Rainers Horen
Sonnabend, den 29.08.2009 [09:08]
Immer wieder schön: die Fahrt über die Elbbrücken. Ein beharrlicker Klick auf den Streckenabschnitt zeigt das wundervolle Panorama. Ansonsten gibt es viel Industrie und andere Hässlichkeiten.


Es ist fast schon ein Galerie der schönsten (S-Bahn)-Graffities der Stadt … Es gäbe ja noch einiges zu sagen – beispielsweise in welchen beschämenden Situationen die Kurzfilme entstanden oder wie das hier technisch funktioniert. Für TechnikerInnen: es geht um das Zusammenspiel zwischen GoogleMap-Events und Flash. Brücke dabei ist Javascript.
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Donnerstag, den 27.08.2009 [20:33]
Fatma hat in den letzten Tagen einen bösen Akt vollzogen: an ihrer Café-Steckdose prangt seit gestern ein handgeschriebener Zettel „Bitte nicht benutzen“. So hat sie einen Kunden weniger. Und: es gibt auch noch andere nette Cafés im Sprengel.

Oft ist eben nicht das Netz, sondern der Strom der begrenzende Faktor. Netz ist überall. Elektrosmogthematisierer wissen das ganz genau. Aber Wifi ist nicht nur böse, sondern birgt auch eine Menge Harmonie und Kunst ins sich. In jedem Datenstrom stecken mehrere Bedeutungsebenen. Die offensichtliche, physikalische Ebene, die einfach nur die energetische Sicht fokussiert, zeigt die wärmende Wirkung von Strahlen. Halte ich also ein Handy zwanzig Minuten ans Ohr, dan werden selbige warm. Das ist als ob man einen warmen Backstein an das Ohr presst. Die Folgen: der Arm wird lahm, das Ohr wird warm, der Sinn schwindet. Energie trägt aber oftmals auch einen Sinn. Diesen zu bewerten will ich mir mal nicht anmaßen. So ein Wifi-Netz überträgt nicht nur superwichtige eMails oder gutgestaltete Webseiten – nein, da ist auch Musik drin. Hier auf untiger kleinen Anwendung ist mal das Klanggewitter auf dem Goldbekwochenmarkt in der Nähe von Franks Imbissstand und Petras Moorkartoffel- und Gemüseverkaufe aufgezeichnet. Klick auf die Wififußabdrücke lässt dei Musik erschallen (falls der Lautsprecher eingeschaltet und bei XP verschiedene Regler und Knöpfe betätigt wurden).



Die Musik ist nicht immer „schön“, auch ist die Tongebung gewöhnungsbedürftig, aber eine Inspiration für angehende Komponisten moderner Musik ist es allemal. Der Eigennutz: nun ist auch klar, wie in GoggleMaps die Polygone gehandhabt werden und wie Klick- und andere Ereignisse mit Sang- und Klanggeschichten verheiratet werden können.

Seit gestern läuft im Hafen ein Kunstfestival. Das inhaltliche Konzept: jede Künstlergruppe gestaltet den Raum eines gewöhnlichen Containers – die ökonomische Seite: die Werbung wird über die Vermietung der Cateringflächen gegenfinaziert. Das Festival kostet zwar keinen Eintritt, aber der Liter Sprudelwasser schlägt mit zehn Euro zu Buche. OK – bringt man eben das Wasser aus der Hamburger Wasserleitung mit. Ansonsten ist es ein netter Zeitverteib. In einem Container hängt einfach nur eine Glühbirne von der Decke und die ganze Kiste wird von vier Hydraulikzylindern am Schaukeln gehalten. Kunst eben. Wer also Videoinstallationen, Kruzifixe aus Turnschuhen oder Kunstwerke aus Putzschwämmen bestaunen möchte, ist dort richtig. Nebenbei gibt es dort eine wunderbare Rumhängzone, in der der erschöpfte Kunstkonsument prima in Strandkörben und ähnlichen, jahreszeitlichen Gestühlen mit Hafenblick(!) tschillen kann.

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Mittwoch, den 26.08.2009 [14:56]
Der ¬GeoBlog ist auf freier Wildbahn. Nett und neu ist sicher der Tagesschieber, der immer automatisch die Aktivitäten der Schüler im ausgewählten Zeitraum zeigt.



Leider mischt sich unter das freudvolle Ereignis auch ein bitterer Beigeschmack: Der Zielserver nur ein preiswertes Webhostingangebot und so sind wesentliche Funktionen eingeschränkt. Schon die Migration dahin, die normalerweise gerade mal 30 Minuten dauert, braucht jetzt viele Stunden, weil die Shell nicht zur Verfügung steht und der maximale Upload stark beschränkt ist. Der import der Datenbank, der unter Normalbedingungen weniger Sekunden dauert, zieht sich jetzt viele Stunden hin. Da der Provider irgendein Adminprog (Plesk) nutzt, werden Datenbank statt im weltläufigen UTF8 im deutschnatinalen Zeichensatz angelegt, was einen vernünftigen Umgang mit Umlauten und typografisch richtigen Zeichen vollends vereitelt. Aber auch zur Laufzeit stößt so ein Heimer sauer auf: Gerade die multimedialen Möglichkeiten (das singende und klingende Web) machen keinen richtigen Spaß, da die Dateigröße auf 2 MB beschränkt ist. So können nur wenige Sekunden eines Filmes gezeigt werden – gut dass man auch youtube-Filme einbinden kann …

Es gibt so Tage – manche nennen es Tage mit schlechter Laune – da ist einem eigentlch alles zu viel. Das Einrichten eines Internetshops (egal mit welchem genialen System) ist immer ein Joch, das stark auf der Schulter drückt. Das ist sicher unabhängig vom Produkt; auch von Integratoren von xtCommerce, Magento und von TYPO3/tt-products höre ich Flüche. Zuweilen gibt es auch eine Dokumentation, die aber dann bestenfalls einen kleinen Teil erklärt. Der Rest ist dann wildes Hacken und Rätseln, wie das wohl alles gemeint sein kann. Wenn da zusätzlich zu dieser Bürde im Cafébüro die ganze Zeit Unterschichtenradio (ja auch das gibt es) dudelt, dann ist das eine gute Übung in Impulsvermeidung. Subjektiv gehört, wiederholt sich jedes „Lied“ alle zehn Minuten und inhaltlich besteht diese „Musik“ aus pentatonischen Gestammle im 4/4-Takt. Schlimm! Dann bleibt nur der Arbeitsplatz auf dem Balkon. Dort wütet der Hausmeister (Kreutzworträtselbegriff: „Mann mit viel Tagesfreizeit“) in Hundebegleitung. Er mäht immer einen kurzen Streifen, dann schltet er ab, fummelt das Nochnichtheu aus dem Sack, schaltet wieder ein und so weiter. Wenn es es durchlaufen lassen würde – wäre das zwar nicht schön für die Umwelt, aber besser für die Kodernerven.
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Dienstag, den 25.08.2009 [11:30]
Der Kampf gegen das System geht weiter. Debitel hat nun dem kostenfreien Umstieg vom O2-Netz zum glockenklaren D1-Beamten-Netz zugestimmt. Das Wort „kostenfrei“ muss man durchaus mit Abstrichen bewerten, stand doch in dem Schreiben entgegen der telefonischen Zusage wieder etwas von einer Gebühr von 26 €. Nun kam gestern die neue SIM-Karte und damit auch neue Probleme. Es klappt nämlich überhaupt nicht. Vorher haperte es nur zuweilen in der Gertigstraße – jetzt haben wir einen Totalausfall. Die freundliche, aber inkompetente und an den Händen gebundene Hotlein, weiß auch nichts. Die Karte wäre zwar raus, aber nicht gebucht. Wann das nun klappt? „Keine Ahnung – rufen Sie doch einfach die technische Hotlein für 120 €/Stunde an, 18 € haben wir Ihnen schon mal gutgeschrieben.“
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Montag, den 24.08.2009 [11:30]
Huch, wie schnell eine Woche vergeht! Was gibt es Neues in der großen Politik – oder besser gesagt in den Nachrichten? Die Schweinegrippe ist fast vergessen. Waren das noch Zeiten: erstes Auftreten überhaupt, dann Premiere in Deutschland, dann Hamburg, dann kam die Diskussion, wer die 82 Mio. Impfeinheiten à 40 € bezahlt und nun das: nichts Neues. Nun hat vermutliche die Pharmaindustrie so richtig gewirbelt und Nachtschichten machen lassen. Der Vertrag mit den Krankenkassen und/oder staatlichen Organen sieht ja offensichtlich keine Mindestabnahme vor. Jeder darf sich jetzt pieksen lassen – die Kassen müssen 50% der Bevölkerung zahlen (der Rest der Steuerzahler) und nun will keiner zum Arzt. Es soll schon das Gerücht von der krebserregenden Wirkung des Impstoffes aufgetaucht sein … immerhin wird der Impfstoff auf krebsähnlchen Zellen gezüchtet. Jetzt hat die Pharmalobby noch zwei Möglichkeiten: flächendeckende Zwangsimpfungen oder Hiobsbotschaften, wobei zweitere dann erstere Lösung durchaus befördern kann. Lassen wir uns also überraschen, wie das Grippeproblem wieder in das Schlaglicht der allgemeinen Aufmerksamkeit gezerrt wird.
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