Rainers Horen
Sonntag, den 26.07.2009 [22:24]
Der GeoMapBlog für die Herausforderung der Gesamtschule Winterhude schreitet seiner Vollendung entgegen. Neben der händischen Einpflege von Punkten und Wanderstrecken klappt nun auch der Import von automatisch aufgezeichneten GPS-Daten als TYPO3-Extension.



Im obigen Beispiel wurde das Navi von der Landungsbrücke zur Fähre und dann noch in Finkenwerder zum Deichgrafen getragen. Prinzpiell könnte man diesen Trackeditor auch ganz normal im öffentlichen Netz anbieten und dann beispielsweise geplante Wanderungen/Exkursionen/Ralleys auf der Karte malen und dann das Ergebnis in sein Navi per GPX übertragen. Ja, wenn sich mal ein wohlwollender Sponsor findet …

Heute gerade gefunden: ein ¬yiddischer Blog. Also wer ein wenig die Schrift kann, hat daran viel Spaß und nun wissen wir auch. wie eMail in dieser Sprache heißt ??????????. Für die Gojim: das klingt wie Blitzpost.

Nachdem hier an dieser Stelle schon öfters das Verwaltungsteil des GeoBlogs thematisiert wurde, kommt heute als Weltpremiere ein erster Blick auf den öffentlichen Teil, der in Wahrheit wesentlich größer, nämlich browserfensterfüllend ist.



Wochenendaufgabe: die Tracks können nicht nur im Webbackend erstellt und bearbeitet, sondern auch direkt vom GPS-Gerät importiert werden. Das sich mittlerweile durchgesetzte Format für solche Daten ist GPX. Das von Google ins Leben gerufene KML enthält zwar auch Stilvorlagen für die Mapelemente, bei Tracks fehlen allerdings die Zeitstempel.

wie kommt der ambitionierte Wanderer zu seinen GPX-Daten? Bislang ging das mit einem GPS-Gerät – vornehmlich von Garmin. Das legt dann auf dem Chip pro Tag eine Datei an, die alle Tracks des Tages enthält. Stolze iPhonebesitzer könne jetzt auch mitspielen. Da das Dings auch einen GPS-Empfänger enthält, braucht der Nutzer nur noch eine App und die kostet ca. 4 € und macht ¬den Trail-Programmierer ein klein wenig reicher. Mit dieser iPhoneApp werden alle Bewegungen des Handschmeichlers (und somit in fast allen Fällen des Besitzers) aufgezeichnet. Wenn fertig, werden die Daten wahlweise zu einem Portal (nicht das der Gesamtschule Winterhude) oder an eine eMail-Adresse versendet. Im Anhang hängt dann voraussichtlich die GPX-Datei mit dem Track drin. Das mit dem Höhenprofil wäre auch mal eine nette Beschäftigung für ungestühme Coderhände. Klick auf Track poppt dann Fensterlein mit einigen statistischen Daten und Profil hoch. Das wäre so eine typische Anwendung für Walter Zorns Vektorlib oder auch des Open Chart Flashs. Die Ideen gehen nicht aus. Morgen vielleicht – oder prokrastiniere ich lieber?

Unserer deutschen Kindergärtnerinnen: die wollen jetzt einen Lärmschutz und beschweren sich über die häufige Bückhaltung während ihrer Verrichtungen.
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Donnerstag, den 23.07.2009 [08:35]
Hurra – das Katalogmenü in Akkordionform funzt endlich! Das hat ja nun wirklich viel Nerven gekostet. Die klemmende Knotens lag im Zusammenspiel der commerce-Erweiterung und dem Akkordion von Georg Ringer. Das automatische Katalogmenü bastelt am Ende noch einen leeren, unsichtbaren Menüpunkt dran, der dann die Javascriptmaschine ins Stolpern bringt. Letztlich gibt es nur die Gummilösung des nachträglichen Rausschneidens des DOM-Blinddarms – et voilà: das ¬Akkordion spielt seine Melodie.
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Montag, den 20.07.2009 [11:36]
Nebiges Brickmovie (altdeutsch: Bauklötzchenfilm) könnte fast als Töchterchens Geburtstagsgeschenk durchgehen. Der Kurzfilm besteht immerhin aus über 1770 Einzelbildern und die wollen alle verarbeitet sein. Jede Szene ist einzeln gestellt und abfotografiert. Die Mundbewegungen sind mit Photoshop getrixt und die Saltos mit Bluescreen – immerhin schweben die Gratulanten fadenlos durch die Luft.

Das Shop-Projekt ist leider etwas ins Stocken geraten. Die eingesetzte TYPO3-Erweiterung commerce ist nicht ganz bugfre – habe ich das wirklich erwartet?. Vom Prinzip her pflegt der Kunde seine kategorisierten Produkte in eine spezielle Datenbank ein. Soweit so giut. Daraus lässt sich automatisch ein Menü erstellen, das dann die Kategorien und Unterkategorien enthält. Stichwort: ¬catmenu. Damit man die aufgeklappten Kategorien besonders kennzeichnen kann (beispielsweise ein gewisses Aufgeklapptsein in einem ¬Akkordionmenü), muss der Kategoriemechanismus den sogenannten ITEM_STATE zurückliefern. Tut er nicht. Das kann schon mal zu Zwangsgrübelei und Schlimmeren führen … David aus dem fernen München kümmert sich gerade darum.

Wenn wir gerade bei Melancholie sind: Sascha Lobo (das ist die mediale Rampensau mit dem Iro) hat nach seinem Machwerk „Wir nennen es Arbeit – Alternativen zum Angestelltendasein “ ein neues Buch auf den Markt geworfen. Es nennt sich „Dinge geregelt kriegen ohne einen Funken Selbstdisziplin“ und nimmt sich des Themas der Prokrastination an. Das ist die durchaus menschliche Eigenart, Dinge einfach aufzuschieben. Also auch ich öffne nicht sofort jeden im Kasten liegenden Brief …

Gleich am Anfang betreibt der Blogger ein Ursachenstudium. Wer kennt nicht die vielen Geräte, deren Zeitangabe auf 00:00 steht, einfach weil die Programmierung des Herdes oder des Kühlschranks viel zu kompliziert ist. Technik begeistert nicht, sondern frustet. Das gekaufte Netbook läst keine Audioaufnahmen zu, obwohl das in der Beschreibung versprochen ist. Das Plastikstativgewinde der FUJI-Digiknipse zerbröselt bei Frostgraden, das UMTS-Netzzäpchen setzt teilweise in der Hamburger City aus, das nagelneue Internetradio von Muvid vergisst ständig das WLAN-Passwort. Das waren jetzt Beispiele aus dem letzten Quartal. Letztlich hat jedes Teil einen Haken und führt zu einem endlosen Mailwechsel mit dem Support.

So schreibt Laurenz Lyck vom M3 Electronic Service Team: „Das WLAN-Passwort wird auch beim Ausschalten des Stereo-Internet-Tuners IR 715 gespeichert. Allerdings hat sich bei unserer Überprüfung herausgestellt, dass einige Router die Passwortabfrage bei jedem Einschalten erneut initialisieren. Teilen Sie uns daher bitte die genaue Gerätebezeichnung Ihres Routers mit, damit wie einen Defekt Ihres Stereo-Internet-Tuner IR 715 ausschließen können. Die Ursache könnte auch sein, dass der IR715 beim Einschalten oder dem längeren DAB/UKW/USB-Betrieb kein Netzwerk gefunden wird. Werden keine Netzwerke gefunden, so wird der gespeicherte Code gelöscht. Bitte achten Sie deshalb darauf, dass der Router vor dem Einschalten und während des DAB/UKW/USB-Betriebes des IR715 auf jeden Fall aktiv ist und das Netzwerk steht. Auch ein schwaches Signal kann zu diesem Phänomen führen. Bei Rückfragen stehen wir Ihnen gern zur Verfügung.“

Meine Gedanken zu obiger Antwort:
1. Dass ein Router erneut nach dem Passwort fragt, ist ja wohl legitim. Wäre ja noch schöner, wenn er es nicht tun würde und der MAC- oder IP-Adresse vertrauen würde.
2. Das ist ja wohl ein seltsamer Algorithmus. Wenn also einmal das Netz weg ist, muss ich den Code nochmals mühevoll eingeben. Wäre es nicht viel sinnvoller, einmal funktionierende Passwörter zu speichern und dann aus Speichermangelgründen ältere Zugänge zu löschen? So macht es der Mac seit Jahren – allerdings löscht er nicht.
3. Obige Einwände sind eh unglaubwürdig, weil das Radio das Passwort schon nach zwei Minuten DAB-Betrieb vergisst und in dieser Zeit war immer volle Feldstärke (gleiches Zimmer) und gemäß Log des Routers fiel auch das Netz nicht aus.

Das Ganze klingt nach Unbeholfenheit und/oder Hinhalte und macht nur schlechte Laune. Auf der Beziehungsebene wirkt es wie eine Veralberung und führt zur Konsumverhaltung. Das also ob ich ein Auto kaufe und dann geht der Kofferraum nicht auf. Gut, dann stelle ich das Reisegepäck auf die Rücksitze. Und so muss ich jetzt noch einen Wanddurchbruch machen, um das Netzkabel durchzufädeln.
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