Rainers Horen
Sonnabend, den 22.08.2009 [07:56]
Heute findet zum ersten Mal in Hamburg das Wilhelmsburger Glücksfest unter dem Motto made in happy germany statt. Dort treffen sich spirituelle Menschen aus Hamburg und Umgebung und jeder bringt sein Talent (und wenn es nur das Grillfleisch ist) mit. Stanis?aw Lem bezeichnete diese spezielle Menschengruppe in den letzten Achtzigern in seinem wisenschaftskritischen Roman »Die Stimme des Herren« als eine Gratwanderung zwischen Wissenschaft und Psychiatrie.

Die Meinung zu solchen Themen wird durchaus kontrovers diskutiert. Neulich beim frühmorgendlichen Treffen nachhaltiger Geschäftsleute in Hamburg erzählte ein Mitstreiter, der als professioneller Tarotkartenleger reüssiert, von Ermunterungen seiner Freunde aus der Schul- und Studienzeit. Sie sagten: „Mach mal nur Dein Ding, lass uns aber mit Deinen Karten in Ruhe.“ Er nun wieder: „Das sind Menschen, die Angst vor der Wahrheit haben und deswegen zu einer solchen unverständlichen Ablehnung kommen.“ So ist das wohl.



Klar, Stanis?aw ist vornehmlich Physiker, aber auch genialer Schriftsteller. Damit war er am Ende des letzten Jahrhunderts sicherlich noch mit der newtonschen, mechanistischen Weltanschauung verhaftet und hat noch nicht das Tor zur Spiritualität aufgeschlagen. Nur so kann er diese tendenziöse Meinung vertreten – oder ist es doch die kommunistische Indoktrination der ehemaligen Volksrepublik?

Wochenende ist auch immer wieder Tangsammelzeit: die Hamburger Sushi-Restaurants brauchen neues Wickelmaterial. Der Stadtparksee bietet dabei bekannterweise die beste Ware. Es ist das leicht bittere Aroma, das diesen Tang so unverwechselbar macht. An solchen belebten, kinderreichen Badewochenenden sollen die Sushis besonders gut schmecken.
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Donnerstag, den 20.08.2009 [14:05]
Dieser wunderschöne Bildergaleriekonfigurator reüssiert jetzt auch mit der automatischen Bildverkleinerung – und was noch besser ist: die Bildreihenfolge kann mit einfachem Ziehen verändert werden. Hier im Blog klappt das nicht, sondern lediglich in der Sandkastenfuktion des ¬Geoblogs mit dem Login „sandkasten“ und dem Kennwort „password“. Wie schon das Bildschirmbild andeutet, findet sich das Demobeispiel unter „Test auf Diashow“.



Heute war nun angeblich der heißeste Tag des Jahres. Einschlägige Radiosender posaunten es alle zehn Minuten in den Äther und forderten die Zuhörer gemäß Radio2.0β permanent auf zu erzählen, wie sie mit der Situation zurechtkämen. Das machen die nicht nur aus Verlegenheit, weil sie ja irgendwas sagen müssen. Das machen die mit Absicht. Gestern rannte ein Mensch aus Äquatornähe schneller als jemals ein Mensch zuvor. Die Beschleunigung betrug gerade mal Bruchteile einer Sekunde. Trotzdem war es die Schlagzeile. Mit dem Ereignis haben Morgenpost und Konsorten ganze Seiten gefüllt. Warum? Wir ahnen es längst: wenn da jetzt doch modernste Pharmatechnik im Einsatz war, ist der Aufprall um so heftiger. Das ist der ewige Medientrick — erst wird eine Sache erhöht, um es dann umso besser abzuschießen. BILD ist darin Meister.

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Montag, den 17.08.2009 [14:33]
Für einen durch und durch friedliebenden Menschen ist es eine echte Herausforderung Webspiele zu entwickeln. Irgendwie geht es doch immer gegen Minderheiten und/oder Gefühle der untersten Schublade werden angespochen. Vielleicht kann man sich vorstellen, dass die Zombies irgendwelche Bösewichter anderer Kulturkreise sind, das könnte helfen. Falls das Männle im Kreis steht und es soll weg, dann sollte der Spieler die Taste K oder S drücken. Letztlich geht das mit jeder Taste ;-))

Es ist eh sinnlos – in Hamburg laufen so viele Psychopaten rum … und die wachsen immer wieder nach.

Eine nette Programmieraufgabe für einen ambitionierten Praktikanten: die Opfer laufen tatsächlich durch die Straßen. Eigentlich braucht man nur eine Handvoll Hamburger Adressen und dann könnte man die Start/Zielpunkte per Zufall paaren, dann über Google routen lassen und schon marschieren die Männlein die Straßen längs. Irgendwie fehlt mir heute die Lust – tja für Geld: gerne! Um einen aktuellen Bezug herzustellen, könnten Wähler am Wahlsonntag zu den Urnen laufen. Der virtuelle Schütze könnte dann die Wähler ausknipsen, die der falschen Partei nachhängen – wahre Demokratie persischer Verhältnisse.
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