Rainers Horen
Freitag, den 02.10.2009 [22:43]
Dem aufmerksamen Horenleser wird es nicht entgangen sein: es gibt eine neue Spielwiese. Zwar selber iphonelos, begeistert es dennoch – vielleicht auch nur, weil es neue Absatzmärkte gibt ;-)

Seit Sommer ist ein entsprechendes ¬Buch von Patrick Lobacher auf dem Markt. Es nennt sich „iPhone OS Webentwicklung“ und wie fast alle Bücher auf diesem westlichen Markt wird natürlich mit Zeilen geschunden. Wirklich lesenwert ist das Kapitel 10, das genau beschreibt, wie das nun alles geht. Selbst in dem Teil des Buches wird seitenweise und dennoch unkommentiert der ¬Quelltext der iUI-Lib von Joe Hewitt abgedruckt. Ansonsten ist das Buch ein Muss.

Überhaupt ist TYPO3 und das iPhone ein Gespann mit großem Zukunftspotential. Auf grundlage einee ¬Extension gibt, die eine Fernwartungsschmittstelle baut, hat ein Dipl.Ökonom aus Hannover eine AppleApp gebaut und bauen lassen, mit der man zumindest des Newsbereich einer TYPO3-gesteuerten Webseite von unterwegs bearbeiten kann. Warum das nun eine App ist, hat dann wohl mehr pekuniäre als technische Gründe. Dieses Gateway ist aber tatsächlich eine pfiffige Idee. Da das iPhone immer weiß wo es sich befindet, könmte man einen GeoBlog einrichten, der immer in Echtzeit gleich die Texte und Bilder dokumentiert oder übehaupt Bewegungen von Mensch und Maschine ohne Verzug dokumentieren könnte. Es wird eienm schwindelig, wenn man da an mögliche Anwendungen denkt. Kaufleute denken da mitunter schneller als Techniker.

Eine Sache im Zusammenhang mit der iPhone-Technik ist bedenkenswert: Ab der Version 3.0 des Webbrowsers ist die geografische Position des Handschmeichlers Bestandteil des Browserobjektes. Mit anderen, untechnischen Worten – ruft der Nutzer eine darauf ausgerichtete Webseite auf, dann weiß der ausliefernde Webserver alsbald von der genauen Position seiner Besucher. Das ist nett für den Anbieter, aber ein bedenkliches Sicherheitsloch. Die schlechte Nachrricht: dieses Verhalten kann man nicht abschalten, es sei den, man verzichtet auf Javascript. Diese Ortsbestimmung ist nicht wie hier in den Horen städtegenau sondern so genau, wie es eben das GPS-Modul hergibt. Das sind dann meistens weniger asl zehn Meter Toleranz.
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Donnerstag, den 01.10.2009 [08:27]
Vor einiger Zeit wurde hier das ¬Taxi-O-Meter vorgestellt. Affine Zielgruppe: ortsunkundige leistungstragende Entscheider, die in Hamburg hoffentlich geschäftlich unterwegs sind und Taxifahrer ärgern wollen. Die holen dann nämlich ihre Dings raus (oder haben es eh immer parat) und tippen dann in den Taxi-o-Meter „Flughafen“ ein und erfahren den Preis und die Route dann wählen sie 040 212 212 oder klicken später auf den noch zu implementierende Knopf . Nach 5-10 Minuten (Standardantwort von Taxizentralen und Pizzabringdiensten) kommt Wladimir oder Abdallah mit seiner stinkigen Droschke und nun beginnt der rethorische Schlamassel. Ud so weiter.

Gewissermaßen als Einstieg in die iPhone-Welt kommt jetzt hier und heute die erste Anwendung. Für die immer noch iphonelosen Zeitgenossen sei hier ein Bildschirmbild als Vorahnung platziert:



Das ist jetzt nur ein Schirmbild – morgen gibt es das Spielzeug in echt, so richtig zum drückem auf Knöppen. Wenn wir gerade im Roadmap-Bereich (Träumereien für Kaufmichs) stöbern – das nächste Ziel sind diese Horen für das neue Lieblingsspielzeug der vermeintlichen Leistungsträger anzupassen.

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Mittwoch, den 30.09.2009 [12:13]
Es muss nicht immer Galão sein. Das Trinken eines normalen, deutsche Brühkaffees berechtigt letztlich auch sein MacBook aufzuschlagen. Wenn nun noch ein Steckdosenschnurps in der Hosentasche ist, ist der Strom auch nicht mehr der begrenzende Faktor. Eine Extension für TYPO3 ist ja schnell geschrieben.

Ab heute wird aber wieder ein Zahn schärfer gearbeitet. Ein Kunde braucht einen Shop, in dem auch mit Pfad jongliert wird. Die Produkte haben also Nettopreise, auf die verschiedene Mehrwertsteuern aufgeschlagen werden. Das ist Standard. Der Pfand ist eine weitere Preiskomponente, die getrennt ausgewiesen werden muss und auch bei der Berechnung des Endpreises eine Extrarolle spielt – liegt doch dadrauf keine Steuer, ähnlich wie bei den Versandkosten. Diese Funktionalität ist nicht einfach mal so mit dem Zufügen von weiteren Feldern abzufackeln. Jetzt kommt das Thema ¬Hook ins Spiel. Das sind so Stellen im Programmcode, an denen der Coder sich gedacht hat: „hier könnte ein andere Coder eine weitere Funktionaltät einbauen.“ Und dann gibt es Vereinbarungen, wie das alles zusammenspielt. Beispielsweise gibt es ein Funktion, die für jeden Artikel den Preis bestimmt. Es gibt da Preisstaffeln, Sonderpreise für besondere Käufergruppen, Steuern … Falls nun ein Teil er Artikel einen nichtversteuerten Pfand haben (der extra ausgewiesen werden muas), dann muss an mehreren Stellen eingegriffen werden. Endpreis wäre dann Nettopreis*Mehrwertsteuer+Pfand. Um diese Erweiterung machen zu können muss der begnadete Programmierer den „Hirnschiss“ des vorliegenden Programmes verstehen. Das kann je nach eigenem IQ, Fleiß, Beharrlichkeit und auch der Strukturierheit des Ursprungsprogrammierers viel Zeit dauern. Zeit, die selbstverständlich vergütet werden muss – vielleicht doch ohne Pfand? Natürlich könnte man auch ein Shopsystem nehmen, das das Pfandgeraffle schon vonhauseaus macht. Sicher gibt es dan wieder andere Probleme …
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Dienstag, den 29.09.2009 [13:14]
Der Wahlsonntag war denn wohl der letzte „schöne“ Tag in Deutschland. Seit heute Nacht regnet und nieselt es. Selbst der Besuch im Café in der Jarrestraße kann nicht recht aufmuntern.



Tagsüber gibt es im Novalisweg immer genügend Parkplätze – Deutschand hat also keine Probleme – zumindest was Vollbeschäftigung betrifft. Allerdings: wenn es ganz Dicke kommt, dann werden die Leute ihre Blechkisten abstoßen und dann ist wieder freie Fahrt (oder besser gesagt „freies Parken“).

Hier in der Grüblerstube geht es heute wieder einmal um die tx_commerce-Extension von TYPO3. Es ist ein langer Leidensweg, der eigentlich nur von der trügerischen(?) Illusion des Kenntniszuwachses gesponsert wird. Wo liegt das heutige Problem? Der Kunde nutzt erfolgreich das Shopsystem. Irgendwann im Laufe des Prozederes werden neben den Adressdaten auch die eMail-Adresse abgefragt. Das ist nicht wirklich außergewöhnlich. Kommt er/sie nach einigen Tagen oder Wochen zrück und möchte weitere Schutzmaslken oder Waffenkoffer kaufen, dann ist er/sie selbstverständlich herzlich willkommen. Leider klappt das mit der eMail nicht – die gibt es schon im system und der Käufer muss sich mit seinem zugeschickten Kennwort aus der ersten Bestellung identifizieren. Laut blubbernder Aussagen in einschlägigen Foren ist das alles so einfach, dass es keiner Erwähnung bedarf.



Es ist schon immer wieder verwunderlich mit welcher Selbstverständlichkeit völlig individuelle Lösungen abgefordert werden. Das ist als ob jemand ins Autohaus kommt und einen Wagen möchte, der völlig nach seinen Wünschen gebaut wird – und das zum Preis einer Standardausführung. Wohlgemerkt: hier geht es nicht um ein- und auschaltbare Fietscher, sondern um einen Neuaufbau aus Halbzeugen wie Blech, Walzstahl und Normteilen.
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