Rainers Horen
Donnerstag, den 29.10.2009 [22:53]
Eine Reise nach Thüringen ist auch immer eine Reise nach Dunkeldeutschland. Und das ist nicht nur sinnbildlich wegen der extremen Gesinnung, sondern auch wegen der fehlenden Straßenbeleuchtung in den Abendstunden. Tatsächlich ist das gesamte Kirschbachtal in Weimars Südwesten im Sinne der CO2-Einsparung in ein natürliches Dunkel getaucht. Datenautobahn – Pustekuchen. Mit Auch und Krach funzt das verylahme GPRS. Nun gut, hier das zu schreiben – dafür reicht es. Dafür werdem ganze Spießer-Dörfer zu „Du-Zonen“ erklärt.



Ganz in der Nähe von Possendorf finden sich hinter dem Rosenberge die berühmt-berüchtigten Buchfahrter Höhlen. Total verboten! Angeblich wohnten da schon Steinzeitmenschen und für die spirituellen Zeitgenosen unter uns sei gesagt, daß dort die Fruchtbarkeitsgöttin Ostara überwinterte. Noch heute geht das Gerücht von Indigokindern, die dort gezeugt worden. Klar, jedes Weimarer Kind will da mal hin. Gleich am „Eingang“ steht diese kleine Barriere, die signalisieren soll: hier endet jedwede Haftung.



Die obige Barriere ist aus DDR-Zeiten, wenn nicht sogar aus der System- oder Kaiserzeit. Nach der Wiedervereinigung ist diese mehr symbolische Schranke nicht mehr ausreichend. Klick aufs Bild zeigt die gründlichere, bundesdeutsche Lösung, die aber auch schon eine überwindenden Trampelpfad aufweist.



Es ist tatsächlich sehr, sehr gefährlich dort. Selbst der kleine, quirlge Veit wäre beinahe die 12 Meter Richtung Ilm gestürzt, wenn ihn nicht eine feste Vaterhand festgehalten hätte. Eine gründliche wissenschaftliche Feldforschung in umliegenden Gastwirtschaften ergab keinerlei Befund für ernsthaftere Unfälle. Allerdings sind in den Achtzigern drei Männer im B1000 (Ostvariante des VW-Busses) in der Ilm ertrunken. Sie ist dort zwar nur einen Meter tief, aber der Kleinbus stürzte nach einer feuchtfröhlichen Brigadefeier in Bad Berka von der Holzbrücke. Die Türen ließen sich nach dem Sturz nicht öffnen und so endete die Lebensreise in der kalten Ilm.
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Montag, den 26.10.2009 [12:39]
Juckt es da nicht in den Fingern, ein kleines Schiffchen mal im Zeitraffer durch die Meere schippern zu lassen? In der dortigen Softwarelösung wird der gesamte JavascriptCode auf dem Server generiert und dann durch die Leitung geschickt. Eine smartere Lösung wäre natürlich, nur die Nettodaten zu schicken und dann im Browser die Verarbeitung anzustoßen. Das reduziert die Datenmenge von einem halben Megabyte auf 1400 Datensätze von jeweils 32 Zeichen (Lat/Long/Zeitstempel). Das ist schon mal eine Eindampfung der Daten auf weniger als ein Zehntel. Außerdem wird in der ursprünglichen Lösung weder Clustering noch Polyline-Encoding verwendet. Darunter leidet insbesondere der Explorer, da er solche Datenmengen nur schwer verarbeiten kann. Da der Browser nur eine beschränkte Anzahl solcher Marker verarbeiten kann, zeigen die Clusterlösungen die Marker in Abhängigkeit der Zoomstufe an. Je näher der Nutzer also rangeht, umso mehr Einzelheiten kann er sehen – das ist auch sinnvoll.

So nun ist auch das Segelschiffchen animiert. Selbstverständlich wurde es nicht quer durch Frankreich getreidelt. Das obige Teil ist eben doch nur eine Fingerübung und noch nicht richtig fertig. Man könnte auch mehrere Schiffe fahren lassen usw.
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