Rainers Horen
Sonnabend, den 05.09.2009 [14:56]
Auf vielfältigen Wunsch einzelner, nicht genannt sein wollender Damen gibt es ab heute und hier den GoogleMapTrackEditor auch im öffentliche Netz:

Im Gegensatz zur TYPO3-GeoBlog-Lösung wird hier auch gleich das Höhenprofil rausgerechnet. Ist also der Track lang genug, dann zeigt Klick auf das unübersehbare Reißzweckensymbol das Profil und einige Angaben. Die Höhenangaben kommen nicht von Google, sondern von dem kürzlich erwänhten Geoinfodienst. Dort ist der ganze Planet im Ein-Kilometer-Raster hinterlegt und der Server ist verdammt schnell. Wegen dem Raster muss also die Laufstecke entsprechend groß sein …

Die Profilkurve wird wieder von der ¬Walter-Zorn-Vektor-Lib generiert. Gruß und Dank nach München! Die Sinnfrage? Zeittotschlagung und das Vermessen persönlicher Laufstrecken. Das war Spaß. Der wahre Grund ist der Spaß am Programmieren. Tatsächlich.

Heute begann wie jedes Jahr um diese Zeit das Stadtparkreviva im Hamburger Stadtpark. Trotz häufiger Schauen knattert und jault es das ganze Wochenende. Die einen freut es – andere weniger. Die Jogger machen auch aus anderen Gründen einen großen Bogen um das Ereignis. Nach gefühlter Statistik ist hier sowohl unter der Besuchern als auch unter den Fahrern (hier darf man das Binnenversal aus Gründen der nicht vorhandenen Genderambivalenz getrost weglassen) der Raucher größer als Bevölkerungsdurchschnitt.



Noch ein Höhepunkt dieser Zeit: im Novalisweg beginnt ein Festschmaus für die Eichhörnchen und Stadttauben. Die Haselbäume werfen ihre Jahrestracht ab, die wenigen Autos fungieren als Riesennussknacker und jetzt liegt die Eiweißbomben auf dem Gabentisch.

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Dienstag, den 01.09.2009 [07:32]
Es gibt wirklich schöne Probleme: in dieser globalisierten Welt möchte man im Web auch mal wissen, wie spät es beim Nutzer ist. Dann könnte man gewisse Angaben auch in Ortszeit machen oder andere schöne Dinge veranstalten.

Leider ist die Übergabe der Zeitzone nicht Bestandteil des Webprotokolls. Da schauen wir doch mal was so geht. Der erste Weg geht über die IP-Nummer des Nutzerrechners. Von der kann man mit bis zu ca. 80% Sicherheit auf die geographische Position schließen. Es gibt da Anbieter, die riesige Listen führen … Diese Koordinaten schickt das Programm intern zu einem ¬Webdienst und schwuppdiwupp ist die Zeitzone bekannt – allerdings mit zwei Einschränkungen: nicht jede IP-Nummer ist auflösbar und auch der Webdienst schläft zuweilen. Deswegen gibt auch auch noch einen Plan B. Und der vergleicht die Uhr auf dem Rechner des Websurfers mit der Greenwichzeit. Aus der gerundeten Differenz lässt sich dann auch zumindest die Zeitzone bestimmen. Die Sonnenzeit, ist die Zeit, die bei Sonnenschein von einer Sonnenuhr angezeigt wird und ist zumindest für die Berecnung der ortsgebundenen Gebetszeiten für Muslime und Juden wichtig. Diese Sonnenzeit ist leider nicht einfach nur über die geographische Länge bestimmt, sondern auch über die ¬Zeitgleichnung. Ernshafter Beter sollten das unbedingt beachten. Eine Näherungsformel, die wenige Sekunden fehlert, sieht etwa so aus: -0.171*sin(57.29578*(0.0337*date("z")+0.465))-0.1299*sin(57.29578*(0.01787*date("z")-0.168));. Prima – wieder ein großes Problem der Menschheit gelöst.

Zum allergrößten Bedauern gibt es immer mehr Probleme als Lösungen. Das ist wohl so. Das TYPO3-Shopsystem EXT:commerce enthält ziemlich viel WuZ (Wildes, unbekanntes Zeug) und kann viel Lebenszeit rauben. Das ist nicht gerade spezifisch für die Extension – von anderen Shopsystemen wurden von ehrlichen Zeitgenossen ähnliche Tragödien berichtet. Aber alles nach und nach: vorgestern hat sich herausgestellt, dass Nichtadmins die Preise künstlich hochtreiben, weil nach jedem Abspeichern der Preis verhundertfacht wird. Hm. Gurgeln brachte nicht viel und so wurde eine jüngere Version drübergebügelt. Das Problem war weg, Allerdings wurde jetzt das Checkout im öffentlichen Bereich verhindert, weil der Warenkorb angeblich leer ist. Das ist nun wirklich nicht nett. Nach einigem Zögern habe ich nun einen zweiten Shop in der älteren Version aus dem SVN installiert und dort dann wieder die ganzen Seiten usw. eingearbeitet. Der Bug, der die wundersame Vermehrung des Kapitals bewirkt, lässt sich in der tca.php fixen. Dort wird eine Klasse doppelt eingebunden. Die Installation und Anpassung kostet etwa 2-3 Stunden. Auch einige Warenkategorien habe ich eingepflegt. Als nun alles lief, habe ich in der Apache-Konfiguration den virtuellen Server wieder unter dem ersten Namen laufen lassen und den Nutzer „Katalogbearbeiter“ eingerichtet und dann wieder als Admin weitere Kategorien eingegeben.

Was für eine Überraschung: der Kataloger sieht nur die alten, vor der dem Namenswechsel eingetragenen Kategorien. In der Datenbank gibt es drei Kategorie-Tabellen, die keinen Hinweis geben auf den Unterschied geben. Jetzt wird es wieder heiß an der Stirn. Wenn man fälschlicherweise eine neue Topkategorie einsetzt, dann muss Admin irgend so ein UPDATE im Extension-Manager angestoßen werden. Eine Hypothese war nun, dass das Problem aus dieser Ecke kommt und so habe ich es provoziert und nach dem Update klappt es. Irgendwie wurden da Rechte angepasst … „Wer heilt, hat Recht.“

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