Rainers Horen
Sonntag, den 02.08.2009 [22:02]
Die Zeit galoppiert im Sauseschritt dahin. Die Bootsverleiher hatten heute Hochsaison wie auch die Marienkäfer, die trotz ihrer Putzigkeit langsam an Sympathie verlieren.



Gerade heute eröffnete in der geschichtsträchtigen Jarrsstadt eine ambitionierte (Bio-)Eisdiele, dort wo vorher die Novalinis ihre Tage verbrachten. Lange hat's gedauert. Und nun – kurz vor Ende der Sommersaison – hat Sefa's Eissalon eröffnet. Leider scheint das Deppenapostroph immer mehr um sich zu greifen … Das Eis schmeckt wirklich hervorragend und ist selbstverständlich alles bio. Also mehr Klasse als Masse. Ich muss aber sagen das Grüner-Tee-Eis ist nicht mein Ding. Es ist dem Pächter zu wünschen, dass möglichst viele Hamburger den doch etwas mehr versteckten Genusstempel entdecken. Laufkundschaft kann es dort nicht geben.

Das Café ao Lado in der Gertigstraße macht sich von Tag zu Tag. Es hat beinahe schon Kultstatus dort für ein Stündchen zu verweilen. Klar, der Galão schmeckt hervorragend, aber auch die Tapas sind legendär. Aber deswegen kommt niemand in ein Straßencafé. Es kauft auch niemand eine Uhr, um zu wissen wie spät es ist. Es geht vielmehr um die soziale Komponente.



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Dienstag, den 28.07.2009 [21:19]
Hamburg erlebt gerade diese Woche eine Mutschekiepcheninvasion. Die kleinen possierlichen Tiere mit den schwarzen Pukten sind quasi überall – auch auf Macbooks. Ihre Aufgabe und ihr Lebenszweck: Vertilgung der Blattlause und ihr persönliches Lebensglück, das allerdings für diese putzigen Tierchen nur ein Jahr vorhalten kann.



Es ist schon verwunderlich : da wird unserer Gesundheitsministerin, die auch Kranken- oder Siechtumsministerin heißen könnte, der Dienstwagen im schönen Spanien gestohlen. Da will sie nun den Spaniern was von den Vorzügen des deutschen Systems erzählen und schwuppdiwupp bricht jemand in das Hotelzimmer des Hotels ein und stibitzt zuerst den Wagenschlüssel und dann auch noch das Luxuswägelchen. Das wirbelt ungewollt Staub auf. Und sicher ist das alles nur sehr kleiner Teil der Wahrheit – oder wie ist das mit dem Chauffeur: warum und weshalb wurde im Hotelzimmer der Schlüssel gestohlen? Hatte er vielleicht eine spanische Geliebte, protzte mit dem Wagen und die Dame steckte es ihrem Bruder. Das ist nur eine der denkbaren Varianten, vielleicht kommt das mal in zehn Jahren ins so einem Dokukanal …



Es gibt immer wieder Cafés/Bistros/Restis, die trotz des Sommerwetters und guter Gästelaune leer bleiben. Bei dem bayrischen Ding zwischen Schaabi und anderen Fischdings mit Namen Sepia am Schulterblatt ist es klar. Das Essen ist grottenschlecht und das muss sich schon in Reiseführern rumgesprochen haben. Warum das Café ao Lado oft leer ist – keine Ahnung. Ob es an der mangelhaften Netzverfügbarkeit oder am nicht jederman ansprechenden Ambiente liegt, keine Ahnung.

Synästhesie und Prokrastenie für die meisten Zeitungsleser immer noch ein unbekanntes Worte. Zweiteres Wort kommt mehr so aus dem amerikanischen Sprachraum und kennzeichnet Leute, die eine gewisse Hemmung haben, Aufgaben zu lösen. Sonderformen sind die Mailbeantwortungsschwäche, die Postbewältigungsschwäche und das sogenannte Yakshaving, das wiederum eine zunächst sinnlos scheinende Beschäftigung darstellt, die aber ein Problem löst, das ein weiteres Problem löst, und so weiter, bis das ursprüngliche Problem gelöst ist.

Bei der Synästhesie sind zwei Sinneseindrücke verbunden: ich höre einen Klang und sehe immer Farben, und zwar immer die gleichen Farben bei gleichen Tönen. Oder ich rieche Altöl und höre dann gleichzeitig ein bestimmtes Geräusch, beipielsweise das Quietschen von Hafenkränen. Das kann Fluch und Segen sein. Kreative Menschen sehen darin durchaus einen Segen, weil sie quasi mühelos komponieren können,w enn sie Bilder sehen. Obige Shoa-Bilderschau hat eine Fagottistin zu unterlegter Musik inspiriert. Toll! Wirklich sehr ergreifende Musik, auch wenn sie etwas depri ist – aber braucht es zu dieser künsterischen Inspiration wirklich solcher Bilder? Was passiert wohl, wenn Katja Fotos vom Dom oder anderen schönen Dingen des Lebens sieht? Dann muss eine wahrhaft epochale Musik entstehen.

Entstanden ist auch ein neues Fietscher im GeoBlog. Die Einträge können nicht nur mit stino Bildern, Filmen, Bildserien und Panoramabildern versehen werden, jetzt passen auch YouTube-Ergüsse hinein.



Jetzt fehlen eigentlich nur noch Klänge und die kommen morgen dran. So können die Schüler und Schülerinnen auch Vogelstimmen und Robbengrunzen vergeotaggen. Prima! Mehr geht nicht.
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