Rainers Horen
Freitag, den 23.10.2009 [12:38]

Heute malte der Psychologieprofessor und Erfinder der humanistischen Kommunikationspsychologie Schulz von Thun im Rahmen seine Abschlussvorlesung (mit Polylux) seinen letzten Strich auf die Folie und wir lassen das blaue Auto aus dem hohen Norden nach Hamburg fahren. Schönes Thema: Grenzüberschreitung. „Was bist Du für eine Schlafmütze!“. Früher: langatmige Erklärung, heute: 1. „Hallo!?“ (mit einem gewissen fragenden/zweifelnden Unterton) oder 2. „Gehts noch Alda?“ oder nach ca, 3 Sekunden: „Hast selber gemerkt hä?!“. Nochmal zu der Psychgenie: ist schon toll, was er so erreicht hat. Er ist schon der große Dialektiker und huldigt nicht nur dem Gutmenschen, „Wer ´zu offen ist, ist nicht ganz dicht“. Er hat schon früh erkannt, dass beispielsweise solche Untugenden wie Respekt, Strategie und Distanz zum Gutmenschentum zu einem lebendigen Menschen gehören.



Unser blaues Wägelchen fährt knappe 100km von der Firma ¬SatPro aus dem kleinen Ort in de Nähe von Kiel bis in die schöne Jarrestadt. Das ist natürlich nur fiktiv, den bisher ist noch niemand die Strecke real abgefahren. Die Firma verkauft Geräte, die ihre aktuelle Position per Satellit senden. Das deckt dann fast die ganze Welt ab und ist nicht an ein Handynetz gebunden. Der Segler Aquis Granus IV von der RWTH Aachen hat auch so ein Gerät und die Daten sind ¬öffentlich verfügbar.
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Mittwoch, den 21.10.2009 [17:19]
Übervorletzte Woche wollte uns ein begnadeter Verkäufer diese Schlauchdichtungssuppe (Pneugel) verkaufen, über die die Schrauber nur schimpfen, weil dann bei der Reparatur einem die ganze grüne Sauce entgegenkommt. Heute wollte uns ein Pärchen mit einen Gefahrenstellenwarner beglücken. Da kann ich unverantwortlich durch die Stadt rasen und ein Piepser warnt dann vor Blitzern und anderen Gefahren. Das ist doch, als ob jemand Tarnkappen verkauft. Damit kann ich dann gefahrlos Ladendiebstehle begehen. Na, prima! Mein Einwand: „wenn ich immer gesetzestreu durch die Städte fahre … “ Er: „Wer kann das noch, dann kommt doch Alles zu erliegen.“ Die Gefahrpunkte sind öffentliche Daten fragwürdiger Qualität. Das Produkt besteht in einem abgerüsteten GPS-Empfänger, der einfach nur piept, wenn der aktuelle Standort sich POIs nähert. Könnte man auch auf ein iPhone oder aufs Navi laden, das wissen nur die zufälligen Marktbesucher nicht. Die beiden Buben merkten schnell, dass Winterhude dann doch nicht die affine Zielgruppe ist. Größere Umsatze machen sie wohl in Wilhelmsburg und Steilshoop. Für Nichthamburger: dort wohen vermehrt unkomplizierte Menschen. Das ist auch wieder so ein Eupemanismus für bildungsfernes Publikukm …

Gestern bei Feinkost Albrecht: unsere Fließbandvorkämpferin hat ihre Begehrlichkeiten über die Scannerkasse rutschen lassen, dann übergab sie ihre Pfandzettel. Die Tippse: „so geht das jetzt nicht.“ Sie müssen erst zahlen, dann bekommen Sie das Pfandgeld zurück. Das kann sich zum Problem ausweiten. Offenbar ist die Kassiererin auf einen festen Ablauf trainiert worden, der immer mit der Kontrolle der Verstecke beginnt, zur Warenbewegung über die Scannerwaage überleitet, um dann in einem Geld/Beleg-Austausch mündet.
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