. Aus Datenschutzgründen ist das Datum herausgenommen. Es könnte sich ja eine Straftat im vierdimensionalen Raum ereignet haben und wir wollen doch den Strafverfolgungsbehörden keine unnötigen Anhaltspunkte liefern. Nur soviel sei verraten: die Karte entstand an den letzten zehn Wochenenden und die blaue Linie markiert die Fahr- bzw. Laufstrecke.


Wie ist das nun mit diesen Trampelpfaden? Das Garmin legt die Wege in einem internen Format ab, das beispielsweise die Programmierer von gpsBabel wissen müssen. Genau nämliches Werkzeug ist so ein schweizer Taschenmesser. Es liest und schreibt sehr viele GIS-Formate und auch diverse Geräte, die über USB, Bluetooth oder V.24 angeschlossen sind. Google Maps können KML-Dateien nativ als Overlay lesen. Es liegt also auf der Hand, genau das auszuprobieren. Das ist ein dermaßen speicherfressendes Verfahren, dass schon nach kurzer Zeit Firefox meldet, ob man das wirklich wolle. Bei Zustimmung auf diese Frage erscheinen irgendwann Tausende von Pinökeln, die die Messpunkte darstellen und darunter liegt dann der Pfad als Polygon, der keine Zeitmarken hat. Der Explorer stürzt einfach ab. Also – so einfach geht es nicht. Ein zweites recht kompaktes Format ist GPX. In dem Format liegen alle Streckenabschnitte als Geopunkt mit Zeitbezug dar. Klingt ideal, muss aber noch vorgekaut werden. Da GPX ein XML-Dialekt ist, muss zuerst ein XML-Parser her. 10 Megabyte lassen sich nicht schnell genug verarbeiten, der Kram muss serialisiert und zwischengespeichert werden. Nun kann man diese riesigen Zahlenpaare nicht einfach so in die Map einladen. in der Gurgel-API gibt es dafür den Weg der Encodierung. Das heißt, die Polygonzüge werden nicht als Zahlenkolonne importiert, sondern in einer BASE64-ähnlichen Weise. Auch dieser Verwürflungsprozess dauert zu lange und muss vorher schon abgearbeitet werden. Letztlich muss also eine Menge Kram gebaut werden und offensichtliche Standardlösungen sind nicht praxistauglich.
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Montag, den 13.04.2009 [17:24]
Zuallererst das heutige Lieblingsphoto von der Alster. Für mich ist das gelebte Emanzipation, nicht weil hier eine Dame von zwei Herren umrahmt wird, sondern weil das moderne Frauenzimmer souverän die Führung in dem Boot übernommen hat.



Übrigens, was soll die Konstellation von einem Mann und zwei Frauen, das ist doch nur eine omnipotente Männerfantasie – der zahlenmäßig umgekehrte Fall bringt für alle Seiten mehr Spaß.

Der kleine Film am Alsterwassersportclub zeigt die Anspruchslosigkeit unserer Jugend. Da brauchts keinen japanischen Gameboy oder Wii. Ein Hamburger Junge (oder Mädel) braucht einfach nur einen reißender Fluss, einen langen Stock und unaufmerksame Eltern (oder Mutter mit ihrem Freund). Da hilft auch nicht die symbolische Ermahnung vom gedeckten Kaffeetisch: „Nicht am Wasser spielen!“

Das wunderschöne Osterwetter hat alles, was solche oder solche Beine hat, weg von der Glotze an die frische Luft gebracht. Da hatte das Unterschichtenfernsehen („Der Blaue Bock“, „Wünsch Dir was!“ mit Irmgard Düren) wenig Chancen. Obwohl, zuweilen fragt man sich, warum nicht der Blindenhund geknurrt hat. Muss sich frau mit mehr als gebärfreudigem Chassis lila und vor allem durchscheinende Leggins anziehen und dann noch das Etikett dran lassen?

Fast jede Radiosendung und überhaupt beginnt mit der Frage: „Wie ist die Rezension in Ihrem Gewerk, in Ihrer Branche angekommen?“ Heute war davon überhaupt nichts zu spüren. So wie jedes Jahr wurde Kaffes getrunken, Kuchen und Torte gespachtelt, leihweise gerudert, spaziert und geradelt.



Die anderen Vergnügungen sind mehr im Bereich der Phantasie angesiedelt und werden hier nicht dokumentiert.

Nach vielfachem Wunsche nach Interna und dem Zeitgeist folgend, werden wir heute einmal ausnahmsweise ein wenig vom MakingOf zeigen. Die (technisch) schlechte Film ist der verwendeten Hardware (EVP 59,- ) zuzuschreiben.

Auch der Großmeister Alfred Hitchcook war nicht nur Spielleiter, sondern auch ein wenig Darsteller in seinen eigenen Filmen und hat sich hie und da unauffällig in die Szene gesetzt. So soll es sein.

Für das Panoramaprogramm war dieses Motiv unter der U1-Brücke eine echte Herausforderung, gibt es doch hier besonderns stark schwankende Helligkeitsunterschiede. Bis auf die etwas sehr helle Strauchpartie hat es das Programm meiner Meinung nach recht gut gemeistert.



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