Ist eben nur schade, wie das zarte Pflänzchen des Verantwortungsbewusstseins unserer heranwachsenen Jugend so leichtferig durch einen üblen Scherz zunichte gemacht wird.
Das ist prima und harrt jetzt noch seines Praxiseinsatzes.
Unser Geld, nämlich das Geld aus unseren Steuern wird in der Jarrestadt sinnvoll eingesetzt. Um der umgreifenden Versiegelung unserer Landschaft entgegenzuwirken und um die Männer zu beschäftigen, wird seit einigen Tagen in der Hölderlinsallee feste Hand angelegt. Der schmale Zierstreifen zwischen Bürgersteig (ostdeutsch: „Fußweg“, weiland „Trittoir“), der bisher mit kleinen Granitsteinen gepflastert war, wird nun ganz fortschrittlich mit so einem Ökoplastikstreifen ausgelegt.

Sinn: bei größerem Regen kann das Wasser natürlich versickern und belastet nicht das überlastete Hamburger Sielsystem. In solchen kleinen Schritten muss eben doch alles beginnen. Oftmals helfen symbolische Handlungen, um große Dinge voranzutreiben. Auch die russische Revolution wurde ledigleich durch einen von einem besoffene Offizier ausgelösten Kanonenschuß auf der Aurora ausgelöst.
Bei den großen Leuchten – da ist schon umgestellt. Zum Ärger aller Besitzer von messingnen Stillampen gibt es nun keine mattierten Glühlampen mehr, aber was ist mit der Klingelschildbeleuchtung der Millionen von deutschen und anderer Familien? Da wird völlig unnnötig wertvollen Stromspannung verjuckelt. Das prangere ich an! Das wäre doch der Konjunkturimpuls schlechthin — diese alten Klingelschilder aus der Kaiserzeit kommen weg und dafür kommen LED-hintergrundbeleuchtete LCD-Displays mit IP-Anschluss hin. Das Einwohnermeldeamt kann dann zentral die Beschriftung steuern und durch allfällige Schlamperei im Datenschutz haben dann Werbefirmen lesenden Zugriff auf die Datenbank. Das ist dann der genialste Aufschwunghelfer.
Oft sind es unkonventionelle Ideen, die dann doch durchschlaged sind. In einer westdeutschen Stadt soll die Straßenbeleuchtung privatisiert werden. Wie sie das Businessmodel aus? Die Bürger bezahlen per Handy-SMS, in dem sie eine SMS an LICHTAN mit der Nummer der Laterne schicken. Nach dem Onlinescroring des Kontos des Lichtsuchenden wird dann für eine kurze Zeit Strom eingeschaltet. HartzIVer und Rentner müssen dann halt im Dunklen nach Hause – aber was treiben die sich Abends draußen rum?!

Wenn man jetzt einmal eine kurzen Blick auf die untenprangernde Legende wirft, dann ist sofort zu sehen, dass es (insbesondere an den ersten Tagen) zu feucht am Messpunkt war. Am 13. November ist wohl am Vormittage kräftig gelüftet worden – aber danach hat die Schlafzimmerecke schnell wieder die alte Feuchtigkeit erreicht, die zwar für die Lagerung von Zigarren gut sein mag, aber nicht als Raumklima einer menschlichen Schlafstätte. Da die relative Luftfeuchte (rot) von der absoluten Feuchte und der Temperatur (gelb) abhängt, erkennt man auch flugs die Zeitpunkte, an denen kurz gelüftet wurde. Es sind die Stellen, an denen die gelbe Linie mehr zackt als die rote Linie der Raumwärme. Oder in anderer Sichtweise: der Taupunkt „schaukelte“. Wie unschwer zu erkennen – Stoßlüften ist ein gern geglaubter und unausrottbarer Mythos.
Das mit dem Kartentick hört nicht auf. Hier ist nochmals eine verbesserte Version der Auswertun einer Radfahrt durch den Park, leider ohne Zeitstempel. Da ich aber geschwindigkeitsmäßig recht gleichförmig fuhr …
Wenn das Wetter es erlaubt, dann gibt es ein Demo mit exakter Zeit und natürlich auch mit Temperatur/Feuchte! In der bisherigen Lösung ist die Steuerung auch nur unidirektional: das heißt der Film steuert die Trackanzeige. Eine Vision besteht darin, dass die Minikamera „anfassbar“ ist und dann den Film steuern kann. Die Karte spielt dann quasi Schieberegler. In den Untiefen des Netzes gibt es ein kleines ¬Funktionsbeispiel. So könnte es gehen.




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