Rainers Horen
Sonntag, den 10.01.2010 [08:59]
BILD titelt mit der „weißen Angst“ und rät zur Vorsorge für kritische Zeiten. Hallo? Es ist Winter – was ist daran so bemerkenswert? Was meinen die wohl? In alten Zeiten gab es öfters mal Stromausfälle, da wir aber mit Gas kochten und mit sorbischem Mutterboden aus der Lausitz heizten, war das Debakel begrenzt. Fernsehen ging dann eben nicht und es war dunkler in der Stube. Heute würde es recht rasch kalt in Stube und Kammer, kochen würde auch Probleme aufwerfen. Vorerst könnte man erstmal die Trockennahrung zu sich nehmen … Zumindest gibt es jetzt geile Schneefräsen, die wunderbare Wege freimachen und auch den Fräseführer offenbar beglücken.
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Freitag, den 08.01.2010 [09:35]
Es soll noch Bürokräfte geben, die Texte vom Bildschirm abschreiben. Das ist auf den ersten Blick gut, schafft es doch Beschäftigung.

Da kann geholfen werden. Mit obiger Maschine werden PDF-Dokumente analysiert. Die extrahierten Texte können direkt weiterverarbeit werden. Allerdings gibt es auch PDF-Dokumente, die wie Text aussehen, aber dennoch nur gemalte Buchstaben sind. Das Phänomen ist schon bei DIN-Vorschriften gesichtet worden. Offenbar soll das digitale Kopieren dieser hochaufschlussreichen Informationen wirksam unterbunden werden.
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Dienstag, den 05.01.2010 [09:00]
Der Stapelauf mit den geovertaggten Bildern war zwar erst letzte Woche, aber das Problem mit dem Bildhochladen ist heute so schön gelöst, dass ich es noch einmal zum Thema machen wollte. Ein Gurgeln nach dem Begriff „Ajaxuploader“ bringt ein Javascriptwerkzeug zu Tage, das wirklich pfiffig mit dem unleidlcihe Thema umgeht. Mit dem Tool hat der Entwickler wirklich freie Hand. Das betrifft nicht nur die grafische Gestaltung, sondern auch insbesondere die Ereignisverwaltung. Das mit der Fortschrittsbalkeneinblendung ist dadurch kinderleicht.


Heute ist es recht kalt. Der Goldbekmarkt ist nur spärlich bestückt. Kein Wunder.
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Montag, den 04.01.2010 [15:14]
Warnung vor Webredaktionssystemen: es muss wirklich eindringlich gewarnt werden … Nein, ganz im ernst. Was ist ein Redaktionssystem (CMS)? Früher gab es auschließliche Werbeagenturen, die sich mit Print beschäftigt haben. Wenn dann alles verhandelt war, nahm der Creative sein Photoshop, legte ein neues Dokument mit der Größe x mal y Millimeter an und darin spielte sich die gesamte Kommunikation statt. Nach Abnahme wurde geproofft und gedruckt. Das war es. Als das Web kam, mutierten die Werbe- zu Webagenturen und machten es weiterhin so. Es entstehen Webseiten wie etwa ¬diese von Annegret. Jede Änderung an Text oder Bild ist natürlich ein neues Auftrag, der Zeit und Geld kostet. Jetzt kommt das Redaktionssystem ins Spiel. Hier bekommt der Kunde eine Startseite, die er „spielend leicht “ und beliebig erweitern kann. Und genau hier liegt der Hund begraben. Gewisse Kulturpraktiken, wie Photo mit Handschmeichler knipsen oder Text an Tastatur schrieben, sollte nun wirklch jeder und jede drauf haben, aber leider reicht das nicht immer. Texte werden inhaltlich und stilistisch fragwürdigt verfasst, von Rechtschreibung und Typografie (Stichwort „Deppenapostroph“ und Zollzeichen für Gänsefüßchen) ganz zu schweigen. Gibt man als Macher jetzt noch dem Drange nach diesem WordEditor nach, dann zerfällt das schönste Layout, weil der kreative Kunde Texte direkt aus Word rüberkopiert. Photos werden mit der Handycam gechossen und /oder Nachbearbeitung mit höchster Kompressionsstufe als Aufmacherbild einer Webs genutzt. Gruselig!

In Zeitschriftenredaktionen ist das natürlich kein Thema, da kennt man die Problematik und man würde niemals dem Texter das Layout übertragen. Das „Problem“ sind die Neulinge auf dem Gebiet des Publizierens. Verständlicherweise wird das Thema nie in Kundengespächen nie angesprochen – würde man dem Kunden doch Dilettantismus unterstellen und das geht gar nicht. Die Zwickmühle besteht einfach in der Doppelrolle des Webdesigners. Er kennt das Problem, darf es aber niemals direkt ansprechen.

Redaktionssysteme sind also „an sich“ nichts Verwerfliches. Sie sind ein geniales Werkzeug für den, der damit umgehen kann. Auf welchem menschlichen Gebiet ist das nicht so? Die optimale Lösung wäre eine zwischengeschaltete Kommunikationsagentur, die sich wie ein Scharnier zwischen Kunde und Technik verhält und sich beispielsweise ums Texten und um die Bildbeschaffung und -auswahl kümmert. Geschenkt ist nichts.

GeoPhotos: das Projekt der ¬geovertaggten Bilder schreitet voran. Nun werden die geovertaggten Bilder automatisch erkannt und auf der Karte platziert. Bei traditionellen Bildern kann der Standort nachträglich, „händisch“ bestimmt werden. Perfekt wäre es noch, wenn die nun so ermittelten Daten in das Bild zurückgeschrieben werden würden. Es gibt dafür ein Perl-Werkzeug, in dessen ¬kryptische Doku man sich erst einmal einlesen müsste. es gibt noch einen ¬Wrapper (ExifTool) für OSX, Win32 und Linux, der es aber auch nicht einfacher macht. Tatsächlich gibt eine entsprechende Lib für ¬PHP. Leider unterstützt das Teil nur JPEG und TIFF und keine Geodaten. Das ist nicht schön.
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